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DVD-Besprechung - Kosmopilot - Die Live-Show

Story:
Rick Kavanian war unter anderem der Dimitri im „Schuh des Manitu“, der Schrotty und der Pulle im „(T)Raumschiff Surprise“, sowie die Stimme vom Feldmarschall und von König Bussi von Bayern in „Lissi und der wilde Kaiser“. Zu sehen war er zudem als Chefredakteur im „Keinohrhasen“ und jüngst auch in der Hauptrolle von „Mord ist mein Geschäft, Liebling“. In „Kosmopilot“ beweist Rick Kavanian nun, dass er es auch bestens versteht, ein Live-Publikum zu unterhalten.

Meinung zum Film:
Die Ausgangssituation von „Kosmopilot“, Rick Kavanians erstem Bühnenprogramm ist erst einmal ganz entspannt. Rick hat sturmfreie Bude, nachdem sich seine Frau für 14 Tage verabschiedet hat. Er hat zwar eine Liste von ihr erhalten, was er in ihrer Abwesenheit unbedingt erledigen soll, doch die erste Handlung ist es, den Kühlschrank ans Bett zu holen. Man(n) möchte sich ja schließlich unnötige Wege ersparen, wenn die Frau schon einmal nicht im Hause ist. Zusammen mit ausreichend Scheiblettenkäse, dem Wunderallheilmittel gegen (fast) alle Probleme dieser Welt genießt Rick seine Beziehungsauszeit und wird dabei von seinen besten Kumpels Giagl und Dimitri unterstützt. Gemeinsam philosophiert man über die ersten, vermeintlichen Kampfsporterfahrungen bei der dicken Tante mit den Leggins im „KiBoTu“ oder wie man sich vom PSIO, dem „Personal Snowboard Instructor“ auslachen lachen musste, weil man mit Ende 30 der Zielgruppe offensichtlich schon längst entwachsen ist.

Die Gespräche unter den Charakteren gelingen Kavanian wunderbar und es gebührt ihm aller größter Respekt dafür, dass er problemlos mit den Dialekten und Stimmlagen jongliert ohne sich dabei zu verhaspeln. So erzählt Giagl mit ruhiger, sonorer Stimme, die in der Tonlage ein wenig an Ottfried Fischer erinnert, von seiner Tour mit seinem alten Kumpel, dem Ponitfex Joe Ratzinger, und wie er versucht die Kirche ein wenig aufzupeppen, um so dem Problem des fehlenden Nachwuchs entgegenzuwirken. Ganz anders ist dies beim überdrehten Griechen Dimitri, der auch schon als Barbesitzer im „Schuh des Manitu“ zu sehen war. Mit überschwänglicher Freude und Begeisterungsfähigkeit erklärt der Malaka unter anderem, was das Besondere an einem Ouzo-Müsli ist und wieso man dazu keine Milch benötigt. Dabei wirft er ständig die Wortteile und Silben durcheinander, wodurch aus einem Frühstück schon mal schnell ein Stückfrüh wird. Auch seinen Vater hat Rick Kavanian als passionierten Hobbymediziner in die Show eingebaut und er erzählt von seinen Sprechstundenterminen, die er sich bei seinem Vater immer besorgen musste, wenn er mal in der Schule krankheitsbedingt fehlen wollte. Aber auch bei einem Aufeinandertreffen mit Edmund Stoiber lässt sich Papa Kavanian nicht aus der Ruhe bringen und ist um ein Gesprächfach, sorry, ein Fachgespräch bemüht.

Die Prominenz aus der Sportwelt wurde ebenfalls in der Show bedacht, so philosophiert Jürgen Klinsmann unter anderem darüber, dass seine Rolle als Trainer bei Bayern München nur ein kleiner Zwischenschritt auf dem Weg zu höheren Aufgaben ist. Die Klitschko-Brüder wiederum haben große Probleme dabei, die von ihnen beworbenen Produkte zu kaufen, weil sie es einfach nicht schaffen, die Produktnamen verständlich auszusprechen. Und zu guter letzt trifft dann auch noch ein sächselnder Interpol-Beamter auf die Bühne, welcher der Ameisenschneise von der Pizzeria in die Wohnung Ricks und der lauten Kirchenmusik vom Giagl gefolgt ist. Leider hat Rick bei dem ganzen Durcheinander die Aufgabenliste seiner Frau vergessen, weswegen am Ende Herr Smolarek von den Stadtwerken auch noch seinen Auftritt hat. Ricks Frau ist am Ende der Show zum Glück noch nicht zurück, denn die Sache mit den Stadtwerken lässt sich auch mit dem Allheilmittel Scheiblettenkäse nicht so leicht kitten. Vermutlich bittet Giagl aber schon bei seinem obersten Boss um Beistand und Dimitri überlegte sich gerade ein Rezept-Ouzo, zum Lösen des Problems.

Digitale Aufarbeitung:
Das Bild ist durchweg gut, ohne nennenswerte Höhen und Tiefen. Der Ton ist klar und ohne Störungen zu verstehen.

Bei den Extras findet sich ein sehr interessantes Interview mit Rick Kavanian, in dem er sich von seinen Bühnenfiguren die Fragen stellen lässt. Während die Fragestellung durchaus humorigen Charakter hat, antwortet Rick im üblichen Interview-Ton. Es folgen noch einige Patzer von der Aufzeichnung der Show, die durchaus erkennen lassen, dass es Live nicht so glatt läuft, wie man es auf der DVD sehen kann. Giagl, Dimitri & Co. haben es sich dann auch nicht nehmen lassen, zu ein paar ausgewählten Szenen der Show einen witzigen Audiokommentar zu sprechen. Abschließend gibt es noch Beiträge zu „1 ½ Ritter“ und „Madagascar 2“, in denen Rick Kavanian zu sehen, bzw. hören ist.

Fazit:
„Kosmopilot“ ist beste Comedy-Unterhaltung. Wo andere Kollegen sich wie der Irrwisch auf der Bühne bewegen um mitzureißen, begeistert Rick Kavanian allein durch eine Vielzahl von Dialekten und abwechslungsreicher Sprachästhetik. Die knapp 2 Stunden der Show vergehen wie im Flug. Comedy-Anhänger greifen hier zu.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 0 - ohne Altersbeschrae~nkung
1,78:1
1,78:1
110:50 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Deutsch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Untertitel:
Keine
Bonusmaterial:
  • Interviews
  • Outtakes
  • Ausschnitte aus der Live-Show mit Audiokommentar
  • Featurette zu "1 1/2 Ritter"
  • Featurette zu "Madagascar 2"
Kosmopilot - Die Live-Show - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Kosmopilot - Die Live-Show
Kosmopilot - Die Live-Show

Bild unseres Mitarbeiters Michael Tomiak
Von Ricks KiBoTo-Erfahrungen, Giagls PreyStation 3 und der Zeitfrei eines Malakas


Autor der Besprechung:
Michael Tomiak

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Deutschland, 2009
Regie:
-
Drehbuch:
Rick Kavanian
Darsteller:
Rick Kavanian

Label Deutschland :
Spassgesellschaft!
Verkaufsstart Deutschland :
27.03.2009