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DVD-Besprechung - iCarly: Überlass es mir - Staffel 1.1
Story:
Carly (Miranda Cosgrove), deren Vater ein im Ausland stationierter Soldat ist, lebt allein mit ihrem 26-jährigen Bruder Spencer (Jerry Trainor) in einer großen Wohnung. Eines Tages kommt sie durch eine Strafarbeit auf die Idee, ihre eigene Webshow im Internet zu starten: iCarly ist geboren!
Meinung zum Film:
Die 13-jährige Carly (Miranda Cosgrove) hat es schon nicht leicht mit ihrer relativ
unsensiblen Freundin Sam (Jennette McCurdy). Die schlägt nämlich nicht nur gerne mal etwas
lautere Töne an, sondern bringt sich auch immer wieder in die unmöglichsten Situationen.
Gerade erst hat sie an der Schule Flugblätter verteilt, die den Kopf ihrer nervigen Lehrerin
Ms. Briggs (Mindy Sterling) auf dem Rumpf eines Rhinozeros zeigen - worüber die Dame
natürlich alles andere als erfreut ist. Dumm nur, dass Sam in diesem Schuljahr bereits zwei
Verwarnungen kassiert hat und sich eine dritte nicht erlauben kann. Also muss Carly ran und
die Schuld auf sich nehmen. Zur Strafe wird ihr aufgebrummt, das Wochenende in der Schule zu
verbringen und sich um das Casting zum Talentwettbewerb zu kümmern, das eigentlich Ms.
Briggs organisieren sollte. Da das Ganze auch noch aufgenommen werden soll, damit die
gemütlich daheim bleibende Lehrerin später einen Blick auf die potenziellen Talente werfen
kann, muss eine Kamera her. Zum Glück ist Nachbarsjunge Freddie (Nathan Kress), der tierisch
auf Carly steht und alles für sie tun würde, ein Technikass und kann alles Nötige
bereitstellen.
Am Samstag finden sich also Carly, Sam und Freddie in der Schule ein, um sich Stunden über
Stunden ihre mehr oder weniger talentierten Mitschüler anzusehen und diese auf Film zu
bannen. Abends soll das Castingvideo dann auf eine Videosharing-Website hochgeladen werden,
damit Ms. Briggs gleich einen Blick darauf werfen kann. Zu blöd, dass Freddie dabei ein
Missgeschick passiert: Während einer Pause beim Casting hatte er aufgenommen, wie sich Carly
und Sam herumblödelnd über Ms. Briggs lustig gemacht haben - und statt diese Stelle, wie er
eigentlich vorhatte, aus dem Video rauszuschneiden, hat er alles andere herausgeschnitten,
sodass der Castingfilm nur die Blödelszene enthält. Zwar lässt sich der Clip zum Löschen
markieren, doch ist die Website redaktionell betreut und das Entfernen wird, da ja Wochenende
ist, frühestens 24 Stunden später vorgenommen. Natürlich ist das Entsetzen bei Carly und Sam
groß, doch als sie sich die Kommentare zu ihrem Clip anschauen (den mittlerweile bereits um
die 30.000 Leute gesehen haben), stellen sie erstaunt fest, dass den Website-Besuchern ihr
Herumgealbere gefallen hat und alle ganz begeistert sind. Als dann auch noch am Montagmorgen
Ms. Briggs die von ihnen für interessant befundenen "Talente" als Blödsinn abtut und lieber
irgendwelche Langweiler aus der Teilnehmerriege auswählt, wird für Carly schnell klar: eine
eigene Webshow muss her. Ganz ohne Erwachsene, mit völliger Freiheit über den Inhalt. Mit
Freddies Know How ist das natürlich kein Problem und innerhalb kürzester Zeit geht "iCarly"
im Internet auf Sendung. Thema der ersten Show: Ausgefallene Talente!
"iCarly" ist eine nette Comedy-Serie für Kids von Nickelodeon, die allerdings nicht an den
Unterhaltungswert und den Humor der beliebten Disney-Channel-Reihen wie "Hannah Montana"
heranreichen kann. Die Gags sind etwas flacher und gehen öfters auch schon mal - Nick-typisch - in eine zotenhafte Richtung. Nach Logik oder Realismus sollte man außerdem nicht
unbedingt suchen. Wer meinte, ein Teenie-Popstar, der ein geheimes Doppelleben als normales
Mädchen führt, sei etwas weit hergeholt, hat noch nicht "iCarly" gesehen ... Klar, dass drei
Kids eine Webshow aufziehen, ist nichts wirklich Außergewöhnliches, aber das Ganze wird hier
extrem übertrieben dargestellt. Von einem Tag auf den anderen stapft Freddie eine komplette
Website samt zugehöriger Top-Level-Domain (iCarly.com) aus dem Boden, die professioneller
aussieht als die vieler Fernsehsender. Eine vollständige Studioeinrichtung samt Greenscreen
schüttelt er natürlich auch mal eben aus dem Ärmel. Ja, 14-Jährige haben erstaunlich viel
drauf, aber das ist dann doch ein bisschen too much. In ihrem Overdo-Wahn hätten die
Macher der Serie dann wenigstens darauf achten können, Carlys Show nicht in einem
Videoplayer mit Zeitbalken-Anzeige darzustellen ... die gibt's nämlich bei Livestreams
logischerweise nicht. Aber auch in den Storys selbst tauchen gerne mal Logikfehler auf.
