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The DescendantsLucky TroubleDas Todesspiel

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DVD-Besprechung - All In - Alles oder nichts

Story:
Tommy Vinson (Burt Reynolds) war einst ein großer Pokerstar. Aus Liebe zu seiner Frau hat er sich aus dem Sport jedoch zurückgezogen. Eines Tages entdeckt er im Fernsehen das junge, aufstrebende Talent Alex Stillman (Bret Harrison). Tommy nimmt den jungen Mann unter seine Fittiche und weiht ihn in die Geheimnisse des Live-Spiels ein.

Meinung zum Film:
Poker, vor allem in der Variante „Texas Hold 'em“ erlebt seit einigen Jahren einen Boom in der Welt. Es wird online gezockt und „Live“-Turniere wie die Weltmeisterschaft „World Series of Poker“, bei denen es für den Gewinner ein begehrtes „Bracelet“ und vor allem mehrere Millionen Dollar zu gewinnen gibt, werden sogar im TV übertragen. Selbst Stefan Raab lädt regelmäßig zur „TV Total Pokernacht“, die live auf Pro 7 übertragen wird. Im Fahrwasser dieses Erfolges schwimmt „All In“, der neben Burt Reynolds („Beim Sterben ist jeder der Erste“) auch einige echte Pokerprofis vor der Kamera versammelt.

Interessant ist die Thematik des Films, bei der ein alter Hase, der das Spielen an echten Tischen gelernt hat, auf einen Vertreter der großen Schar an jungen Spielern, die lediglich Erfahrung mit dem Internetpokern haben, trifft. Zwar kann Alex online einige Erfolge vorweisen, bei seinem ersten echten Turnier jedoch scheitert er gnadenlos, da er keine Erfahrung mit den „Regeln“ eines Live-Spielers hat. Diese werden ihm dann von Tommy beigebracht und die ersten Erfolge lassen nicht lange auf sich warten. Ohne großes Drumherum konzentriert sich der Film fast nur auf das Kartenspiel, was die Fans des Pokers natürlich freut. Für zusätzliche Freude können dann Cameo-Auftritte von in der Szene bekannten Profis sorgen, wie z.B Gus Hansen oder Antonio Esfandiari. Einen optischen Blickfang bietet Jennifer Tilly („Bound“), die auch im echten Leben pokert, hier jedoch nicht sich selbst spielt.

Ein klein wenig unangenehm fällt die Tatsache auf, dass der Internetanbieter „Pokerstars“ mehrmals werbewirksam erwähnt, bzw. gezeigt wird. Allein deshalb darf auch nicht erwartet werden, dass das Pokerspiel an sich in diesem Film kritisch hinterfragt wird. Aber das hatte Regisseur und Drehbuchautor Gil Cates Jr. auch nicht vor, er wollte die Spannung und die Strategie des „Texas Hold Em“ in einen 90minütigen Spielfilm bannen, was ihm auch gut gelungen ist. Zwar hat Cates bisher nur eine handvoll hierzulande unbekannter Beiträge inszeniert, dennoch ist „All In“ ein handwerklich ordentlicher Film geworden, der gut unterhalten kann. Das Ende des unvermeidlichen Duells der beiden Helden am Ende des Films ist zwar vorhersehbar, dennoch aber ordentlich gelöst worden. Durch Reynolds wird der Film dann noch zusätzlich geadelt, Pokerfreunde können ruhig beherzt zugreifen.

Digitale Aufarbeitung:
Das Bild kommt ohne Fehl und Tadel daher, bietet kräftige Farben und gibt sich auch in dunklen Szenen keine Blöße. Lediglich der Kontrast ist in einigen Szenen etwas schwächlich, das fällt aber kaum störend ins Gewicht. Der deutsche Ton in Dolby Digital 5.1 verfügt über eine gute Dialogverständlichkeit, die hinteren Lautsprecher werden jedoch nicht oft in Anspruch genommen.

An Extras gibt es lediglich ein 12-minütiges Making of, immerhin mit deutschen Untertiteln.

Fazit:
„All In“ ist ein interessanter Film für Pokerfreunde und solche, die es werden wollen. Es wird nur wenig Zeit mit einer von der eigentlichen Handlung ablenkenden Nebengeschichten verschwendet und so kommt über die gesamte Laufzeit fast keine Langeweile auf. Die DVD ist technisch gut, beim Ton hätte man sich jedoch etwas mehr Dynamik für die Rear-Boxen gewünscht.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 06
1,85:1
1,85:1
82:33 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Englisch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Untertitel:
Deutsch, Englisch
Bonusmaterial:
  • Making of
All In - Alles oder nichts - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
All In - Alles oder nichts
Deal

Bild unseres Mitarbeiters Andreas Schultz
Unterhaltsames Pokerfilmchen garniert mit einigen bekannten Gesichtern der Szene


Autor der Besprechung:
Andreas Schultz

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2008
Regie:
Gil Cates Jr.
Drehbuch:
Gil Cates Jr.
Darsteller:
Burt Reynolds, Bret Harrison, Shannon Elizabeth, Maria Mason, Gary Grubbs, Jennifer Tilly

Label Deutschland :
VCL
Verkaufsstart Deutschland :
30.01.2009