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DVD-Besprechung - WWE - Live in the UK - November 2008
Story:
Immer wieder zieht es WWE mit ihren Shows nach Europa, wo ein kaufkräftiges Publikum Woche für Woche mit ihren Helden mitfiebert. Im Herbst 2008 war es mal wieder soweit und die WWE besuchte im Rahmen ihrer Survivor-Series-Tournee die britische Hauptstadt London. Dort präsentierte sie den Fans eine RAW-, eine Smackdown- und eine „ECW on Sci Fi"-Show.
Meinung zum Film:
Als die WWE, damals noch mit dem gleichen Kürzel versehen wie der „World Wild Fund for Nature“, ihre ersten Gehversuchen auf dem europäischen Kontinent unternahm, waren Liveauftritte der Wrestler in Deutschland und Co. ohne große Bedeutung für die jeweiligen Storylines. Mittlerweile hat sich dies geändert und es werden ganze Shows in Übersee produziert, die nicht nur Einfluss auf den Fortgang einzelner Fehden haben, sondern auch mit den bis dato nur aus dem TV bekannten Showeinlagen und Promos rund um den Ring daher kommen. Gleich zu Beginn der RAW-Show aus London fordert Batista so zum Beispiel seinen jüngsten Bezwinger Chris Jericho auf, ihm ein Rückmatch um den frisch verlorenen „WWE World Heavyweight“-Titel zu geben. Doch mittels Videoeinspielung teilt Stephanie McMahon ihm mit, dass dies nicht an diesem Abend passieren würde. Anschließend richtet Randy Orton noch ein paar Worte seiner niederen Wertschätzung an Batista. Den Beginn der Kämpfe macht der Italiener Santino Marella in einem Match gegen den in die Jahre gekommenen Briten William Regal, das den Titel Kampf aber in keiner Weise rechtfertigt und selbst das Match von Marella gegen den Honky Tonk Man beim „Cyber Sunday 2008“ nahezu spektakulär erscheinen lässt. Mehr als ein wenig billige Stimmungserzeugung über einen Lokalpatrioten wird hier leider nicht geboten. Auch das Match von D-Lo Brown gegen Mike Knox ist kaum dazu geeignet, echte Kampfstimmung aufkommen zu lassen, aber wie in den Staaten ist auch die RAW-Show in Britannien mit einigen hohlen Luftblasen gefüllt.
Der erste ernstzunehmende Kampf ist ein „No Disqualification Match“ zwischen Kane und Rey Mysterio, die laut Steph McMahon den endgültigen Schlussstrich unter die Dauerfehde setzen soll. Dieses Ende war auch mehr als notwendig, da sich die Paarung zwischenzeitlich reichlich abgenutzt hatte und eigentlich schon mit dem Kampf beim „Cyber Sunday“ hätte beendet werden sollen. So gibt es beim Londoner Aufeinandertreffen der Beiden kaum noch etwas neues zu sehen, was mit der Zeit auch zu einer gewissen Langeweile führt. Nach einem weiteren Lückenfüller mit Batista gegen Cody Rhodes folgt der Kampf zwischen Mickie James und Beth Phoenix um den „WWE Women’s Championship“-Titel, der als erster kleinerer Höhepunkt gewertet werden darf. Dies nicht auf Grund der optischen Reize der Damen, was ja leider oftmals im Vordergrund der Damenkämpfe steht, sondern tatsächlich auf Grund der gezeigten Aktionen, die für die Damen-Division sehr ansehnlich sind. Anschließend geht es mit dem nächsten Kampf weiter, der ebenfalls einen Schlussstrich unter eine lang andauernde Fehde setzen sollte: Es folgte das „Last Man Standing Match“ zwischen Chris Jericho und Shawn Michaels. Auch hier muss gesagt werden, dass beide Kämpfer schon deutlich bessere Kämpfe abgeliefert haben, doch vor allem durch den Einsatzes von Waffen und Gegenständen wurde für einen guten Abschluss der Londoner RAW-Show gesorgt.
