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DVD-Besprechung - Winnetou darf nicht sterben
Story:
„Winnetou darf nicht sterben“ widmet sich dem Leben des französischen Schauspielers Pierre Brice, wobei der Fokus natürlich auf seiner Rolle des Indianerhäuptlings liegt. Außer Brice selbst kommen noch Weggefährten wie Christiane Krüger und Mario Adorf zu Wort.
Meinung zum Film:
Regisseur Oliver Schwehm ist filmisch bisher ein unbeschriebenes Blatt. Im Dezember 2005 interviewte er Pierre Brice für die Italowestern-Dokumentation „Denn sie kennen kein Erbarmen“. Recht schnell wuchs in ihm der Wunsch, eine eigene Dokumentation nur über Pierre Brice, bzw. über seine berühmteste Filmfigur „Winnetou“ zu drehen. Brice lehnte zunächst ab, weil er keine Lust hatte, weiterhin nur auf seine Indianerrolle reduziert zu werden, willigte dann aber nach dem Versprechen, dass auch seine anderen Arbeiten thematisiert werden, ein. Herausgekommen ist ein interessanter und kurzweiliger Einblick in das Leben von Brice.
Der US-Western war zu Beginn der 60er Jahre tot, umso mehr war die Idee des Produzenten Horst Wendtland, die Karl-May-Romane zu verfilmen, ein großes Risiko. Der Erfolg in Deutschland war jedoch riesig, und mit dem zuvor gänzlich unbekannten Brice war ein neuer Star geboren. Interessanterweise ist er in Frankreich bis heute eher ein Niemand, während er sich hier in Deutschland kaum unerkannt auf der Straße bewegen kann. Schwehm lässt Brice ausführlich zu Wort kommen und reist mit ihm auch an die alten Drehorte der Winnetou-Filme. Darüber hinaus kommen auch alte Weggefährten oder Bekannte zu Wort, beispielsweise Lex Barkers Sohn Christopher Barker oder Mario Adorf.
Geschmückt wird die Doku durch zahlreiche Filmausschnitte, die beim Ansehen wieder Lust auf die Karl-May-Filme machen. Zwar wollte Brice, wie eingangs erwähnt, den Fokus zunächst nicht auf den Winnetou-Filmen gesetzt sehen, dennoch ist klar, dass diese überdurchschnittlich intensiv thematisiert werden. Sein Werdegang und seine sonstigen Werke werden zu Beginn dennoch relativ erschöpfend abgehandelt. Auch der kurz nach dem großen Erfolg der Winnetou-Filme aufkommende Italowestern wird kurz angesprochen. In einer besonders launigen Szene darf sich Brice als Clint Eastwood versuchen und dazu gibt es einen abgewandelten „Django“-Soundtrack zu hören, der als Gag wunderbar funktioniert. Ein weiterer Höhepunkt der Doku ist sicher der Part, in dem es um Brice’ Rolle in der heute vollkommen vergessenen deutsch-britischen Science-Fiction-Serie „Starmaidens“ ("Die Mädchen aus dem Weltraum") geht.
Digitale Aufarbeitung:
Die Bildqualität ist wie zu erwarten sehr gut geworden und bietet keinen Anlass zur Klage. Der deutsche Ton ist ebenfalls qualitativ gut.
Als Extras gibt es eine weitere, rund 45-minütige Dokumentation über Pierre Brice’ Reise zurück zu den alten Drehorten in Kroatien. Anschließend kann man sich noch Interviews mit alten Kollegen wie Mario Adorf, Rik Battaglia und anderen Brice-Kennern ansehen. Abgeschlossen werden die Special Features mit einer Bildergalerie. Der DVD liegt noch ein 16-seitiges Booklet bei, in dem Regisseur Schwehm an die Entstehung des Films erinnert.
Fazit:
„Winnetou darf nicht sterben“ bietet einen interessanten und kurzweiligen Einblick in das Leben von Pierre Brice, dessen Schwerpunkt natürlich auf seiner Paraderolle des edlen Indianerhäuptlings liegt. Die DVD-Qualität ist sehr gut und die Extras gestalten sich ebenfalls interessant.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,85:1
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60:15 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 2.0 | Französisch Dolby Digital 2.0 |
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Untertitel:
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Keine |
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Bonusmaterial:
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- Booklet
- "Auf Winnetous Spuren nach Kroatien"
- Interviews
- Bildergalerie
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Winnetou darf nicht sterben
Winnetou darf nicht sterben
Interssanter Einblick in das Leben von Pierre Brice
Autor der Besprechung:
Andreas Schultz
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Deutschland, 2008 Regie: Oliver Schwehm Drehbuch: Oliver Schwehm Darsteller: Pierre Brice, Christiane Krüger, Mario Adorf
Label :
Koch Media Entertainment
Verkaufsstart : 06.02.2009
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