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The DescendantsLucky TroubleDas Todesspiel

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DVD-Besprechung - Ringo kommt zurück

Story:
Ringo (Giuliano Gemma) kommt aus dem Bürgerkrieg zurück in seine Heimat. Dort gilt er jedoch als tot, und seine Frau Helen (Lorella De Luca) glaubt dieses Märchen, das die beiden Gangster Esteban Fuentes (Fernando Sancho) und dessen Bruder Paco (George Martin) in die Welt gesetzt haben, ebenfalls. Darüber hinaus beherrschen die Fuentes, die in der Heimat von Ringo Gold gefunden haben, die gesamte Gegend und Paco will Helen heiraten. Eine Menge zu tun für Ringo.

Meinung zum Film:
Nach dem großen Erfolg des Erstlings „Eine Pistole für Ringo“, der ebenso wie dieser Film im Jahr 1965 entstand, legte Regisseur Duccio Tessari nach und lieferte mit dem vorliegenden „Ringo kommt zurück“ einen zweiten Teil ab, der allerdings ein Prequel ist. Tessari schrieb wieder das Drehbuch zusammen mit Fernando di Leo und schuf damit einen weiteren „Ringo“-Film, der dem Original in nichts nachsteht, ganz im Gegenteil. Im Nachfolger sind viele Gesichter aus dem ersten Teil wieder auf dem Bildschirm vereint, z.B. Titelheld Giuliano Gemma, Schurke Fernando Sancho, sowie Lorella De Luca als Ehefrau Ringos. Der Soundtrack wurde von Ennio Morricone („Spiel mir das Lied vom Tod“) erstellt und unterstützt das Filmgeschehen wie zu Erwarten kongenial.

In „Ringo kommt zurück“ geht es deutlich düsterer zu als noch im Vorgänger. Ständig herrscht eine bedrohliche Stimmung, die durch den pfeifenden Wind und dem oft bedeutungsschwangeren Sound noch zusätzlich unterstützt wird. Ringo, zu Beginn noch hellblond, kehrt aus dem Bürgerkrieg zurück und muss mit ansehen, wie sein Leben während seiner Abwesenheit von den Fuentes zerstört wurde: die Frau ist weg und er selbst gilt als tot. Da sich in seiner Heimat niemand gegen die brutalen Fuentes zu stellen wagt, ergreift er die Chance, abzurechnen. Er färbt sich die Haare, lässt sich einen Bart wachsen und versucht, als mexikanischer Tagelöhner bei den Fuentes anzuheuern. Ihm gelingt es schließlich, den alkoholkranken Sheriff (Antonio Casas) davon zu überzeugen, sich ebenfalls gegen die Fuentes zu stellen, und im Zuge dessen bekommt Ringo schließlich noch mehr Helfer.

„Ringo kommt zurück“ weist schon deutlich mehr Zutaten eines Italowestern auf als sein Vorgänger, der noch deutlich amerikanisch angehaucht daherkam. Die Heimatstadt von Ringo scheint bis auf wenige Personen vollkommen ausgestorben zu sein und die Herrschaft haben skrupellose Gangster übernommen, die vor nichts zurückschrecken. Der Sheriff hält aus Angst den Mund und will sein Versagen mittels Alkohol vergessen. Held Ringo kommt in die Stadt und befreit sie messiasgleich vom Bösen, nicht ohne natürlich zwischendurch selbst in die Fänge der Schurken zu geraten, bzw. sich von Esteban K.O. schlagen zu lassen. Allein, dass es hauptsächlich um Ringos Ehefrau geht, sieht man im typisch italienischen Western eher selten. Alles in allem ist dieser zweite Teil noch deutlich besser als der ohnehin schon gelungene Erstling und weist einen Cast und eine Crew auf, die sich nicht nur in Fankreisen durchaus sehen lassen kann. Westernfans kommen um diesen Film nicht herum.

Digitale Aufarbeitung:
Wie bei Koch üblich kommt das Bild in einer sehr guten Qualität daher. Bildschärfe, Farben und Kontrast sind im grünen Bereich, altersbedingte Verschmutzungen sind weit und breit keine zu entdecken. Der deutsche Ton verfügt über eine gute Dialogverständlichkeit.

Es existieren 2 deutsche Synchronisationen dieses Films: eine, die zur Uraufführung erstellt wurde und eine für die Wiederaufführung im Jahr 1973. Inhaltlich tun sich beide nicht sehr viel, welche man bevorzugt, sollte man daher an den persönlich favorisierten Synchronstimmen festmachen. Als Extra gibt es eine Interview-Featurette mit Darstellerin Lorella de Luca und Kameramann Sergio D’Offizi. Abgerundet werden die Special Features mit einer Bildergalerie und dem italienischen und dem englischen Trailer zum Film. Das Klappdigipak enthält dann auf 3 Seiten noch wissenswerte Hintergrundinformationen zum Film.

Fazit:
„Ringo kommt zurück“ ist der noch bessere Nachfolger des ohnehin schon gelungenen „Eine Pistole für Ringo“. Dieser eher düstere Rachewestern kann über 90 Minuten lang sehr gut unterhalten und weist einen hervorragenden Cast auf. Italowesternfans kommen um diese technisch sehr gute Scheibe nicht herum.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 18
2,35:1
2,35:1
92:11 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Englisch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Italienisch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Untertitel:
Keine
Bonusmaterial:
  • Deutsche Synchronfassung der Wiederaufführung 1973
  • Interview-Featurette mit Darstellerin Lorella de Luca und Kameramann Sergio D’Offizi
  • Bildergalerie
  • Englischer und italienischer Trailer
Ringo kommt zurück - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Ringo kommt zurück
Il ritorno di Ringo

Bild unseres Mitarbeiters Andreas Schultz
Besser als sein Vorgänger


Autor der Besprechung:
Andreas Schultz

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Italien, 1965
Regie:
Duccio Tessari
Drehbuch:
Duccio Tessari, Fernando Di Leo
Darsteller:
Giuliano Gemma, Fernando Sancho, Lorella De Luca, Nieves Navarro, Antonio Casas

Label Deutschland :
Koch Media Entertainment
Verkaufsstart Deutschland :
27.03.2009