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DVD-Besprechung - Two Worlds
Story:
Remy Bassano (Benoit Poelvoorde) ist ein herzensguter Mensch und ein klassischer Ja-Sager. Was man ihm auch sagt, er tut es. Das macht ihn in den Augen seiner Frau Lucile (Natacha Lindinger) unattraktiv, denn was soll sie mit einem Waschlappen von Mann nur anfangen. Kurzerhand fordert sie Remy auf auszuziehen, da sie sich bereits einen neuen Kerl angelacht hat. Da es in Remys Job gerade auch nicht toll läuft, fühlt er sich in dieser Welt vollkommen überflüssig. In einer parallelen Welt jedoch beschwört der Magier eines unterdrückten Volkes geheimnisvolle Kräfte und Remy wechselt in die andere Welt. Hier halten die Menschen den Bildrestaurator für die Verkörperung einer Prophezeiung die ihnen die Freiheit bringen soll. Er ist zunächst verwirrt, doch der Wechsel zwischen den Welten bringt ihm neuen Lebensmut, auch wenn er sich dem riesigen Kannibalen Zotan (Augustin Legrand) stellen muss.
Meinung zum Film:
„Two Worlds – Zwischen den Welten“ ist ein Fantasyabenteuer aus Frankreich. Die Idee zwischen Parallelwelten hin und her zu wechseln ist nicht neu, doch in dieser Form wurde sie recht originell umgesetzt. Der Bildrestaurator Remy ist ein klassischer Verlierer der immer auf das hört was man ihm sagt und er stellt stets seinen eigenen Willen zurück. Irgendwie hat der Zuschauer schnell Mitleid mit ihm und es stellt sich eine Art von Deja Vu ein. Nach einigem Grübeln kommt man automatisch auf den Komiker Pierre Richard („Der große Blonde mit dem schwarzen Schuh“), der in so vielen Filmen als tragikomischer Charakter auftrat. Nun ist Benoit Poelvoorde („Mann beißt Hund“) in genau so eine Rolle geschlüpft und spielt sie mit Bravour. Auch die deutsche Synchronisation geht perfekt auf diesen Typus ein und auch der Sprachwitz kommt nicht zu kurz.
In der Parallelwelt herrscht der Riese Zotan mit seinen Kriegern über unterjochte Menschen und vertilgt sie reihenweise. Zotan ist blind und hofft, dass wenn er u.a. viele Augen isst, diese ihm seine eigene Sehkraft wieder zurück geben. Eine geheimnisvolle Sage gibt den armen Menschen Hoffnung, denn sie berichtet von einem Mann, der gegen das Böse ziehen und den Leuten die Freiheit geben wird. Dass ausgerechnet der fast schon devote Remy dies sein soll, können weder er selbst, noch die Zuschauer zunächst glauben. Doch Remy ist kein Dummkopf und er kombiniert das Wissen aus seiner Welt mit dem Potential der Parallelwelt und schon bald stellt sich ein erster Erfolg ein. Er liest militärische Fachbücher und Literatur darüber, wie man Staatsgeschicke lenkt. Er gewinnt an Selbstvertrauen und in seiner Welt erobert er sich den Respekt seiner Mitmenschen zurück.
Der Film ist zwar ab 12 Jahren freigegeben, ist allerdings in einigen Szenen genauso hart und kompromisslos wie die Schlachtenszenen aus „Der Herr der Ringe“. Die Kostümierung ist allerdings im Vergleich eher schlicht ausgefallen, doch es reicht aus, um den Anschein einer anderen Welt zu erwecken. Einige Sprachphrasen entlarven den Film als typischen Franzosen, aber sie erwecken eben auch den Charme der französischen Komödien aus den 70er/80er Jahren. Benoit Poelvoorde spielt seine Hauptrolle sehr engagiert und der Rest der Crew steht ihm in nichts nach. Bei dieser Machart wird der Zuschauer gerne im Unklaren gelassen, ob sich der Protagonist die zweite Welt nur ausdenkt, oder ob das Geschehen Wirklichkeit sein soll. In „Two Worlds – Zwischen den Welten“ wird dies eindeutig aufgelöst.
Digitale Aufarbeitung:
Dem Zuschauer bietet sich ein übersichtliches und qualitativ gutes Bild. Die Farben sind satt, aber nicht überzogen und der Kontrast ist gut. Bei dunklen Szenen bleibt alles gut erkennbar, insbesondere in der Höhle des Zotan. Es wirkt im Gesamteindruck sehr realistisch. Der Ton ist ordentlich, bietet im räumlichen Klang aber eher vorrangig Platz für den Score.
Das mit deutschen Untertiteln versehene Making Of ist recht interessant. Es dauert knapp 27 Minuten und bietet einige Hintergrundinformationen. Hinzu kommen der Originaltrailer und der deutsche Trailer.
Fazit:
„Two Worlds – Zwischen den Welten“ ist ein unterhaltsamer Fantasyfilm mit reichlich Humor, aber auch kernigen Actionszenen. Seine französische Herkunft verbirgt der Film nicht und es gibt auch keinen Grund dazu. Technisch ist alles in Ordnung.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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2,35:1
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99:16 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Französisch Dolby Digital 2.0 |
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Untertitel:
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Keine |
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Bonusmaterial:
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Two Worlds - Zwischen den Welten
Le Deux Mondes
Französische Fantasyüberraschung
Autor der Besprechung:
Jörg Hesse
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Frankreich, 2007 Regie: Daniel Cohen Drehbuch: Daniel Cohen, Jean-Marc Culierski Darsteller: Benoit Poelvoorde, Natacha Lindinger, Augustin Legrande, Zofia Moreno, Arly Jover
Label :
EuroVideo
Verkaufsstart : 09.04.2009
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