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DVD-Besprechung - Roboter im Sternbild Kassiopeia

Story:
27 Jahre sind auf der Erde vergangen, seit die jungen Kosmonauten ins Sternbild Kassiopeia aufgebrochen sind, um ein Signal, das von dort zur Erde gesandt wurde, zu erforschen. Die aus 14-jährigen bestehende Crew ist in dieser Zeit jedoch um keinen Tag gealtert. Als sie auf dem Zielplaneten ankommen, müssen sie jedoch feststellen, dass dort Roboter die Herrschaft über die lebenden Einwohner übernommen haben.

Meinung zum Film:
„Roboter im Sternbild Kassiopeia“ schließt inhaltlich direkt an seinen Vorgänger „Start zur Kassiopeia“ an, der damit endete, dass die jungen Kosmonauten durch einen Unfall 27 Jahre zu früh ihr Ziel erreichten und somit immer noch Jugendliche sind, während auf der Erde fast 30 Jahre vergangen sind. Der Kommandant Viktor muss beim Erreichen des Zielplaneten sogleich eine schwere Entscheidung treffen, denn 3 Crewmitglieder sollen in einem kleinen Expeditionsschiff den Planeten erkunden, und es ist klar, dass sich jeder der 7 berufen fühlt, bei der Expedition dabei zu sein.

Nachdem die ersten Jugendlichen den wüstenähnlichen Planeten erreichen, stellen sie auch schnell fest, dass dort irgendwas nicht stimmt. Roboter haben die Herrschaft über die dortige Menschheit übernommen und auch die 3 Kosmonauten werden mit dem Versprechen, ewige „Glückseligkeit“ zu erleben, gefangengenommen. Derweil machen die restlichen Verbliebenen des Raumschiffs Bekanntschaft mit 3 menschlichen Bewohnern des Planeten, die sich der Gehirnwäsche der Roboter bisher haben entziehen können und so wird klar, was auf dem Planeten vor sich geht. Insgesamt geht in diesem 2. Teil wesentlich ernsthafter zu als in dem noch überwiegend heiteren „Start zu Kassiopeia“. Es werden hier zumindest unterschwellig Fragen aufgeworfen, ob man sich mit wachsendem Fortschritt nicht in die Gefahr begibt, sich von der Technik abhängig zu machen, bzw. sich von ihr beherrschen zu lassen. Dennoch oder vielleicht trotzdem ist der Film durchaus für Kinder geeignet, wenn auch nicht unbedingt für unsere Allerkleinsten.

Eine Figur, die auch schon im ersten Teil auftritt, ist der geheimnisvolle, sogenannte „I.O.O.“, der bereits den ersten Teil des Films einleitete und dem Kommandanten Viktor dabei half, bei der Weltraumexpedition überhaupt dabei zu sein. In diesem Teil hilft diese männliche gute Fee des Films wieder dabei, die Handlung in die richtige Richtung zu lenken. Einige psychedelische Szenen wie zum Beispiel auch die Landung des Erkundungsteam auf dem Zielplaneten erinnern sicherlich nicht zufällig wiederum an Kubricks „2001:Odyssee im Weltraum“, dem Regisseur Richard Wiktorow auch schon im „Start zu Kassiopeia“ seinen Tribut zollte. Schön, dass dieser Geheimtipp in Science-Fiction-Fankreisen nun endlich von Icestorm veröffentlicht wurde.

Digitale Aufarbeitung:
Das Bild ist nicht ganz so gut gelungen wie beim Vorgänger „Start zur Kassiopeia“, mit dem Gesamtergebnis kann man aber dennoch leben. Hinnehmen muss man gelegentliche Unschärfen und ausgewaschene Farben. Insgesamt kann man mit der Bild-Qualität dieses Nischenfilms aber leben. Der deutsche Ton in Dolby Digital 2.0 ist gut verständlich.

Als Extras gibt es wieder nur die Biographie des Regisseurs Richard Wiktorow in Form von Texttafeln, sowie eine Bildergalerie.

Fazit:
„Roboter im Sternbild Kassiopeia“ schließt nahtlos an seinen Vorgänger an, schlägt inhaltlich aber eine etwas ernsthaftere Richtung an als der erste Teil der „Kassiopeia“-Saga. Die Eignung für Kinder ist aber immer noch gegeben und auch Erwachsene kommen auf ihre Kosten. Die DVD-Qualität ist nicht so gut wie im „Start zur Kassiopeia“, man kann mit ihr aber durchaus leben.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 06
2,35:1
2,35:1
79:45 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Untertitel:
Keine
Bonusmaterial:
  • Bildergalerie
  • Biographie Regisseur Richard Wiktorow (Texttafeln)
Roboter im Sternbild Kassiopeia - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Roboter im Sternbild Kassiopeia
Otroki vo vselennoy

Bild unseres Mitarbeiters Andreas Schultz
Ernsthafter als sein Vorgänger, trotzdem oder gerade deshalb aber sehr gut


Autor der Besprechung:
Andreas Schultz

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Sowjetunion, 1974
Regie:
Richard Viktorov
Drehbuch:
Isai Kuznetsov, Avenir Zak
Darsteller:
Olja Bitjukowa, Wolodja Sawin, Innokenti Smoktunowski, Sascha Grigorjew, Ira Popowa

Label Deutschland :
Icestorm Entertainment
Verkaufsstart Deutschland :
11.03.2009