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DVD-Besprechung - Der Mondschimmel
Story:
Sommer in Großbritannien, Anfang des 20. Jahrhunderts. Die blinde Diana (Sarah Sutton) fährt mit ihrem Vater, dem Archälogieprofessor Purwell (James Green) und ihrem kleinen Bruder Paul (David Pullan) nach Coleshill Hall. Ihr Vater soll dort erforschen, wo der sagenumwobene König Arthus in dieser Gegend seine Schlachten geschlagen hat. Als das blinde Mädchen Visionen von einem weißen Hengst hat - dem Mondschimmel - und es beim Besuch eines uralten Keltengrabes zu einem mysteriösen Erlebnis kommt, beginnt eine rätselhafte Geschichte, in deren Mittelpunkt Diana zu stehen scheint.
Meinung zum Film:
Der Archäologieprofessor Purwell will in einer bestimmten Gegend Englands nach Spuren suchen, um die Existenz eines historischen Artus zu beweisen. Unterstützt wird er bei seinem Vorhaben von dem Gutsherrn Sir Mortenhurze, bei dem er während der Zeit seiner Forschungen auch wohnt. Begleitet wird der Professor von seinem Sohn Paul und seiner blinden Tochter Diana. Bereits auf der Hinfahrt kommt es zu einer merkwürdigen Erscheinung: Diana bittet den Kutscher plötzlich darum, den Wagen anzuhalten. Als man sich umsieht, um ihr berichten zu können, was sich dort befindet, taucht ein wunderschönes weißes Pferd auf: der Mondschimmel. Noch ahnt niemand, was es mit ihm auf sich hat. Zunächst stellt sich lediglich heraus, dass Sir Mortenhurze den Schimmel für den neun Jahre zurückliegenden Tod seiner Frau verantwortlich macht. Doch was steckt dahinter? Woher kommen die Visionen, die Diana kurze Zeit später von einem schwarzen Ritter hat? Und was für ein Spiel treibt der zwielichtige Stallmeister Todman?
"Der Mondschimmel" ist eine Miniserie, die sich vor allem an ein jüngeres Zielpublikum richtet. Auf spannende, unterhaltsame und leicht unheimliche Weise werden die britischen Mythen um König Artus in eine nette Fantasystory gepackt. Die Machart wirkt aber heutzutage leider etwas angestaubt, was nicht nur an der schlechten Bildqualität, sondern auch an der doch letztlich ziemlich unspektakulären und gemächlichen Inszenierung liegt, die optisch gelegentlich an den "Trotzkopf" erinnert. Der Bösewicht ist als "Zauberpriester", der ohne jegliche Effekte daherkommt, kaum eindrucksvoll und der "grüne König" sieht aus wie ein komischer, langbärtiger Kauz in einem albernen Wikingerkostüm, der in einer Höhle auf einem Stein sitzt. Zur Entstehungszeit war das sicherlich ganz ordentlich, für heutige Zuschauergenerationen aber deutlich zu lahm und uninteressant. Das ist schade, da die Serie eigentlich eine recht unterhaltsame Geschichte erzählt. Heute dürfte sie allerdings vermutlich in erster Linie Zuschauer ansprechen, die sie vor Jahren mal im Fernsehen gesehen und seitdem vergeblich auf eine weitere Ausstrahlung gewartet haben.
"The Moon Stallion" wurde von der BBC als sechsteilige Serie mit Folgen von je etwa 25 Minuten Länge produziert. Diese wurden vom Südwestfunk für die deutsche Ausstrahlung zu drei Filmen mit doppelter Spielzeit zusammengeschnitten. Gedreht wurde an tatsächlichen Schauplätzen in England. Bei dem großen "steinernen Pferd", das man im Film zu sehen bekommt, handelt es sich in Wirklichkeit um das "Uffington White Horse", das sich auf dem White Horse Hill in Oxfordshire befindet. Es gilt als ältestes Scharrbild von England und ist eine großflächig auf dem Erdboden geformte, durch Wegezüge gebildete Figur eines stilisierten Pferdes. Entstanden sein soll es zwischen dem fünften und neunten Jahrhundert (neuesten Erkenntnissen nach sogar noch früher) und hat sich im Laufe der Jahrtausende nur minimal verändert. Mit der Artussage wird das Pferd allerdings in Wirklichkeit nicht in Verbindung gebracht.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild ist leider "berauschend" - im wahrsten Sinne des Wortes. Der Transfer stammt offensichtlich von einem alten deutschen TV-Master und präsentiert ein extrem körniges, verrauschtes Bild, worunter auch die Detailschärfe leidet. Droupots, Kratzer und Verschmutzungen sind ebenfalls nahezu pausenlos sichtbar. Die Farben sind mal gelb-, mal grün- und mal rotstichig und kaum als "natürlich" zu bezeichnen. Selbst bei einer 30 Jahre alten Serie muss so was wirklich nicht sein. Der Ton liegt auf Deutsch und Englisch in Mono vor und klingt zweckmäßig. Die Dialoge sind gut verständlich, besonders bei der englischen Originalfassung macht sich allerdings ein deutliches Hintergrundrauschen bemerkbar.
Bonusmaterial ist nicht vorhanden.
Fazit:
"Der Mondschimmel" ist eine unterhaltsame Miniserie für die ganze Familie, die die britischen Mythen um König Artus in eine fantasievolle, in der Gegenwart spielende Geschichte verpackt. Leider wirkt das Ganze heutzutage allerdings etwas angestaubt, weshalb sich für die DVD wohl in erster Linie in Nostalgie schwelgende Erwachsene interessieren dürften. Technisch ist die Scheibe - selbst in Anbetracht des Alters - keine Offenbarung und wer hier zugreift, muss mit einem sehr verschmutzten, rauschigen Bild leben.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,33:1
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3 Folgen à ca. 47 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 2.0 | Englisch Dolby Digital 2.0 |
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Untertitel:
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Keine Untertitel vorhanden. |
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Bonusmaterial:
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Der Mondschimmel
The Moon Stallion
Unterhaltsames Fantasymärchen für die ganze Familie, allerdings etwas angestaubt ...
Autor der Besprechung:
Jano Rohleder
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Großbritannien, 1978 Regie: Dorothea Brooking Drehbuch: Brian Hayles Darsteller: Sarah Sutton, James Greene, David Pullan, David Haig, John Abineri, Caroline Goodall
Label :
BBC
Verkaufsstart : 30.01.2009
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