 |
DVD-Besprechung - Cheers - Staffel 2
Story:
Sam Malone (Ted Danson) ist der Besitzer des „Cheers“, einer kleinen, gemütlichen Bar, in der sich allabendlich eine illustre Gruppe Menschen trifft. Einer von ihnen ist der Postbeamte Cliff Calvin (John Ratzenberger), der meist zusammen mit dem arbeitslosen Buchhalter Norm Peterson (George Wendt) dort anzutreffen ist. Zu den Angestellten der Bar gehören Sams Lebensgefährtin Diane Chambers (Shelley Long), die temperamentvolle, italienischstämmige Carla Tortelli (Rhea Perlman) und der ehemalige Wurftrainer der Red Sox, 'Coach' Pantusso (Nicholas Colasanto).
Meinung zum Film:
Rund 5 Monate mussten die Fans der gemütlichen „Cheers“-Bar warten, bis die Türen für die zweite Staffel geöffnet wurden. Doch bereits mit der ersten Folge fühlt man sich als Zuschauer gleich wieder heimisch und verfolgt vergnügt das Treiben der lieb gewonnenen Charaktere. Geändert hat sich in den Beziehungen zueinander aber eine Konstellation gewaltig. Sam und Diane sind nun bekanntlich ein Paar, was natürlich hinreichend Platz für neue vergnügliche Situationen gibt. Das beginnt gleich in der ersten Episode bei den unterschiedlichen Ansichten über das erste gemeinsame Schäferstündchen. Während die romantisch veranlagte Diane natürlich den ganz besonderen Moment dafür hervorrufen möchte, denkt Sam eher daran, seine animalischen Instinkte zu befriedigen. Zu weiteren Unruhen kommt es später noch, als Dianes früherer Freund Professor Sloan auf einmal auftaucht. Während Diane den Versprechungen ihres Verflossenen glaubt, dass dieser nur seine Frau vorstellen und Dianes möglichen Partner kennen lernen möchte, stellt Sam natürlich sich gleich auf die Abwehr des Konkurrenten ein. Um in der intellektuellen Runde nicht negativ aufzufallen, entschließt er sich, kurzfristig „Krieg und Frieden“ zu lesen, um Gesprächsstoff zu haben.
Doch nicht nur Sam und Diane müssen mit ihren Liebesgefühlen klar kommen, auch Briefzusteller Cliff wird von Armors Pfeilen getroffen und verfällt Carlas Schwester Annette. Anfangs war es angedacht, dass er sich Carla zuliebe opfert und mit ihrer kleinen, unschuldigen Schwester ausgeht. Doch am Ende muss er zu seinem Leidwesen erkennen, dass die Kleine alles andere als unschuldig ist und sie es faustdick hinter den Ohren hat. Carla selbst bekommt auch einige Probleme, und dies nicht nur wegen ihres direkten Mundwerks. Die Probleme beginnen damit, dass Hank bis über beide Ohren in sie verliebt ist, während sie wie gewohnt eine Mauer um sich errichtet hat, um so vor weiteren Enttäuschungen (und Schwangerschaften) bewahrt zu bleiben. Doch nach und nach lässt sie ihre Abwehrhaltung fallen und die beiden kommen sich immer näher. Zwischenzeitlich lässt Coach dann aber verlauten, dass Hank unter einer schweren Herzerkrankung leidet, die bei größerer Aufregung, wie z.B. Sex, zum Tod führen kann. Dumm nur für Diane, dass sie Carla gerade ihre Wohnungsschlüssel gegeben hat, damit Raum für Intimität zwischen Carla und Hank gegeben ist.
