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DVD-Besprechung - Amusement
Story:
Shelby (Laura Breckenridge) ist nachts zusammen mit ihrem Freund auf dem Highway unterwegs und macht die Bekanntschaft mit einem unheimlichen Trucker. Tabitha (Katheryn Winnick) macht beim Babysitten die Bekanntschaft mit einem unheimlichen Killerclown und Lisa (Jessica Lucas) macht sich große Sorgen um eine vermisste Freundin. Auslöser für die Probleme der drei jungen Frau ist ein und dieselbe Person – ein Verrückter (Keir O'Donnell) mit einer unheimlichen Lache.
Meinung zum Film:
„Amusement“ ist der englische Begriff für ein Vergnügen. Wenn sich ein Horrorfilm so nennt, erwartet man als zahlender Zuschauer auch einen entsprechenden Gruselspaß zu sehen. Was bei John Simpsons („Freeze Frame“) Film aber in erster Linie für Horror sorgt, ist die hanebüchene, vollkommen konstruierte Story, die sich selbst für einen Slasher auf einem äußerst flachem Niveau bewegt. Was der Regisseur und der Drehbuchautor Jake Wade Wall („Unbekannter Anrufer“) dem Publikum hier als Story anbieten, grenzt schon fast an eine Beleidigung des Intellekts. Dabei beginnt das Ganze noch einigermaßen annehmbar mit der Geschichte um Shelby und ihren Erlebnissen auf dem Highway. Es gibt hier zwar auch schon den ein oder anderen „Naja, ist halt ein Horrorfilm, da darf man nicht alles so genau nehmen“-Moment, aber alles im Rahmen des Akzeptablen für das Genre.
Deutlich mehr Verständnis muss da schon in der nächsten Episode um Tabitha aufgebracht werden. Höhepunkt des Ganzen ist eine vermeintliche, lebensgroße Clownpuppe, die mit unheimlicher Fratze im Schaukelstuhl sitzt, dort aber gar nicht hingehört. Die beiden Kinder finden diese unübersehbare Gestalt in ihrem Haus natürlich alles andere als beängstigend und erst bei einem Telefongespräch mit der Mutter der beiden kommt heraus, dass es sich dabei natürlich nicht um ins Haus gehörende Dekor handelt. Ab diesem Moment ahnt Tabitha dann auch, was der Zuschauer schon von der ersten Sekunde an ahnte – der Clown ist in Wahrheit ein Killer, der Jagd auf die Frau macht, vorher aber für den Effekt erst einmal stundenlang regungslos im Schaukelstuhl hockt. Aber auch das Ganze ist noch nichts im Vergleich zu dem, was die Lisa-Episode an Blödsinn aufzubieten hat. Denn sie vermisst eine Freundin und erinnert sich nach einer Nacht voller Sorgen wie aus heiterem Himmel daran, dass diese ja in einem Hotel absteigen wollte. Also fährt sie zu diesem Hotel, das dann aber alles andere als einladend aussieht. Angst hat sie vor dem heruntergekommenen Gemäuer und der Gestalt der Marke Igor natürlich nicht und sie schleicht dank der Hilfe ihres mittlerweile ebenfalls vermissten Freundes rein. In dem riesigen Anwesen geht sie dann gleich zielsicher in die obere Etage, wo sie eine schreckliche Entdeckung macht. Einen guten Riecher muss man Lisa da bescheinigen, denn bei der Größe des Gebäudes hätte es durchaus deutlich länger dauern können, bis sie ihre Entdeckung macht.
Nachdem der Drehbuchautor sich nun warm geschrieben hat, kommen nun die beschränkten Einfälle im Minutentakt. Denn während der Verrückte mit der irren Lachen, der in allen drei Episoden natürlich der Angreifer war, zwei der Mädels in seine Gewalt bringen konnte, landete die dritte in einer doch reichlich heruntergekommenen psychiatrischen Klinik. Da unser Irrer mit dem kranken Lachen aber unbedingt alle drei bei sich haben möchte, greift er natürlich auch hier an und erledigt seinen Job. Warum er so versessen auf die Anwesenheit der drei Grazien ist, erfährt man als Zuschauer auch gleich in einer Rückblende. Da man bis zu diesem Zeitpunkt schon so einiges über sich hat ergehen lassen, nimmt man die mehr als nur schwache Grundlage für das Mordspiel einfach mal so hin. Ohnehin ist jedem bereits jetzt schon klar, dass der verrückte Killer niemals in der Lage gewesen wäre, auch nur ansatzweise so sorgfältig in den einzelnen Übergriffen vorgehen zu können, geschweige denn sich diese überhaupt auszudenken. Im Finale bietet der Streifen dann noch einmal zwei richtig dämlichen Einfälle auf, die man einfach selbst gesehen haben muss. Wäre „Amusement“ nicht handwerklich ganz ordentlich geraten, man könnte ihn im Grunde komplett abschreiben. Aber da Regisseur John Simpson es teilweise schafft, eine recht gute Atmosphäre aufzubauen, könnten der Film zumindest für Horror-Vielgucker eventuell noch interessant sein. Wer aber nicht unbedingt alles sehen muss, was auf diesem Sektor neu erscheint, sollte besser einen großen Bogen um diesen Film machen.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild ist gut gelungen. Ohne nennenswerte Höhen oder Tiefen bietet es stets gute Durchschnittswerte in allen Belangen. Der deutsche Ton in Dolby Digital 5.1 ist ebenfalls gut verständlich und nutzt bei Gelegenheit auch die Surroundkanäle.
Extras gibt es keine auf der DVD zu finden.
Fazit:
„Amusement“ ist alles andere als das im Titel versprochene Vergnügen. Selten kam ein Slasher mit solch einer Vielzahl an dämlichen Storyeinfällen und Logikfehlern daher, dass es selbst für das Horrorgenre schon peinlich und inakzeptabel erscheint. Nur hart gesottene Horrorfreunde, die sich keinen neuen Streifen entgehen lassen möchten, sollten sich dieses vermeintliche Vergnügen antun.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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2,40:1
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81:30 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Englisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch, Deutsch für Hörgeschädigte, Englisch für Hörgeschädigte |
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Bonusmaterial:
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Amusement
Amusement
I'm not very amused...
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2009 Regie: John Simpson Drehbuch: Jake Wade Wall Darsteller: Katheryn Winnick, Laura Breckenridge, Jessica Lucas, Keir O'Donnell, Tad Hilgenbrink, Reid Scott, Brennan Bailey, Preston Bailey, Rena Owen
Label :
Warner Home Video Germany
Verkaufsstart : 20.03.2009
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