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DVD-Besprechung - Tödliche Magie
Story:
Leidenschaftlich widmet sich der große Houdini der Entlarvung angeblicher übernatürlicher Fähigkeiten. Deshalb hat der Entfesselungskünstler 10.000 Dollar Preisgeld für denjenigen ausgesetzt, der ihm die letzten Worte seiner Mutter nennen kann. Für die Trickbetrügerin Mary, die sich mit ihrer Tochter mehr schlecht als recht als exotisches "Medium" durchschlägt, ist das eine enorme Summe. Mit allen Mitteln will sie an die richtige Lösung kommen. Doch die Begegnung mit dem weltberühmten Illusionisten bringt ihre raffinierten Pläne ins Wanken.
Meinung zum Film:
Harry Houdini (Guy Pearce, "The Time Machine") gilt als größter Illusionskünstler aller Zeiten. Doch er hatte noch eine andere Leidenschaft: Tunichtgute, Scharlatane und "falsche Zauberer" zu entlarven. Im Jahr 1926 stellte er ihnen allen daher eine öffentliche Herausforderung: Wer es schaffte, die letzten Worte zu wiederholen, die Houdinis Mutter sterbend auf dem Totenbett von sich gegeben hatte, dem winkte eine Belohnung von 10.000 Dollar. Mary McGarvie (Catherine Zeta-Jones, "Verlockende Falle"), ihres Zeichens Trickbetrügerin, die immer auf der Suche nach schnellem Geld ist, will sich der Aufgabe stellen. Zusammen mit ihrer Tochter Benji (Saoirse Ronan, "Abbitte"), die sie erst mal losschickt, um den Magier auszukundschaften, stellt sie sich Houdini vor. Doch dieser ist mehr von ihrer Schönheit berührt, als dass ihn ihre mangelnden mystischen Fähigkeiten stören. Während Mary und Benji die gemeinsame Zeit mit Houdini nutzen wollen, um sich das Geheimnis zu erschleichen, ist der Magier von seinen Gefühlen geblendet. Sein Manager, der brummelige Mr. Sugarman (Timothy Spall, "Sweeney Todd"), wittert hingegen den Braten und kann sich schon denken, dass es hier jemand nur auf das Geld seines Klienten abgesehen hat ...
Nach "The Prestige" mit Christian Bale und Hugh Jackman und "The Illusionist" mit Edward Norton ist dies bereits der dritte Film in relativ kurzer Zeit, der sich mit den Themen Magie und Illusionen beschäftigt. Offensichtlich hat Hollywood mit dem Genre des Kostüm-Magie-Historienfilms eine Vorliebe der Zuschauer getroffen - und tatsächlich waren alle der bisherigen Streifen durchaus unterhaltsam. Das trifft auf "Tödliche Magie" ebenfalls zu, wobei der Film leider auch einige Probleme hat. Zunächst fehlt es ihm deutlich an Spannung. Während bei "The Prestige" und "The Illusionist" ein kontrahierendes Gut-gegen-Böse-Verhältnis der Hauptfiguren geboten worde, kommt "Tödliche Magie" mit einer doch eher sehr seichten Love-Story daher. Das Drehbuch versucht zwar, durch das immer wieder auftauchende Preisgeld etwas Spannung zu erhalten, doch dass das Verhältnis von Mary und Harry (tolles Wortspiel) im Mittelpunkt steht und Mary dann irgendwann Gewissensbisse bekommt, ist sehr schnell absehbar. In dieser Hinsicht ähnelt die Story dann auch ein bisschen Zeta-Jones' Film "Verlockende Falle", der allerdings deutlich mehr Spannung bot.
Wer einen Thriller im "Prestige"-Stil erwartet, dürfte also eher enttäuscht sein. Doch auch wenn der Film einige Schwächen hat, bietet er durchaus gute Unterhaltung für zwischendurch. Sowohl Kameraführung als auch das Production Design wissen zu gefallen und lassen den Zuschauer direkt in die Zeit des Geschehens eintauchen. Die Darsteller sind sympathisch und leisten überzeugende Arbeit, wobei sie das Problem haben, dass ihre beiden egozentrischen Hauptfiguren Houdini und McGarvie nicht wirklich zueinander zu passen scheinen. Und warum Saoirse Ronan, die in "Abbitte" eine doch deutlich weniger nervige und unangenehme Rolle spielte, ohne ersichtlichen Grund in Jungenkleidern herumlaufen muss, darf sich der Zuschauer ebenfalls fragen ...
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild wirkt insgesamt sehr klar und sauber. Analoge Defekte sind nicht vorhanden und auch die Kompression bereitet keine Probleme. Allerdings ist ein leichtes, beständiges Hintergrundrauschen zu bemerken, das einfarbige Flächen etwas unruhig erscheinen lässt. Dafür bietet der Transfer natürliche Farben und auch die Schärfe bewegt sich größtenteils auf einem hohen Niveau. Der Ton liegt auf Deutsch und Englisch in Dolby Digital 5.1 vor, die deutsche Fassung gibt es zudem als dts-Spur. Letztere bietet leider keine nennenswerten Unterschiede zu ihrem Dolby-Pendant, zumal es sich um einen eher ruhigen Film handelt. Die Dialoge sind jederzeit gut verständlich, allerdings klingt in der deutschen Version der Center etwas dumpf.
Das Bonusmaterial wirkt zunächst nicht sehr spektakulär, doch versteckt sich hinter den wenigen Menüpunkten mehr, als man zunächst erwarten würde. Neben dem Trailer findet man insgesamt über eine Stunde an Statements von Cast & Crew zu ihren Rollen, der Produktion etc. Diese sind zwar die meiste Zeit über nicht sonderlich spannend, aber durchaus informativ. Zudem gibt es ein 16-minütiges B-Roll von den Dreharbeiten. Etwas ärgerlich an den Extras ist, dass diese zwar anamorph gedreht wurden, auf der DVD aber (mit Ausnahme des Trailers) nicht entsprechend codiert wurden. Bei Breitbild-Fernsehern und -Projektoren kann man das Bildformat entsprechend manuell umschalten, Zuschauer mit älteren TV-Geräten bekommen dadurch allerdings nur "Eierköpfe" zu sehen, ohne etwas dagegen tun zu können.
Fazit:
"Tödliche Magie" ist ein unterhaltsamer Magie-Illusionsfilm, der allerdings statt mit einer spannenden Thriller-Handlung im Stil von "The Prestige" mit einer seichten Love-Story aufwartet. Der Streifen wird dadurch zwar nicht sonderlich spannend, doch die hervorragende optische Inszenierung und die tollen Darsteller machen ihn trotzdem zu einem netten Film für zwischendurch. Die technische Qualität der DVD liegt im gehobenen Bereich und die Extras sind ebenfalls interessant.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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2,35:1
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92:55 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Deutsch DTS 5.1 | Englisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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- Trailer
- Statements
- B-Roll
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Tödliche Magie
Death Defying Acts
Magic Love statt Magic Mystery
Autor der Besprechung:
Jano Rohleder
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Großbritannien / Australien, 2007 Regie: Gillian Armstrong Drehbuch: Tony Grisoni, Brian Ward Darsteller: Catherine Zeta-Jones, Guy Pearce, Timothy Spall, Saoirse Ronan
Label :
Ascot Elite
Verkaufsstart : 19.03.2009
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