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DVD-Besprechung - Helen
Story:
Helen (Ashley Judd) führt scheinbar ein perfektes Leben. Ihr Mann David (Goran Visnjic) liebt sie, sie hat eine reizende Tochter (Alexia Fast), sieht gut aus und ihr Beruf als Dozentin für Musiktheorie füllt sie aus. Doch unmerklich, dann immer stärker zeigen sich erste Symptome einer Depression: Stimmungsschwankungen, Tränenausbrüche, unerklärliche Müdigkeit. Zunächst versucht Helen diese noch zu verdrängen, doch schließlich geht sie zum Arzt. Dort erfährt David, der sie begleitet hat, zum ersten Mal, dass sie schon früher mit der Krankheit zu kämpfen hatte. Während der Behandlung trifft Helen Mathilda, eine von ihren Studentinnen, die ebenfalls in psychiatrischer Betreuung ist. In der Folgezeit freunden sich die beiden Frauen an, während Helens Zustand immer Besorgnis erregender wird. Nach einem Selbstmordversuch liefert David Helen in stationäre Behandlung ein. Doch sie erwirkt ihre Entlassung und zieht, weil sie sich von David unverstanden fühlt, mit Mathilda zusammen.
Meinung zum Film:
„Helen“ ist der erste englischsprachige Film der Autorin und Regisseurin Sandra Nettelbeck („Bella Martha“). Er feierte seine Weltpremiere auf dem berühmten Sundance Film Festival. Seit eine Freundin sich aufgrund dieser Krankheit das Leben genommen hatte, versuchte Sandra Nettelbeck dieses Filmprojekt zu realisieren. Über zehn Jahre dauerte es, bis sie das Projekt verwirklichen konnte, da das Thema offenbar viele Leute abgeschreckt hatte. Der fertige Film zeigt deutlich, dass die Depression sich nicht aus der Lebenssituation entwickelt, sondern tatsächlich eine Krankheit ist, ohne aber jemals ins dokumentarische abzugleiten. Die subjektive Sicht aus Helens Perspektive, die der Film einnimmt, sorgt dafür, dass der Zuschauer immer mit ihr mitfühlt.
In der Rolle der Helen glänzt Ashley Judd („Heat“), die sich selbst 2006 wegen einer Depression in stationäre Behandlung begeben musste. „Helen“ ist ihr Comebackfilm, worin sie eine ganze Palette von Emotionen darstellen kann. Während Helen am Anfang noch glücklich ist, tauchen langsam erste Probleme und Zweifel auf. Während diese Symptome erst noch sehr subtil sind, verstärken sie sich dann immer weiter, bis Helen sich tiefster Verzweiflung annähert. Erst die aufkeimenden Gefühle zu Mathilda geben ihr die Kraft, den Kampf aufzunehmen, so dass der Film doch wieder eine hoffnungsvolle Note bekommt. Hier wurde dann vielleicht etwas zu dick aufgetragen.
Auch die anderen Rollen sind stark besetzt. Goran Visnjic („Elektra“) schwankt als David zwischen der Liebe zu seiner Frau und den Zweifeln und der Eifersucht, die sich aufgrund ihres zunächst unerklärlichen Verhaltens entwickeln. Alexia Fast überzeugt in ihrem Filmdebüt als Helens Tochter Julia. Sehr gut ist auch Lauren Lee Smith, die wie schon in „Liebe mich“ bereit ist, eine extreme Rolle kompromisslos und mit großer Intensität zu spielen. Neben Visnjic („ER“) und Smith („The L Word“) sind auch beim weiteren Cast einige vor allem aus Fernsehserien, oft in Kanada gedrehten, bekannt, z.B. David Hewlett („Stargate“), Leah Cairns („Battleship Galactica“) oder Alberta Watson („24“, „La Femme Nikita“).
Fazit:
"Helen" zeigt einfühlsam und aus subjektiver Perspektive, wie eine Frau mit ihrer krankhaften Depression kämpft. Dabei werden ihre Symptome und die Reaktion ihrer Umwelt durchaus realistisch dargestellt, wenn auch zum Ende hin ein wenig zu klischeehaft.
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Helen
Helen
Eine einfühlsame Behandlung des Themas Depression
Autor der Besprechung:
Martin Asbach
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Kanada, 2009 Regie: Sandra Nettelbeck Drehbuch: Sandra Nettelbeck Darsteller: Ashley Judd,Goran Visnjic, Lauren Lee Smith, Alexia Fast, David Hewlett, Leah Cairns, Alberta Watson
Verleiher:
Walt Disney Studios Motion Pictures Germany
Verleihstart : 28.05.2010 Verkaufsstart : 28.05.2010
Vertrieb :
Warner Home Video Switzerland
Verleihstart : 28.05.2010 Verkaufsstart : 28.05.2010
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