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DVD-Besprechung - Oswalt Kolle - Das Wunder der Liebe Teil 2
Story:
Oswalt Kolle widmet sich in diesem Film auf wissenschaftlicher Weise den sexuellen Problemen von (Ehe)-Paaren und zeigt dabei die Ursachen auf und bietet Lösungen an.
Meinung zum Film:
Nach dem großen Kinoerfolg des ersten Teils vom „Wunder der Liebe“ dauerte es natürlich nicht lange, bis der Sexualaufklärer der Nation, Oswalt Kolle, mit einem zweiten Teil nachlegte und so die Kontroversen Ende der 60er Jahre weiter anheizte. Eingeleitet wird der Film von Kolle selbst, der in einer Diskussionsrunde mit zwei weiteren Sexualwissenschaftlern darüber diskutiert, warum viele Menschen sexuell verklemmt sind. Danach geht es dann weiter mit Spielszenen, in denen einzelne Paare gezeigt werden und vom Zuschauer bei ihren ehelichen Problemen begleitet werden.
Damals sicher schockierend, aus heutiger Sicht weitgehend lächerlich, das ist das Fazit, das man beim heutigen Sichten des Filmes ziehen muss. Unfreiwillig komisch wirken die Erklärungen, warum Männer und Frauen sexuell verklemmt sind. Bei den Männern liegt das laut dem „Wunder der Liebe“ daran, dass sie als Kinder in ihre Mutter verliebt waren und in ihrem Vater eine ungeliebte Konkurrenz gesehen haben und sich darüber hinaus in ihrer Liebe von ihren Müttern abgewiesen fühlten. Bei den Frauen liegt es daran, dass ihre Väter sich zumeist lieber einen Jungen als Kind gewünscht haben und die Mädchen sich somit ebenfalls ungeliebt vorkamen. Ja, so einfach, aber schockierend wurde die sexuelle Verklemmtheit der Deutschen in den 70er Jahren erklärt.
Leider taugt der Film heutzutage nicht mal als erotischer Appetitanreger, da alles überraschend zugeknöpft präsentiert wird. Nackte Haut wird nur spärlich gezeigt, statt dessen überwiegen die Dialoge zwischen Mann und Frau. Kolle „entschuldigt“ sich auch am Ende der Einleitung des Filmes dafür, dass er beim Anschauungsmaterial nicht bis zum Äußersten geht und erklärt, dass seine Filme keine Aufklärungsfilme an sich seien und jeder selbst weiß, wie „rhythmische Bewegungen“ aussehen. Schade nur, dass er ein paar Minuten zuvor selbst betont, dass der Geschlechtsverkehr an sich nicht nur aus dem Koitus bestehen muss.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild kommt ohne altersbedingte Verschmutzungen und Störungen daher und bietet eine durchschnittlich gute Schärfe. Der deutsche Ton in Dolby Digital 2.0 ist gut verständlich.
An Extras gibt es lediglich eine „Oswalt-Kolle-Trailershow“.
Fazit:
Die sexuelle Revolution im deutschen Kino der 60er und 70er Jahre kommt aus heutiger Sicht überraschend zugeknöpft daher und bietet teilweise haarsträubende Theorien zu allen möglichen Themen der Sexualität. Zum Lachen taugt der Film auch nur bedingt, daher ist „Das Wunder der Liebe 2“ nur für hartgesottene Fans geeignet.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,33:1
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100:48 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 2.0 |
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Untertitel:
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Keine |
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Bonusmaterial:
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- "Oswalt Kolle"-Trailershow
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Das Wunder der Liebe 2
Das Wunder der Liebe 2
Teilweise unfreiwillig komisch
Autor der Besprechung:
Andreas Schultz
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Deutschland, 1968 Regie: Oswalt Kolle Drehbuch: Oswalt Kolle Darsteller: Oswalt Kolle, Michael Maien, Petra Perry, Solvi Stubing
Label :
3L
Verkaufsstart : 26.02.2009
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