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DVD-Besprechung - Everest - Staffel 1 & 2
Story:
Es sind ganz einfache Menschen, meist noch nicht einmal professionelle Bergsteiger, die sich heutzutage auf den Weg machen den Mount Everest, den höchsten Berg der Welt zu erklimmen. Das Film-Team des Discovery-Channels hat zwei Jahre lang den Expeditionsleiter Russel Brice begleitet und dokumentiert, welche Anstrengungen und Opfer in dieser Höhe nötig sind. Werden alle Teilnehmer der Expedition auf dem Gipfel ankommen?
Meinung zum Film:
Reinhold Messner ist in vielerlei Hinsicht eine Bergsteiger-Legende und hat den Mount Everest mehr als nur einmal bezwungen, darunter auch ohne zusätzlichen Sauerstoff. Und er hat eine eindeutige Meinung, wenn es darum geht, dass Touristen auf den höchsten Berg der Welt gebracht werden. Er hält dies für den größten Schwachsinn überhaupt. Der Mann muss es wissen, denn er hat im Himalaya seinen eigenen Bruder am Berg lassen müssen, wenn auch nicht am Everest selbst. Und dennoch ist die Faszination bei den Amateurbergsteigern weiter ungebrochen. Hunderte versuchen es jedes Jahr, etliche Tote sind jedes Jahr zu beklagen und nicht selten bleiben den Abenteurern bleibende Schäden zurück. Denn Erfrierungen und Schneeblindheit sind gute Möglichkeiten, körperlich nicht mehr ganz gesund zurück zu kehren. Muss man also das eigene Leben aufs Spiel setzen, nur, weil es da diesen Berg gibt? Messner selbst soll einmal gesagt haben, dass er auf den Berg steigt, weil er eben da ist. Macht der Everest vielleicht süchtig?
Glaubt man einigen der Teilnehmer an den beiden Expeditionen, die in diesen zwei Staffeln abgedeckt werden, dann hat der Berg wirklich eine magische Wirkung und zieht die Abenteurer geradezu an. Eine süchtig machende Wirkung hat aber auch die Dokumentation an sich und sie zeigt dadurch, dass auch der Couchpotato sich nur schwer vom Everest loseisen kann. Zu spannend, zu mitreißend sind die Geschichten erzählt, was aber auch daran liegt, dass die unterschiedlichsten Charaktere mit an Bord sind und man sich zu einigen sicher hingezogen fühlen kann. Man leidet mit, man verspürt geradezu die Angst und die Ohnmacht, die sie immer wieder begleiten. Hier haben die Macher in jedem Fall einen Nerv getroffen und wissen das Publikum in ihren Bann zu ziehen. Auch filmisch sind wunderschöne Bilder mit dabei. Doch es gibt auch eine Kehrseite der Medaille.
Die beiden Seasons gehen in vielen Dingen zu unkritisch mit dem Thema des Bergsteigens in einer Todeszone um. Sicher wird immer wieder auf die Gefahren hingewiesen und es gibt ja auch Tote, die am Wegesrand liegen und gezeigt werden. In einem Fall müssen die Bergsteiger einen Sterbenden zurück lassen. Man zeigt auch die Massen an Bergsteigern, die es versuchen, aber es fehlt insgesamt die kritische Bewertung dieses Massentourismus. Ganz im Gegenteil ist man ja auch bei einem Tourismusveranstalter dabei, der mit einen Anteil daran hat, dass es eng zugeht auf dem Berg. Sicherlich ist Russel Brice mehr denn jeder andere Veranstalter darum bemüht, nur die fähigsten seiner Kunden auf den Berg zu schicken, was sich zum Beispiel in der Ablehnung einer Frau in der zweiten Season zeigt. Und Brice treibt einen erheblichen Aufwand mit einem Arzt, vielen Sherpas, Funkgeräten und mehr, um Unglücke zu vermeiden. Aber insgesamt fehlt hier eine kritische Distanz, um der ganzen Sache neutral zu begegnen. Und das ist dann auch das größte Manko dieser Serie.
Digitale Aufarbeitung:
Technisch gesehen ist die DVD sehr gut besetzt. Das Bild ist stimmig, der Ton liegt zwar nur in Dolby Digital 2.0 vor, ist aber vollkommen in Ordnung. Insgesamt eine runde Sache.
Special Features liegen der Serie nicht bei.
Fazit:
Will man nur einmal den kalten Schauer der Besteigung des Mount Everest mitverfolgen, ist man bestens aufgehoben. Die Serie verspricht Spannung pur. Nur sollte man sich keine kritische Aufarbeitung des Everest-Tourismus erwarten. Die Veröffentlichung in der Komplettbox ist zudem preislich sehr akzeptabel.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,78:1
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14 Episoden à 50 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 2.0 |
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Untertitel:
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Keine Untertitel vorhanden. |
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Bonusmaterial:
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Everest - Staffel 1 & 2
Everest
Es ist kalt auf dem Dach der Welt
Autor der Besprechung:
Bernd Glasstetter
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2006/2007 Regie: - Drehbuch: - Darsteller: -
Label :
Polyband
Verkaufsstart : 27.03.2009
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