Auf der zweiten DVD gibt es eine Reihe mittelprächtiger ECW-Kämpfen mit Jack Swagger, The Miz und John Morrison gegen Cryme Tyme und Tommy Dreamer, sowie Mark Henry gegen Oliver Biney. Der Höhepunkt hierbei ist eindeutig das ECW-Title-Match zwischen Matt Hardy und Finlay. Das Match versteht es vollends zu überzeugen und bietet einen abwechslungs- und temporeich vorangetriebenen Schlagabtausch. Die ebenfalls auf der zweiten DVD platzierte SmackDown-Show beinhaltet Matches zwischen Matt Hardy und Shelton Benjamin, The Brian Kendrick und Carlito, Kung Fu Naki und MVP, sowie Maria gegen Michelle McCool. Letzt genanntes Match um den „WWE Diven“-Titel zeigt dann noch einmal klar auf, warum Frauenwrestling bei sehr vielen verpönt ist und die Diven besser gleich mit Nummertafeln im Bikini durch die Hallen spazieren sollten. Ein im Anschluss folgender Ausraster von Festus spricht dabei so manchem Fan aus dem Herzen, da die peinlichen Diven-Kampfeinlagen endlich abgeschafft werden sollten. Als Entschädigung gibt es anschließend als finalen Kampf der SmackDown-Show ein „Extreme Rules“-Match zwischen Jeff Hardy und dem Undertaker, das gleich von Begin an zu einem wilden Brawl ausartet, bei dem Hardy generell zwar unterlegen ist, aber immer gezielte Schläge setzen kann. Auch hier wurde ein versöhnliches Ende für die TV-Show gefunden.
Digitale Aufarbeitung:
Nichts neues zu vermelden gibt es bei der Bildqualität. Das Bild ist weiterhin gut anzusehen, mit Kompressionsartefakten muss man sich aber immer noch abfinden. Der Ton liegt diesmal als lediglich als englischer Kommentar vor, Untertitel gibt es keine.
Als Extra gibt es neben ein paar britischer Fanaussagen noch zwei alte Kämpfe, die in den 90er Jahren in UK ausgetragen wurden. Den ersten bestreitet der Undertaker gegen „Hacksaw“ Jim Duggan, beim zweiten geht es zwischen Shawn Michaels und Crush um den Intercontinental-Titel.
Fazit:
Mit den DVDs zu „Main Events“ kann „Live in the UK 2008“ ganz sicher nicht mithalten. Einige Promos und Kämpfe sind nicht mehr als Füllmaterial für die Shows, das man ganz sicher nicht für die Ewigkeit haben muss oder auch möchte. Doch mit Kämpfen wie dem zwischen Matt Hardy und Finlay oder Shawn Michaels und Chris Jericho, wird das üblichen TV-Show- Niveau dann aber doch deutlich überboten.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,78:1
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217:48 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Englisch Dolby Digital 2.0 |
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Untertitel:
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Keine |
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Bonusmaterial:
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- U.K. Fans love the WWE
- Undertaker vs. Jim Duggan
- Shawn Michaels vs. Crush (Intercontinental Championship Match)
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Live in the UK 2008
Live in the UK 2008
3 TV-Shows mit einer Mischung aus großen Kämpfen und unnützem Füllmaterial
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
UK / USA, 2008 Regie: - Drehbuch: - Darsteller: William Regal, Santino Marella, D-Lo Brown, Mike Knox, Rey Mysterio, Kane, Batista, Cody Rhodes, Mickie James, Beth Phoenix, Shawn Michaels, Chris Jericho, Matt Hardy, Shelton Benjamin, Carlito, The Brian Kendrick, Kung Fu Naki, MVP, Maria, Michelle McCool, Jeff Hardy, Undertaker, Cryme Tyme, Tommy Dreamer, John Morrison, The Miz, Jack Swagger, Mark Henry, Oliver Biney, Matt Hardy, Finlay
Label :
SilverVision
Verkaufsstart : 09.03.2009
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