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DVD-Besprechung - Inside Hollywood
Story:
Hollywood-Produzent Ben (Robert DeNiro) hat es nicht leicht: Der Film mit Sean Penn (Sean Penn), den er gerade fertiggestellt hat, kommt beim Test-Publikum und der Produzentin Lou (Catherine Keener) nicht gut an und soll gegen den Willen des Regisseurs (Michael Wincott) umgeschnitten werden. Gleichzeitig kämpft er am Set eines anderen Films mit Bruce Willis (Bruce Willis), der sich partout weigert, für den Film seinen Vollbart abzurasieren. Und auch in Bens Privatleben läuft es nicht so gut: Es fällt ihm schwer, sich von seiner Noch-Ehefrau Kelly (Robin Wright-Penn) zu lösen oder eine Beziehung zu seiner Tochter Zoe (Kristen Stewart) aufzubauen.
Meinung zum Film:
Hollywood-Filme über Hollywood sind eine schwierige Sache. Während es einige echt gelungene Beispiele wie Robert Altmans "The Player" oder Billy Wilders Klassiker "Sunset Boulevard" gibt, sind die meisten dieser Produktionen nichts als aufgeblasene Selbstdarstellungen, die für Outsider eher uninteressant bleiben. "Inside Hollywood" gehört leider in letztere Kategorie. Man kann sich gut vorstellen, dass die Macher des Films jede Menge Spaß damit hatten, ihre Kollegen und sich selber ein wenig durch den Kakao zu ziehen und ihre Erfahrungen im Beruf in filmischer Form zu verarbeiten. Für jeden, der kein Hollywood-Insider ist, hält sich der Spaß allerdings in Grenzen. Die episodenhafte Story plätschert vor sich hin, hat kein echtes Ziel und wirkt größtenteils einfach wie die Beschreibung einer mehr oder weniger normalen (vielleicht etwas stressigen) Woche im Leben eines durchschnittlichen Filmproduzenten in der "Traumfabrik".
Wahrscheinlich war es keine gute Idee, dass der Produzent Art Linson ("Die Unbestechlichen"), auf dessen Memoiren der Film basiert und der selber das Vorbild für die Hauptfigur Ben war, selbst das Drehbuch verfasst hat. Es macht den Anschein, als solle Ben als jemand dargestellt werden, der unter dem ganzen Wahnsinn der amerikanischen Filmindustrie leidet, jedoch nicht dafür verantwortlich ist. Dem Zuschauer wird dennoch nie ganz klar, was den geplagten Produzenten denn wirklich von seinen Kollegen unterscheidet und zu einer Ausnahme im System macht. Robert DeNiro ("Taxi Driver") spielt die Figur recht gut, sie wird einem jedoch weder richtig sympathisch, noch auf unterhaltsame Weise unsympathisch.
Besonders im sich aufdrängenden Vergleich mit der ebenfalls vom Regisseur Barry Levinson gedrehten wunderbar bissigen Polit-Satire "Wag the Dog" schneidet "Inside Hollywood" ganz schlecht ab. Die Figuren und Ereignisse sind zwar stets leicht überzeichnet, wirken aber immer noch zu realistisch, um von sich aus unterhaltsam zu sein. Ein Wutanfall, den sich Bruce Willis ("Stirb langsam"), der sich selber spielt, am fiktiven Filmset leistet, wirkt geradezu harmlos im Vergleich zum mittlerweile allseits bekannten Audio-Mitschnitt von Christian Bales Ausraster am Set des neuen "Terminator"-Films. Um eine echt gelungene Satire zu sein, hätte man die Situationen und Figuren mehr auf die Spitze treiben müssen, um etwas zu bieten, das einem nicht schon aus diversen Making-Of-Specials bekannt vorkommt. Oder einfach eine Story schreiben, die zumindest ein bisschen fesselt...
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild ist von Farb- und Kontrastwerte betrachtet ordentlich gelungen, allerdings ist fast durchweg feines Rauschen zu erkennen. Der deutsche Ton ist gut zu vernehmen, findet aber fast nur komplett in der Front statt.
Bei den Extras gibt es rund 7 Minuten nicht verwendeter Szenen, einen knapp 24-minütigen, recht interessanten Beitrag über die Umsetzung des Buches in das Drehbuch, in dem die einzelnen Beteiligten ihre Eindrücke zum Besten geben. Es folgt ein rund 22-minütiger Frontbericht von realen Produzenten, die ein wenig aus dem Nähkästchen plaudern und verschiedene Erinnerungen aus ihrem Leben und von ihrer Arbeit mit dem Zuschauer teilen. Abschließend gibt es noch einen knapp 3-minütigen Blick hinter die Kulissen und den Trailer zum Film. (MT)
Fazit:
Wer sich wahnsinnig für Hollywood interessiert, kann mal einen Blick auf "Inside Hollywood" riskieren und wird sich wohl zumindest über die hochkarätige Besetzung freuen. Als Satire versagt der Film jedoch, da er es nicht schafft, einem Publikum, das nicht aus amerikanischen Filmschaffenden besteht, irgendetwas von Interesse oder besonderem Unterhaltungswert zu bieten.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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2,35:1
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99:42 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Deutsch DTS 5.1 | Englisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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- Deleted Scenes
- Vom Buch zum Script
- Movie Producers
- Behind the Scenes
- Kinotrailer
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Inside Hollywood
What Just Happened?
Diese zu zahme Hollywood-Satire lässt einen kalt
Autor der Besprechung:
Adrian vom Baur
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2008 Regie: Barry Levinson Drehbuch: Art Linson Darsteller: Robert DeNiro, Bruce Willis, Sean Penn, Catherine Keener, Robin Wright-Penn, John Torturro
Label :
Concorde Home Entertainment
Verkaufsstart : 06.08.2009
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