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DVD-Besprechung - Das Lächeln der Sterne

Story:
Adrienne Willis (Diane Lane) lebt getrennt von ihrem Ehemann (Christopher Meloni), der allerdings gerne wieder zu ihr und seinen beiden Kindern zurückkehren möchte. Adrienne kommt es nach der Eröffnung dieses Wunsches sehr gelegen, dass sie das einsam am Strand gelegene Hotel ihrer Freundin Jean (Viola Davis) für ein paar Tage hüten soll, da sie dort den Kopf frei hat, um über eine mögliche Rückkehr ihres untreuen Ex-Gatten nachzudenken. Doch der einzige Gast im Haus, der Arzt Dr. Paul Flanner (Richard Gere) macht es unmöglich, dass Adrienne Zeit zum Nachdenken hat, beeinflusst ihre Einstellung zur Trennung von ihrem Mann aber nachhaltig.

Meinung zum Film:
„Das Lächeln der Sterne“ entstand nach dem gleichnamigen Roman von Erfolgsautor Nicholas Sparks. Seine Bücher lassen vor allem Frauenherzen in der ganzen Welt höher schlagen und sorgen oftmals für Tränen der Rührung. Mit „Message in a Bottle“ und „Wie ein einziger Tag“ wurden bereits zwei seiner Werke sehr erfolgreich verfilmt und dürften fester Bestandteil so manches Frauen-TV-Abends sein. Mit „Das Lächeln der Sterne“ ging der vierte Film in das Rennen um die Gunst des Publikums und es stellt sich natürlich die Frage, ob er den hohen Herzschmerz-Wohlfühl-Faktor von „Message in a Bottle“ oder „Wie ein einziger Tag“ bieten kann, ob er sich eher in die Mittelmäßigkeit von „Nur mit dir“ gesellt. Bei der Besetzung wurde auf jeden Fall nichts falsch gemacht. Diane Lane („Frau mit Hund sucht Mann mit Herz“) und Richard Gere („Chicago“) haben bereits bei „Untreue“ bewiesen, dass die Chemie zwischen ihnen stimmt und auch die Rollen waren ihnen wie auf den Leib geschrieben.

Diane Lane agiert bestens in der Rolle der von Selbstzweifeln geplagten Mutter, die über eine Rückkehr zu ihrem schon lange nicht mehr geliebten Ex-Ehemann nachdenkt, nur um ihren Kindern dadurch ein vermeintlich warmes Nest zu bieten. Richard Gere schafft es in gewohnter Routine, einen smarten Arzt zu geben, der durch eine auf seinem OP verstorbene Patientin ebenfalls an Selbstzweifeln zu zerbrechen droht. Und eben diese beiden, fast schon desillusionierten Persönlichkeiten treffen nun in einem malerischen Hotel direkt am Strand aufeinander und beginnen sich gegenseitig den Spiegel vor die Nase zu halten und dem jeweils anderen zu sagen, wie falsch er mit seinen inneren Zwängen und seiner Selbstgeißelung doch liegt. Das kann wunderbar funktionieren, in diesem Fall funktioniert es aber leider nur sehr begrenzt. Das größte Problem dabei ist, dass die gesamte Geschichte sehr gehetzt vorgetragen wirkt. Regisseur George C. Wolfe, der mit „Das Lächeln der Sterne“ sein Kinodebüt feierte, und die Drehbuchautoren Ann Peacock („Die Chroniken von Narnia“) und John Romano („Ein (Un)möglicher Härtefall“) nehmen sich zu wenig Zeit, um auch mal einfach nur im Moment zu verweilen und ihren beiden Helden die Möglichkeit zu geben, Herzenswärme auszustrahlen. Es gibt zu wenig Momente, in denen man ihre Gefühle richtig miterleben darf.

Dabei ist gerade das notwendig, damit eine Nicholas-Sparks-Verfilmung wirklich gelingen kann. So wird zwar überdeutlich gemacht, dass nicht jeder Sturm der heran zieht auch unbedingt losbrechen muss und dass nach einem Sturm auch immer wieder die Sonne scheint, doch das Gefühlsleben der beiden Protagonisten bleibt sehr speziell auf den Punkt gebracht, ohne jede Facette. Es wird sicherlich klar, dass Adrienne und Paul über ihre gegenseitige Liebe erkennen, was sie bislang in ihrem Leben vermisst haben, aber wieso es überhaupt soweit gekommen ist, kann man als Zuschauer nur schemenhaft erahnen. Ein großes Plus des Films sind die teils sehr schön eingefangenen Landschaftsaufnahmen. Doch selbst die durch die Bilder aufgebaute, gute Atmosphäre wird getrübt, wenn Richard Gere und Diane Lane beim aufkommenden Sturm vor einem schlecht einkopierten Hintergrund agieren. Und so sitzt man nach dem Film und fragt sich, was man vom eben gesehenen nun letzten Endes halten soll. Langeweile ist zwar nicht aufgekommen, sonderlich gut unterhalten fühlt man sich aber auch nicht. So lautet die Antwort auf die eingangs gestellte Frage hinsichtlich der Einteilung des Filmes wohl, dass dieser sich irgendwo im grauen Mittelmaß befindet.

Digitale Aufarbeitung:
Das Bild kann hinsichtlich der Schärfe nicht immer ganz überzeugen, allerdings ohne dabei einen wirklich schlechten Eindruck zu hinterlassen. Dafür sind die Farben überwiegend sehr gut abgestimmt und überzeugen mit einem natürlichen Charakter. Der deutsche Ton in Dolby Digital 5.1 ist sehr gut verständlich. Große Surroundeffekt können schon allein genrebedingt nicht erwartet werden.

Als einziges Extra gibt es 4 nicht verwendete Szenen und eine vollständige Version des im Film vorgetragenen Songs "Before I met you", alles mit einem Kommentar von Regisseur George C. Wolfe.

Fazit:
„Das Lächeln der Sterne“ ist für Nicholas-Sparks-Anhänger sicherlich enttäuschend. Eine überhastet vorgetragen Geschichte und eine flüchtige Characterzeichnung der Protagonisten sorgen dafür, dass der Funke nie so recht vom Bildschirm auf den Zuschauer überspringen will. Den Film kann man sich sicherlich anschauen, man verpasst aber auch ganz sicher nichts, wenn man es sein lässt.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 06
2,40:1
2,40:1
93:00 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Englisch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Spanisch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Untertitel:
Dänisch, Deutsch, Deutsch für Hörgeschädigte, Englisch, Finnisch, Holländisch, Norwegisch, Portugiesisch, Schwedisch
Bonusmaterial:
  • Szenen, die im Hurrikan verloren gingen
Das Lächeln der Sterne - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Das Lächeln der Sterne
Nights in Rodanthe

Bild unseres Mitarbeiters Michael Tomiak
Das wärmende Lächeln der Sterne leuchtet leider nicht über diesem Film


Autor der Besprechung:
Michael Tomiak

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA / Australien, 2008
Regie:
George C. Wolfe
Drehbuch:
Ann Peacock, John Romano (nach dem Roman von Nicholas Sparks)
Darsteller:
Diane Lane, Richard Gere, Christopher Meloni, Scott Glenn, Mae Whitman, Christopher Meloni, Charlie Tahan, Pablo Schreiber, James Franco

Label Deutschland :
Warner Home Video Germany
Verkaufsstart Deutschland :
17.02.2009