Coach selbst steht natürlich auch immer wieder im Fokus mit seiner leicht begriffsstutzigen Art. Als er jedoch aufgefordert wird ein Jugend-Baseball-Team zu trainieren, stößt er bei seinem Team und auch seinen Freunden auf immer mehr Unverständnis. Offensichtlich sind seine Methoden und Erwartungen, die er noch aus alten „Major League“-Tagen kennt, nicht angebracht in seinem neuen Umfeld. Doch ihm ist es egal, er ist der Coach und er hat das Sagen. Aufregend wird es für alle Gäste des „Cheers“, als Malcolm Kramer (George Gaynes / Commander.Eric Lassard aus den „Police Academy“-Filmen) kurz vor seinem Tod einen Stopp in der Bar einlegt und von allen herzlich empfangen wird. Aus Dankbarkeit verspricht er, allen Anwesenden 100.000 $ zu hinterlassen und schreibt dies auch auf einer Serviette nieder. Doch kaum ist er raus, geht der Ärger darum los, wem von ihnen das Geld nun eigentlich zu welchem Anteil zustehen würde und ob die Willenserklärung in dieser Form überhaupt gültig ist. Doch es gibt nichts in der Geschichte des „Cheers“, das nicht auf die ein oder andere, für den Zuschauer natürlich höchst amüsante Art und Weise gelöst werden konnte. Und so ist es auch diesmal nicht anders. Doch nach 22 Episoden heißt es auch diesmal wieder vorübergehend die Bar zu verlassen, bis sie zur 3. Staffel hoffentlich bald wieder geöffnet wird.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild ist vergleichbar mit dem der ersten Staffel-Box und weiterhin für eine US-Sitcom aus den frühen 80er-Jahren annehmbar ordentlich. Abgesehen von seiner Grobkönigkeit und leicht erkennbaren Treppeneffekten, ist alles im Rahmen. Der deutsche Ton kommt ohne Verständigungsprobleme daher und sorgt zusammen mit dem Bild für einen guten Gesamteindruck.
Nach der Nullkost bei den Extras der 1. Staffel, gibt es diesmal in dieser Hinsicht was geboten. Den Beginn macht ein Statement-Feature, bei dem Künstler und Macher von ihrer persönlichen Beziehung zu Serie und ihren Erinnerungen erzählen. Weiter geht es mit geballten Weisheiten von Postman Cliff, den gesammelten Beleidigungen von Carla und den schönsten Momenten mit Diane. Abschließend gibt es noch ein Gag Reel mit Pannen vom Dreh.
Fazit:
Wer die erste Staffel von „Cheers“ schon mochte, wird auch bei der zweiten Season wieder seine helle Freude haben. Abnutzungserscheinungen gibt es (noch) keine und wie ein Besuch bei alten Freunden ist auch der Aufenthalt im „Cheers“ immer wieder ein echtes Vergnügen.
Technische Daten:
|
FSK-Freigabe:
|
Bildformat:
|
Laufzeit:
|
|
|
1,33:1
|
22 Episoden a ca. 25 Minuten
|
|
Sprachen / Tonformate:
|
Deutsch Dolby Digital 2.0 | Englisch Dolby Digital 2.0 |
|
Untertitel:
|
|
Deutsch, Englisch |
|
Bonusmaterial:
|
- Ganz oben: Die Typen hinter der Bar
- Cliffs Notizen: Die Weisheit des Cliff Calvin
- Carla die "Comeback-Königin": Beleidigungen für jeden Anlass
- Di another Day: Diane Chambers von A bis Z
- Gag Reel: Bloopers aus Season 2
|
|  |
Cheers - Staffel 2
Cheers - Season 2
Alte Besetzung mit neuen Problemen
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 1983 Regie: James Burrows u.a. Drehbuch: Glen Charles, Les Charles u.a. Darsteller: Ted Danson, Shelley Long, Rhea Perlman, Nicholas Colasanto, George Wendt, John Ratzenberger
Label :
Paramount Home Entertainment
Verleihstart : 05.02.2009 Verkaufsstart : 05.02.2009
Vertrieb :
Rainbow Home Entertainment AG Verleihstart : 05.02.2009 Verkaufsstart : 05.02.2009
|