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DVD-Besprechung - Disaster Movie
Story:
Will (Matt Lanter) liebt seine Freundin Amy (Vanessa Minnillo), doch diese betrügt in letzter Zeit ein wenig. Während seiner Geburtstagsfeier wird die Erde erschüttert und Meteoriten schlagen in der Stadt ein. Was nun folgt ist ein wahrer Alptraum, denn nicht nur Hannah Montana wird von einem Geschoss aus dem All erschlagen, nein, auch die sonst so niedlichen Chipmunks werden tollwütig und haben Hunger auf Menschenfleisch. Die Rettung der Menschheit scheint allerdings möglich zu sein, wenn ein geheimnisvoller Kristallschädel wieder an seinen Bestimmungsort gebracht wird. Will macht sich mit seinen Freunden auf, genau dieses zu tun.
Meinung zum Film:
Parodien auf bekannte Filme haben in den letzten Jahren stark zugenommen und die beiden Regisseure und Drehbuchautoren Jason Friedberg und Aaron Seltzer haben mit „Date Movie“ einen recht ordentlichen Vertreter seiner Zunft abgeliefert. „Disaster Movie“ ist kurz und grausam gesagt echter Schrott. Im Bemühen, möglichst viele Filme und Prominente unterzubringen, haben die beiden Filmemacher vergessen, dass der Zuschauer unterhalten werden will und keine losen, schwachen Gags sehen möchte. Es gibt ehrlich gesagt keinen Grund, diesen Film zu sehen, was wohl auch viele andere Menschen so sehen, denn von den Produktionskosten in Höhe von rund 20 Millionen Dollar wurden gerade mal 12 Millionen wieder eingespielt. In der Erkenntnis, dass der Film ein Flop ist, wurde dann auch auf eine Auswertung im deutschen Kino verzichtet und der Starttermin am 02.10.2008 abgesagt.
Den Rahmen des Films bildet ganz grob der Plot von „Cloverfield“, die übrigen Persiflagen wurden mehr oder minder geschickt eingefügt. Anders als es der Filmtitel vermuten lässt, sind aber nicht überwiegend Katastrophenfilme in der Mehrzahl, sondern ein quietschbunter Mix aus Blockbustern, Promis und Fernsehformaten. Bei den Filmen kann man Sequenzen von „Leg Dich nicht mit Zohan an“, „Hellboy“, „Juno“, „Die Legende von Beowulf“ und „Verwünscht“ erkennen und es gibt mindestens noch zehn weitere, die hier verwurstet wurden. Ein peinlicher Höhepunkt wurde direkt an den Anfang gesetzt, wenn die Skandal-Sängerin Amy Winehouse als versoffene Säbelzahn-Amy dargestellt wird. Nichts gegen Überzeichnungen, aber die Realität und die Medienpräsenz der kranken Musikerin sind an Peinlichkeit selbst nicht zu überbieten.
Weiterhin werden Internetportale wie MySpace oder Facebook durch den Kakao gezogen d.h. die Regisseure versuchen es. Aber auch Promis wie der Sänger Justin Tiberlake, Multitalent Jessica Simpson, der einstige King of Pop Michael Jackson oder auch das Schauspielerpaar Brad Pitt und Angelina Jolie werden auf die Schüppe genommen. Doch das sind noch längst nicht alle und allein schon an dieser Anzahl kann man erkennen, dass Friedberg und Seltzer es ganz einfach übertrieben haben. Anstatt sich einer handvoll Filmen zu bedienen und die Veralberungen qualitativ hochwertig ausfallen zu lassen, haben sie auf eine Art von cineastischem Fastfood gesetzt. Eine fatale Entscheidung, die den Film vollkommen vor die Wand fährt.
Digitale Aufarbeitung:
Die Bildqualität ist ordentlich und es präsentiert sich eine recht realistisch wirkende Optik. Die Farben sind ausgewogen und der Kontrast ist gut. Der deutsche dts-Track hat im Surroundbereich einiges zu bieten.
Bei den Extras gibt es zunächst eine kleine Settour mit Darsteller und Stand-Up-Comedian G-Thang. Danach wird die sexy Wrestlingszene mit Carmen Electra noch mal ein wenig analysiert und es gibt die Möglichkeit, drei Karaokelieder mitzuträllern. Es folgt ein kommentierter Blick hinter die Kulissen, der nicht uninteressant ist und eine kleine unterhaltsame Einweisung von G-Thang, wie es so als Comedian am Set eines Films ist. Danach kommt eine kurze und nicht ganz ernst gemeinte Betrachtung der am Dreh beteiligten Damen und eine kleine Erläuterung, wer im Film wen parodiert. Zum guten Schluss sind noch Darstellerinfos und ein Audiokommentar mit den Regisseuren Friedberg und Seltzer, sowie den Darstellern G-Thang Vanessa Minnillo und Matt Lanter. Während alle Extras mit deutschen Untertiteln versehen wurden, hat man diese beim Audiokommentar leider nicht übernommen.
Fazit:
„Disaster Movie“ ist eine filmische Bruchlandung, bei zwar viele bekannte Filme und Personen persifliert werden, aber der Spaß auf der Strecke bleibt. Humoristisch liegt das Niveau sehr weit unten. Da nützt es auch nicht, dass die technische Umsetzung gut und die Extras recht üppig sind. Ein Flop.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,85:1
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83:29 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Deutsch DTS 5.1 | Englisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch für Hörgeschädigte |
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Bonusmaterial:
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- Audiokommentar von Cast & Crew
- Settour mit G-Thang
- Girl-Fight
- Karaoke
- How we do it
- Ich bin ein Stand-Up Comedian
- Die Ladies
- Wer parodiert wen?
- Darstellerinfos
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Disaster Movie
Disaster Movie
Überfrachtete Parodie ohne echte Gags
Autor der Besprechung:
Jörg Hesse
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2008 Regie: Jason Friedberg, Aaron Seltzer Drehbuch: Jason Friedberg, Aaron Seltzer Darsteller: Matt Lanter, Vanessa Minnillo, G. Thang, Nicole Parker, Crista Flanagan
Label :
Constantin Film
Verkaufsstart : 19.02.2009
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