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DVD-Besprechung - Merlin - Die Rückkehr
Story:
Merlin (Rik Mayall) hat Mordred (Craig Sheffer), den mächtigen und bösen Zauberer, für die letzten 1500 Jahre durch einen Zauberspruch in einer anderen Dimension gefangen gehalten. Aber heute, im 20. Jahrhundert, hat die Wissenschaftlerin Maxwell (Tia Carrere) ein Tor in diese andere Welt gefunden und befreit so den auf Rache sinnenden Mordred. Aber auch König Arthur (Patrick Bergin) ist aus seinem Schlaf erwacht und gemeinsam mit Merlin macht er sich auf, Mordred zu stoppen.
Meinung zum Film:
Wer kennt sie nicht, die Legenden um König Artus, den strahlenden Herrn auf Camelot? Seit dem Mittelalter fasziniert die Persönlichkeit des Sagenkönigs - den es in der uns geläufigen Form nie gegeben hat - die Menschen. Kein Wunder, dass Artus schon damals Held zahlreicher Lieder und Schriften war. Auch in unserer Zeit ebbt die Faszination Artus nicht ab. Mit "Der König auf Camelot" schrieb T.H. White Mitte des 20. Jahrhunderts einen der berühmtesten Artus-Romane aller Zeiten, dessen erster Teil ("Das Schwert im Stein") als Grundlage für Walt Disneys Film "Die Hexe und der Zauberer" diente. Auch Realfilme gibt es immer wieder, zu den bekanntesten dürften unter anderem "Der erste Ritter" und "King Arthur" gehören. Während Ersterer eher eine romantische Richtung einschlug und Sean Connery in der Rolle des Herrn über Camelot zeigt, näherte sich Zweiterer dem Thema auf einer etwas realistischeren Ebene und stellte Artus/Arthur als den römischen Feldherrn (gespielt von Clive Owen) dar, der er vielleicht gewesen sein mag. Neben Artus selbst gibt es aber noch eine weitere Figur, die man fast automatisch mit der Legende von den Rittern der Tafelrunde in Verbindung bringt: Merlin, der weise Zauberer. Dieser ist auch Titelheld des vorliegenden Films, der allerdings der glorreichen Legende nicht wirklich Ehre macht ...
England, vor rund 1500 Jahren: Arthurs Truppen sind im Kampf gegen das Böse weit in der Unterzahl und kurz davor, geschlagen zu werden. Um sie zu retten, lässt sie Merlin (Rik Mayall) in einen langen, langen Schlaf fallen und verbannt gleichzeitig den bösen Zauberer Mordred (Craig Sheffer) und seine dämonischen Horden in eine andere Dimension. Merlin selbst wandert seitdem durch die Lande und wird von den Leuten für einen seltsamen alten Einsiedler gehalten. Das ging auch alles lange Zeit gut ... bis zur Gegenwart. Die machtgierige Wissenschaftlerin Joan Maxwell (Tia Carrere) experimentiert mit den magnetischen Flüssen der Erde, die die Quelle der Kraft Merlins darstellen. Dabei hat sie es irgendwie zufällig geschafft, mit Mordred in Kontakt zu treten, der natürlich aus seiner Verbannung befreit werden will. Nun liegt es an Merlin, das zu verhindern. Unterstützung bekommt er dabei von dem 14-jährigen Richie (Byron Taylor), der nach dem Tod seines Vaters von Amerika nach England gezogen ist, und der 13-jährigen Kate (Leigh Greyvenstein), der langweilig ist, weil sie in den Sommerferien nichts zu tun hat. Und auch weitere Hilfe naht im Kampf gegen das Böse: Der Zauber, den Merlin über Arthur (Patrick Bergin) und seine Mannen legte, schwächelt nämlich langsam ebenfalls und lässt die Helden aus ihrem Tiefschlaf erwachen. Nicht vergessen werden dürfen natürlich außerdem Lancelot (Adrian Paul) und Arthurs Frau Guinevere (Julie Hartley), die damals wegen ihres Verrats ins Exil verbannt wurden ...
Mit einem fähigen Regisseur und Drehbuchautor hätte man aus der doch extrem fantasylastigen Story sicher einiges herausholen können. Doch Paul Matthews scheitert mit seinem Versuch an allen Enden und Ecken. Die Kinoproduktion, die den Look eines extrem billigen TV-Films hat und wie eine missratene Mischung aus den "Power Rangers" und Mario Bavas Fernsehmärchen wirkt, macht leider kaum etwas richtig und kann das junge Zielpublikum nicht wirklich bei der Stange halten. Merlin zeigt so gut wie gar nichts von seiner Magie und auch der Humor kommt deutlich zu kurz. Dafür bekommt man plumpe, grauenhaft klingende Dialoge geboten, die die Erwachsenen peinlich albern und die Kinder übertrieben altklug klingen lassen. Welche Kids wollen Gleichaltrige sehen, die sich wie ihre Eltern anhören? So können auch die (größtenteils sehr erfahrenen) Schauspieler in dieser Produktion kaum überzeugen und bleiben weit hinter ihren Möglichkeiten zurück. In Anbetracht der miserablen Qualität des Films erscheint es fast schon etwas selbstironisch, dass man für das Frontcover der DVD dann auch noch ein Foto von Adrian Paul ausgewählt hat, das aus dem acht Jahre später entstandenen "Highlander - The Source" stammt und ihn nicht als langhaarigen Lancelot, sondern als kurzhaarigen Duncan MacLeod mit Pelzkragen-Jacke zeigt ...
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild der DVD hinterlässt - wie der Film - eher den Eindruck einer TV-Produktion der 1990er. Alles wirkt etwas weichgezeichnet und die Farben könnten ein bisschen kräftiger sein. Der Transfer weist relativ starkes Hintergrundrauschen auf, das aber nicht allzu unangenehm auffällt. Gelegentlich lässt sich in einfarbigen Flächen leichtes Blockrauschen ausmachen, ansonsten zeigen sich keine größeren kompressionsbedingten Probleme. Der Ton liegt auf Deutsch und Englisch in Stereo vor und bietet klar verständliche Dialoge. Spektakuläre Klänge darf man dabei aber natürlich nicht erwarten.
Als Bonusmaterial gibt es lediglich den Trailer zum Film.
Fazit:
Wo "Merlin - Die Rückkehr" schon als TV-Produktion kaum überzeugen würde, ist der Streifen als Kinofilm einfach inakzeptabel. Die Story an sich könnte durchaus Spaß machen, wenn das Drehbuch nicht so schlecht wäre und nicht alles so unglaublich billig wirken würde. Da kommt auch die erfahrene Darstellerriege schnell an ihre Grenzen. Die technische Qualität der DVD ist nicht schlecht, entspricht aber - wie der Film - einer TV-Produktion aus den 1990ern. Bonusmaterial bekommt man außer dem Trailer nicht geboten.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,85:1
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87:38 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 2.0 | Englisch Dolby Digital 2.0 |
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Untertitel:
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Keine Untertitel vorhanden. |
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Bonusmaterial:
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Merlin - Die Rückkehr
Merlin - The Return
Schlechtes Drehbuch, schlechte Produktion, schlechter Film
Autor der Besprechung:
Jano Rohleder
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Großbritannien, 1999 Regie: Paul Matthews
Drehbuch: Paul Matthews
Darsteller: Rik Mayall, Patrick Bergin, Craig Sheffer, Adrian Paul, Tia Carrere
Label :
MiG Film
Verkaufsstart : 19.03.2009
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