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Blu-ray-Besprechung - Apocalypse Code
Story:
Die Welt wird bedroht und nur wenige Menschen wissen von der Gefahr. Ein arabischer Terrorist hat vier nukleare Sprengköpfe in seine Gewalt gebracht und in vier großen Städten in vier verschiedenen Ländern versteckt. Durch einen elfstelligen Code können diese scharf geschaltet werden und ein simpler Telefonanruf kann Millionen Menschen den Tod bringen. Als erste reagiert der russische Geheimdienst und setzt seine Top-Agentin Darya (Anastasya Zavorotnyuk) auf de Kernwaffen an. Doch bald schon tritt ein weiterer unbekannter Terrorist auf den Plan und versucht seinerseits, die Kontrolle über die Sprengköpfe zu übernehmen. Es beginnt ein Wettlauf rund um den Globus.
Meinung zum Film:
Die russische 20 Millionen-Dollar-Produktion „Apocalypse Code“ bietet unterhaltsame Actionunterhaltung der soliden Sorte. Dass dieser Film kein echter Reißer wurde liegt daran, dass es einige handwerkliche Unsauberkeiten in der ersten Filmhälfte gibt. Es gibt teilweise zu schnelle Szenenübergänge und einige logische Sprünge, die nur schwer nachzuvollziehen sind. Das größte Manko ist aber die deutsche Synchronisation, die den Zuschauer fast in die Fernbedienung beißen lässt. Während die Hauptdarsteller noch ordentlich gesprochen werden, fallen die Nebencharaktere völlig ab und man kommt sich vor wie auf einer Schulaufführung. Und mit dieser Einschätzung tut man den Schüler noch Unrecht. Der übrige Eindruck von dem Actionstreifen ist in Ordnung und gleich zu Beginn gibt es einen fulminanten Auftakt, der zudem über sehr gute Kameraperspektiven verfügt.
Der Film wurde Anastasya Zavorotnyuk voll auf den Leib geschneidert und die Vorzüge der aparten Russin hervorgehoben. Die nur 1,62 m große Schauspielerin hat bislang in nur wenigen russischen Produktionen mitgewirkt. Die Szenerie erinnert ein wenig an die neuen James-Bond-Filme, die sich mittlerweile fast nur noch über die knallharte Action definieren. Dadurch bleiben die Charaktere recht stereotyp, was auch für die Handlung gilt. Die Heldin bedient alle Klischees über Frauen bzw. das Drehbuch lässt diese gezielt einsetzen. Im völligen Kontrast dazu steht dann allerdings ihre Agentenausbildung und sie legt ihre Gegner reihenweise aufs Kreuz. Ihr Charakter ist aber nicht auf eiskalte und gefühllose Killermaschine ausgerichtet, sie ist auch eine Frau mit Herz und Gefühlen, was immer wieder durchkommt.
Voll auf der Haben-Seite befinden sich sehr gute Stuntszenen und Actionaufnahmen. Alles, was das Herz des Genrefans begehrt, findet sich hier in einem bunten Mix wieder. Obwohl die Messlatte mit dem wuchtigen Beginn recht hoch gelegt wurde, kann sich der Film dennoch steigern. Kleinere und größere Kampfeinlagen passen sich gut in die etwas über 100 Minuten Laufzeit gut ein und echte Langweile tritt nie ein. Dafür sorgen bewaffnete Hubschrauber, schnelle Boote und natürlich auch schicke Autos. Solche Standards erfüllt „Apocalypse Code“ hinlänglich.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild der Blu-ray kann sich sehen lassen. Zum einen sind die Farben sehr harmonisch ausgefallen, zum anderen sorgt der gute Kontrast jederzeit für Durchblick und Feinheiten, auch bei dunklen Szenen. Die Bildschärfe sorgt für viele erkennbare Details und das auch in der räumlichen Tiefe. Das einzige was man an dem Bild kritisieren kann, ist die fehlende Klarheit. Im Vergleich zum Klang der schwachen DVD, wurde der Sound der Blu-ray scheinbar übearbeitet und alle Schwächen beseitigt. Die Dialoge sind gut verständlich und die Nebengeräusche passen sich harmonisch an. Vor allem die Actionszenen haben nun auch beim Sound richtig was zu bieten.
Einziges Extra ist das gut halbstündige Making Of, das ebenfalls wie auf der DVD lediglich in russisch vorliegt und keine deutschen Untertitel hat. Der Informationsgehalt geht gegen Null. Die Extras sind, im Vergleich zur DVD, deutlich gekürzt worden. Es fehlen drei Bildergalerien, Teaser, Trailer und ein Musikvideo und es ist ein echtes Rätsel, warum diese nicht den Weg auf die Blu-ray gefunden haben.
Fazit:
„Apocalypse Code“ ist ein waschechter Actionfilm aus dem Agentengenre. Die Handlung und die Actionszenen stehen einem Bond-Film in nichts nach, nur kleinere Unzulänglichkeiten trüben ein wenig den ansonsten guten Gesamteindruck. Dem guten Bild steht ein guter Ton zur Seite. Die Extras sind miserabel.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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2,35:1
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105:31 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch DTS-HD Master Audio 5.1 | Russisch DTS-HD Master Audio 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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Apocalypse Code
Kod apokalipsisa
Ordentlicher Agentenfilm mit einer hübschen Agentin
Autor der Besprechung:
Jörg Hesse
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Russland, 2007 Regie: Vadim Shmelev Drehbuch: Denis Karyshev, Vadim Shmelev Darsteller: Anastasya Zavorotnyuk, Vincent Perez, Vladimir Menshov, Oskar Kuchera, Ron Cramer
Label :
MiG Film
Verkaufsstart : 11.11.2010
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