Beispielsweise brüten Carly und Sam für ein Naturwissenschafts-Experiment ihrer Schule ein
paar Hühnereier in einem Inkubator aus und übertragen dies in ihrer Show. Dumm nur, dass die
Küken früher als geplant schlüpfen und sich danach in der ganzen Wohnung verstecken - also
irgendwie allein aus dem Brutkasten entkommen sein müssen. Als die Freunde die Kleinen
wieder nacheinander einsammeln, stopfen sie sie allerdings genau in denselben Kasten zurück
- und diesmal bleiben die Küken komischerweise drin, warum auch immer. Apropos Wohnung ... Etwas seltsam ist
es ja schon, dass Carly und ihr Bruder Spencer (Jerry Trainor), ein durchgeknallter Künstler
Mitte 20, in einer dreistöckigen Wohnung in einem Mietshaus leben und sogar einen riesigen
Aufzug im Wohnzimmer haben, der sie von einem Stockwerk ihrer Wohnung zum anderen fahren
kann. Wenn man bei diesen Merkwürdigkeiten nicht so genau hinsieht (und das wird die
Zielgruppe wohl sowieso nicht), bekommt man mit "iCarly" aber eine durchaus unterhaltsame
und kurzweilige Kiddie-Comedy geboten, die dank zahlreicher verrückter Einfälle nicht so
schnell langweilig wird.
Digitale Aufarbeitung:
Von den 25 Folgen der ersten Staffel liegen auf diesem Volume-1-DVD-Set die ersten 13 vor.
"iCarly" wurde wohl im Vollbild-Format produziert, zumindest zeigt die DVD einen Transfer
im TV-Seitenverhältnis 1,33:1. Das Bild hat zwar keine Referenzqualität, kann sich aber
durchaus sehen lassen. Die Schärfe liegt auf einem guten Niveau, könnte allerdings noch
einen Tick besser sein. Die Farben sind kräftig und leuchtend, teilweise fast schon an der
Grenze zur Übersättigung. Kompressionsprobleme fallen nicht auf, insgesamt wirkt das Bild
sehr klar und sauber. Allerdings lässt sich bei genauerem Hinsehen ein beständiges
Hintergrundrauschen ausmachen. Der Ton liegt auf Deutsch und Englisch in Stereo vor und
bietet gute Dialogverständlichkeit. Die englische Fassung scheint direkt am Set aufgenommen
worden zu sein, da bei ihr die Lautstärke immer mal etwas schwankt. Das Sprachmenü ist
übrigens leider sehr unübersichtlich und unkomfortabel geraten, da dort nicht zwischen
Audiospuren und Untertiteln unterschieden wird.
Das Bonusmaterial ist relativ unspektakulär ausgefallen. Es gibt das Musikvideo zum
Titelsong "Leave It All to Me", der von Hauptdarstellerin Miranda Cosgrove gesungen wird,
ein sechsminütiges Making Of desselben sowie eine Sammlung von zehn sehr kurzen "Behind the
Scenes"-Clips zu verschiedenen Themen (jeweils rund anderthalb Minuten).
Fazit:
"iCarly" ist eine typische Nickelodeon-Comedy für Kids, bei der es in erster Linie um den
Unterhaltungswert geht und nicht so sehr um logische oder nachvollziehbare Storys. Der Humor
ist etwas platter und zotiger als bei den Kollegen des Disney-Channels, sorgt aber dennoch
für einige vergnügliche Stunden. Die technische Qualität der DVDs liegt auf einem guten
Niveau, das Bonusmaterial hätte allerdings noch etwas umfangreicher sein dürfen.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,33:1
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13 Folgen à ca. 24 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 2.0 | Englisch Dolby Digital 2.0 |
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Untertitel:
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Englisch, Englisch für Hörgeschädigte, Französisch, Holländisch |
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Bonusmaterial:
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- Musikvideo "Leave It All to Me"
- Making Of zu "Leave It All to Me"
- Hinter den Kulissen
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iCarly
iCarly
Ziemlich abgedrehte Comedy für Kids
Autor der Besprechung:
Jano Rohleder
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2007 Regie: Steve Hoefer u.a. Drehbuch: Dan Schneider u.a. Darsteller: Miranda Cosgrove, Jennette McCurdy, Nathan Kress, Jerry Trainor
Label :
Paramount Home Entertainment
Verkaufsstart : 12.03.2009
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