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DVD-Besprechung - neandertal

Story:
Neandertal im Jahre 1990: der junge Guido (Jacob Matschenz) baut in der kleinen Provinzstadt sein Abitur. Doch plötzlich fängt er an, an Neurodermitis zu leiden, die immer schlimmer wird, bis er eines Tages sogar ins Krankenhaus muss. Guido versucht, die Krankheit in den Griff zu bekommen und dabei noch die typischen Probleme zu lösen, die jeder Jugendliche in seinem Alter hat.

Meinung zum Film:
Die Regie bei diesem „Coming of age“-Film führten Jan-Christoph Glaser und Ingo Haeb. Glaser ist bisher ein unbeschriebenes Blatt und inszenierte bis heute erst 4 Filme. Haeb hingegen, der auch das Drehbuch zu diesem Film verfasste, schrieb auch ein Jahr zuvor das Drehbuch zu „Am Tag als Bobby Ewing starb“. Hauptdarsteller Jacob Matschenz konnte schon einige Erfahrungen vor der Kamera sammeln, beispielsweise in Episoden der TV-Serien „Tatort“ und „Stubbe – Von Fall zu Fall“. Auf der großen Leinwand war er in dem großen Erfolg „Die Welle“ zu sehen und im nächsten Jahr spielt er im Remake der „Vorstadtkrokodile“ mit.

Der Film verfängt sich nicht in albernen Teenie-Scherzen und Klamauk, sondern ist eindeutig ein ernster Film, der auch die Probleme seines Hauptprotagonisten ernst nimmt. Zunächst bricht bei ihm die Neurodermitis aus, die ihn eines Tages sogar ins Krankenhaus bringt, während seine Hautprobleme zuvor immer nur nervender Natur waren. Darüber hinaus merkt er auch, dass die heile Welt, die ihm seine Eltern zu Hause vorspielen, überhaupt nicht so heil ist und die Ehe zwischen den beiden eher zerrüttet ist. Gleichzeitig knüpft er zarte Bande mit einer Schulkameradin. Er lebt erst auf, als er den besten Freund seines Bruders, Rudi (Andreas Schmidt, „Stromberg“) kennen lernt, der eine ungleich lockerere Art als zunächst Guido an den Tag legt. Und unter Rudis Einfluss verschwindet auch Guidos Hautproblem.

Nebenbei beim Essen sollte man diesen Film ohnehin nicht gucken, dennoch seien zarte Gemüter gewarnt, denn die Hauterkrankung wird recht ausführlich gezeigt, auch in der dem Zuschauer präsentierten Fantasie von Guido, was für die Einstufung in die FSK-Stufe ab 16 Jahren sicherlich einen nicht unerheblichen Anteil gehabt hat. Die Darsteller dieses Films wurden bis in die Nebenrollen sorgfältig ausgesucht, und so ist dieses Jugenddrama insgesamt überzeugend und lässt so gut wie keine Langeweile aufkommen.

Digitale Aufarbeitung:
Das Bild ist gut gelungen und bietet eine realistische Optik, bei der die Farben absichtlich nicht so knallig wirken wie in anderen Produktionen. Bildstörungen oder –fehler sind nicht vorhanden. Der deutsche Ton in Dolby Digital 2.0 ist bei diesem dialoglastigen Film durchaus ausreichend.

An Extras gibt es den Trailer zum Film, einige Deleted Scenes, sowie einem Audiokommentar mit den beiden Regisseuren Jan-Christoph Glaser und Ingo Haeb. Anschließend gibt es noch ein Interview mit Ingo Haeb und Mechthild Hellermann, der Leiterin eines Neurodermitis-Zentrums. Zum Abschluss kann man noch in einem Interview mit den Maskenbildnern einen Blick hinter die Kulissen werfen.

Fazit:
„Neandertal“ ist ein interessantes „Coming of age“-Drama um einen kleinstädtlerischen Teenie mit psychisch bedingten Hautproblemen. Thematisch eher ernst angelegt verliert sich der Film nie in Klamauk, sondern nimmt seine Figuren ernst. Technisch ist die DVD gut.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 16
1,85:1
1,85:1
102:40 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Untertitel:
Keine
Bonusmaterial:
  • Trailer
  • Deleted Scenes
  • Audiokommentar mit den beiden Regisseuren Jan-Christoph Glaser und Ingo Haeb
  • Interview mit Ingo Haeb und Mechthild Hellermann
  • Interview mit den Maskenbildnern
neandertal - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Neandertal
Neandertal

Bild unseres Mitarbeiters Andreas Schultz
Interessantes Jugenddrama


Autor der Besprechung:
Andreas Schultz

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Deutschland, 2006
Regie:
Jan-Christoph Glaser, Ingo Haeb
Drehbuch:
Ingo Haeb
Darsteller:
Jacob Matschenz, Andreas Schmidt, Johanna Gastdorf, Falk Rockstroh, Tim Egloff

Label Deutschland :
Renaissance Medien
Verkaufsstart Deutschland :
05.02.2009