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DVD-Besprechung - L'Auberge Rouge - Mord inklusive
Story:
Pierre Martin (Christian Clavier) und seine Ehefrau Rose (Josiane Balasko) betreiben Anfang des 19. Jahrhunderts einen kleine, abgelegene Herberge im Südosten Frankreichs. Während eines kräftigen Regenbruchs trifft eine Gruppe Reisender ein, nachdem ihre Kutsche eine Panne hatte. Was die Reisenden um Priester Père Carnus (Gérard Jugnot) nicht wissen ist, dass die Martins ihren Lebensunterhalt weniger über den Gastbetrieb finanzieren, als vielmehr über das Ermorden und dem anschließenden Ausrauben vereinzelter Gäste.
Meinung zum Film:
„L’Auberge Rouge“ ist das Remake von „Die unheimliche Herberge“ aus dem Jahre 1951, in dem der als „Don Camillo“ bekannt gewordene Fernandel die Rolle des Priesters spielte. Beim Gasthof handelt es sich keinesfalls um ein reine Erfindung. Im frühen 19. Jahrhundert sollen das Martin-Ehepaar zusammen mit ihrem Gehilfen Jean Rochette tatsächlich Reisende ermordet und ausgeraubt haben. Mittlerweile ist die L´Auberge de Peyrebeille, die nach den Ereignissen nur noch L’Auberge Rogue, die rote Herberge genannt wurde, zu einem Museum mit angrenzendem Hotel umfunktioniert worden. Doch bei aller Düsterheit die sich beim Durchlesen des Plots und des geschichtlichen Hintergrundes vielleicht in der Fantasie aufbauen mag, ist der Film durchweg heiter ausgefallen. Regisseur Gérard Krawczyk, der die „Taxi“-Filme Teil 2–4 gedreht hat, verzichtet auf grobe Gewalt in den Bildern und gibt dem ganzen Szenario lieber einen schwarzhumorigen Unterton, der eher ins Alberne, denn ins Düstere neigt.
Bemerkenswert am Film sind vor allem seine Ausstattung und die Kulissen. Bei den Außenaufnahmen werden immer wieder wunderschöne, träumerische Landschaftsportraits gezeigt, die einen deutlichen Kontrast zum mörderischen Geschehen darstellen. Auch die Szenen in der Herberge, die sehr liebevoll und malerisch auf das Leben in ländlichen Gebieten im 19. Jahrhundert getrimmt wurden, bieten einen wunderbaren Rahmen für das kammerspielartige Geschehen, das sich zum größten Teil in den einzelnen Räumen der Herberge abspielt. Doch langatmig oder öde wird der Film dadurch nicht. Es gibt immer genügend Abwechslung und Bewegung, die auch im Gebäude für Tempo sorgen, wodurch sich Staub erst gar nicht ansetzen kann.
Gérard Jugnot („Die Kinder des Monsieur Mathieu“) in der Rolle des Priesters wird im Lauf der Handlung immer mehr zum "Helden wider Willen" der Geschichte aufgebaut. Über die Beichte von Rose (Josiane Balasko / „Zu schön für Dich“) weiß er genau was in der Herberge vor sich geht, ohne jedoch etwas darüber erzählen zu können, ohne dabei das Schweigegelübde der Heiligen Beichte zu verletzten. Und so erfindet er immer wieder neue Gründe, um seine Mitreisenden von dem Ort des Schreckens fortzulocken, gerät aber selbst dabei immer mehr in Verdacht, nicht ganz koscher zu sein. Pierre Martin (Christian Clavier / "Asterix gegen Cäsar") wiedrum würde den Priester wegen seines Wissens am liebsten aus dem Weg räumen, was aber nicht geht, da Rose ihn auf Grund seiner kirchlichen Würden für unantastbar erklärt hat. Die Story entwickelt sich immer mehr zu einer schwarzhumorigen Verwechslungskomödie, die zwar durch die ein oder andere Überdrehtheit nicht immer ganz überzeugen kann, generell aber über einen sehr unterhaltsamen Charakter verfügt, der die rund 90 Minuten recht schnell vergehen lässt.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild macht einen richtig guten Eindruck und liefert gute Werte in allen Bereichen. Der deutsche Ton in Dolby Digital 5.1 ist gut verständlich und nutzt bei Gelegenheit auch regelmäßig die hinteren Kanäle.
Als erstes Extra gibt es ein rund 26-minütiges Making Of, das mit einer Mischung aus Bildern vom Dreh und Statements einzelner Künstler einen oberflächlichen Blick auf die Entstehung des Filmes wirft, ohne dabei jedoch in die Tiefe zu gehen. Es folgen noch rund 8 Minuten Outtakes und der Trailer zum Film.
Fazit:
„L’Auberge Rouge – Mord inklusive“ ist eine lockere, kurzweilige Komödie mit tiefschwarzen Humor, die ihr mörderisches Thema ohne jede Härte angeht und berechtigterweise eine FSK 12 bekommen hat. Ein Meisterwerk ist der Film zwar sicherlich nicht, dennoch aber leichte Unterhaltungskost für zwischendurch, die vor allem in Sachen Kulissen und Landschaftsaufnahmen klare Pluspunkte einfahren kann.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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2,35:1
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91:15 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Deutsch DTS 5.1 | Französisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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- Making Of
- Outtakes
- Trailer
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L'Auberge rouge - Mord inklusive
L'Auberge rouge
Schwarzer Humor rund um eine düstere Herberge in malerischer Landschaft
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Frankreich, 2007 Regie: Gérard Krawczyk Drehbuch: Jean Aurenche, Claude Autant-Lara (basierend auf dem Film "Die unheimliche Herberge" aus dem Jahre 1951) Darsteller: Christian Clavier, Josiane Balasko, Gérard Jugnot, Juliette Lamboley, Jean-Baptiste Maunier, Urbain Cancelier, François-Xavier Demaison, Sylvie Joly, Anne Girouard, Frédéric Epaud
Label :
Sunfilm Entertainment
Verkaufsstart : 03.04.2009
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