Splashpages  Home Movies  Rezensionen  Rezension  Das Mörderschiff
Partner von Entertain Web
http://www.splashmovies.de/php/images/spacer.gif
The DescendantsLucky TroubleDas Todesspiel

In der Datenbank befinden sich derzeit 3.899 Rezensionen. Alle Rezensionen anzeigen...

DVD-Besprechung - Das Mörderschiff

Story:
Eine Bande hat sich darauf spezialisiert, Goldtransporte der britischen Krone zu überfallen. Nachdem bereits zwei Agenten des Geheimdienstes bei dem Versuch, die Bande zu überführen, ums Leben gekommen sind, soll nun Philip Calvert (Anthony Hopkins) die Sache aufklären. Getarnt als Meeresbiologe begibt er sich mit seinem Assistenten Hunslett (Corin Redgrave) auf die Suche. Alle Spuren führen zum Yachtbesitzer Sir Skouras (Jack Hawkins) und dessen vermeintlicher Gattin Charlotte (Nathalie Delon).

Meinung zum Film:
Philip Calvert (Anthony Hopkins) und sein Freund Hunslett (Corin Redgrave), beides Geheimagenten des britischen Nachrichtendienstes, erhalten von ihrem Chef "Onkel Arthur" (Robert Morley) den Auftrag, dem mysteriösen Verschwinden mehrerer Schiffe auf den Grund zu gehen. Eigentlich noch kein Job für die Regierung, doch da die verschollenen Schiffe Gold geladen hatten, sieht die Sache schon wieder ganz anders aus. Calvert und Hunslett entdecken eines der Schiffe, das nun unter neuer Flagge und neuem Namen fährt. Die Spur führt zum griechischen Millionär Skouras (Jack Hawkins), auf dessen Yacht Calvert bald dessen Gemahlin Charlotte (Nathalie Delon) kennenlernt. Doch auf wessen Seite steht die Schönheit in Wirklichkeit?

"Das Mörderschiff" basiert auf dem gleichnamigen Roman des bekannten Thrillerautors Alistair MacLean, der auch das Drehbuch zum Film beisteuerte. Inhaltlich bietet der Streifen allerdings wenig Spektakuläres und wirkt über weite Strecken 1:1 von James Bond abgekupfert. Im Büro des Geheimdienstchefs könnte genauso gut M sitzen und auch das Schiffssetting findet sich in genügend 007-Thrillern wieder. Teilweise fühlt man sich ebenfalls an "Sprengkommando Atlantik" erinnert, der allerdings einen deutlich höheren Unterhaltungswert bot. Zwar ist "Das Mörderschiff" nicht unbedingt ein schlechter Film und an einigen Stellen auch durchaus spannend, kann aber andererseits nicht wirklich aus der Mittelmäßigkeit herausragen. Dafür sorgt u.a. die relativ unaufwändige Inszenierung, zudem bietet Anthony Hopkins dem Zuschauer kaum die Möglichkeit, sich mit der Hauptfigur zu identifizieren. Im Gegensatz zum immer charmanten Bond wirkt Hopkins als Calvert einfach nicht sympathisch genug, um den Zuschauer auf seine Seite zu ziehen. Vielleicht hätte man ihn lieber den Bösewicht spielen lassen sollen ...

Das größte Problem des Films besteht allerdings darin, dass die Handlung für den Zuschauer kaum nachvollziehbar ist. Zwar gibt es direkt zu Beginn von "Das Mörderschiff" einen Rückblick auf das Briefing der Agenten, doch worum es eigentlich geht, weiß man trotzdem nicht so wirklich. Dies kann aber auch daran liegen, dass im weiteren Verlauf des Films offensichtlich kein großer Wert mehr auf eine logische Handlung, sondern stattdessen der Fokus auf alle möglichen mehr oder weniger gelungenen Actionszenen gelegt wurde. Während beim Vorbild James Bond die Actioneinlagen die Handlung voranbringen, scheint hier eher das Gegenteil der Fall zu sein und die dünne Handlung lediglich dazu zu dienen, dass sich der Film von einer Actionsequenz zur nächsten hangeln kann. Da werden Helikopter in die Luft gejagt, sich Verfolgungsjagden auf See abgeliefert und versunkene Schiffe ausgebeutet - und all das ohne logischen Zusammenhang. Wenn man die Actionszenen beliebig durchmischen würde, würde der Film immer noch genauso viel oder wenig funktionieren.

Digitale Aufarbeitung:
"Das Mörderschiff" kommt auf DVD mit durchschnittlicher Bildqualität daher. Der anamorphe Transfer rauscht etwas, zudem könnten Farben und Kontrast kräftiger sein. Der Bildstand ist gelegentlich etwas unruhig, außerdem lassen sich hin und wieder analoge Defekte und Verschmutzungen ausmachen. Die Schärfe bewegt sich - gerade im Detailbereich - auf mittelmäßigem Niveau, liegt aber noch in einem annehmbaren Rahmen, da das Bild nicht zu verschwommen wirkt. Tonspuren gibt es in Mono auf Deutsch und Englisch. Beide liefern gut verständliche Dialoge, lassen aber aufgrund des doch leicht blechernen Klangs das Alter der Produktion erkennen.

Als Bonusmaterial gibt es lediglich den Trailer zum Film. Die Veröffentlichung hat bereits das große FSK-Logo auf der Frontseite, verfügt aber über ein Wendecover.

Fazit:
"Das Mörderschiff" ist eine stellenweise durchaus spannende James-Bond-Kopie auf Basis des gleichnamigen Romans von Alistair MacLean, die allerdings darunter zu leiden hat, dass die Handlung für den Zuschauer nicht wirklich nachvollziehbar ist und Anthony Hopkins einfach keinen sympathischen Agenten abgibt. Die technische Qualität der DVD liegt in Anbetracht des Alters im annehmbaren Bereich, Bonusmaterial bekommt man allerdings - mit Ausnahme des Trailers - nicht geboten.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 16
2,35:1
2,35:1
90:09 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Englisch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Untertitel:
Keine Untertitel vorhanden.
Bonusmaterial:
  • Trailer
Das Mörderschiff - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Das Mörderschiff
When Eight Bells Toll

Bild unseres Mitarbeiters Jano Rohleder
James-Bond-Kopie mit schwacher Story


Autor der Besprechung:
Jano Rohleder

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Großbritannien, 1971
Regie:
Etienne Périer
Drehbuch:
Alistair MacLean
Darsteller:
Anthony Hopkins, Robert Morley, Nathalie Delon, Jack Hawkins, Corin Redgrave

Label Deutschland :
MiG Film
Verkaufsstart Deutschland :
12.02.2009