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DVD-Besprechung - Die Geschichte der Pornografie
Story:
Die Pornografie hat eine lange und bewegte Geschichte hinter sich und jede Ära, jedes Zeitalter, ja jede Kultur hat und hatte eine andere Vorstellung davon, was pornografisch zu nennen ist. Diese DVD enthält drei Episoden, in denen auf Kunst, Religion und die Zensur eingegangen wird und wie diese Begriffe eng mit der Pornografie verbunden sind. Mehrere Experten stehen zur Verfügung, um diese Zusammenhänge aufzuzeigen.
Meinung zum Film:
Fragt man die Menschen auf der Straße nach Pornografie, wird man oft nur eine Ansicht darüber genannt bekommen: Man spricht nicht gerne darüber. Entweder hat man nur davon gehört, dass es Pornografie gibt, oder man hat einmal bei einem Schwippschwager des vierten Verwandschaftsgrad eine entsprechende Publikation gesehen, aber auch nicht gelesen. Dass Menschen auf der Straße offen zugeben, mit Pornografie in Berührung gekommen zu sein, das wird man eher selten erleben. Auch wenn dann die Verneiner doch eine eher unauffällige, blickundurchlässige und einfarbige Tüte in den Händen halten und gerade aus dem nächsten Laden von Beate Uhse gekommen sind. Was aber kaum jemand weiß: Fast jeder hat schon Pornografie gesehen und dies trifft insbesondere für Kunstliebhaber zu. Sei es die Venus von Milo oder Michelangelos David: Die Kunst wimmelt geradezu von versteckten pornografischen Darstellungen. Selbst im Vatikan ist manch nackte Brust zu bewundern und das ist nicht selbstverständlich.
Gerade die Religion hat sich über Jahrhunderte gegen die Pornografie gestellt und all das, was einst im antiken Rom zum ganz normalen gesellschaftlichen Umfeld gehörte, verteufelt. Sexualität war im antiken Rom ein normales, ein gepflegtes Gut und entsprechend waren Darstellungen der Sexualität auch nichts Abnormales, Verbotenes. Erst mit der christlichen Zeit trat der Schmerz in den Vordergrund und es ist der Kirche zu verdanken, dass es heutzutage Sado Maso überhaupt gibt. Und dies sind nur einige wenige Fakten aus dieser Dokumentation, die insgesamt viele Informationen bereit hält, die kaum jemand wissen wird. An sich steckt hier also viel Potential dahinter, um den Abend interessant beginnen zu lassen. Potential, was aber leider recht ungenutzt liegen bleibt und das aus vielerlei Gründen.
Man hat es bei dieser Dokumentation versäumen lassen, das Wort Entertainment in den Genrenamen einzubringen. Dokutainment soll Fakten interessant und unterhaltsam aufbereiten. Ein Credo, das beispielsweise die BBC perfekt umzusetzen vermag, was aber hier komplett misslingt. Man hat wohl gedacht, dass eine ansprechende visuelle Aufbereitung Wunder bewirken würde, doch das ist komplett daneben gegangen. Psychedelisch anmutende Bilder sind herausgekommen, die alleine schon zur Schlafpille gereichen würden. Dabei geht auch gerne einmal der Sinn des gesprochenen Wortes unter, was sehr schade ist, denn dadurch geht so manche interessante Information verschütt. Wären die Bilder nicht schon schlimm genug, wird die gesamte Dokumentation durch die Experten endgültig zur Schlafpille. Fast alle sind derart von sich eingenommen, dass es ihnen offensichtlich schwer fällt, einmal etwas schneller und interessanter zu reden. Oft werden Informationen aus den Filmeinspielungen noch einmal durch die Experten wiederholt. Und obwohl die gesamte Dokumentation gerade einmal 1,5 Stunden lang ist, steigt die Gefahr bei fortschreitender Dauer, währenddessen einzuschlafen. Gut, dass die Dokumentation in drei Teile aufgeteilt. Und das ist dann auch schon das einzig Positive.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild ist in einem ordentlichen Zustand, der Kontrast und die Farben sitzen, hier gibt es keine Beanstandungen. Fernsehtypisch ist der Ton nur in Dolby Digital 2.0 in Deutsch vorhanden, macht aber insgesamt dem Technischen keinen Abbruch.
Als Bonusmaterial liegt ein vier Seiten starkes PDF-Dokument auf DVD-ROM vor. Ansonsten gibt es keine Special Features.
Fazit:
Wer unbedingt gut schlafen möchte, kann sich gerne diese Dokumentation anschauen. Allen Anderen sei dann doch ein gutes Buch oder eine andere DVD empfohlen.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,78:1
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3 Episoden à ca. 28 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 2.0 |
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Untertitel:
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Keine Untertitel vorhanden. |
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Bonusmaterial:
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- Die Geschichte der Pornografie (PDF-Dokument)
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Die Geschichte der Pornografie
Die Geschichte der Pornografie
Pornografie steckt auch dort, wo man es nicht vermutet
Autor der Besprechung:
Bernd Glasstetter
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Deutschland, 2008 Regie: - Drehbuch: Holger Jancke, Johannes Wilms, Jan Asdonk Darsteller: -
Label :
Epix
Verkaufsstart : 13.02.2009
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