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DVD-Besprechung - Beer for my Horses

Story:
Deputy Sheriff Rack (Toby Keith) ist in seinem Job mäßig erfolgreich und hat Pech in der Liebe. Da er alles andere als einfühlsam ist oder gar eine romantische Ader hat, gibt ihm seine Freundin den Laufpass. Als er erfährt, dass seine ehemalige Freundin Annie (Claire Forlani) wieder in der Stadt ist, schöpft er neue Hoffnung. Doch nach einer gemeinsamen Nacht wird Annie von einem mexikanischen Gangsterboss Garza (Carlos Sanz) entführt, denn dieser versucht, seinen verhafteten Bruder Tito (Greg Serano) freizupressen. Mit seinen Freunden Lonnie (Rodney Carrington) und Skunk (Ted Nugent) macht er sich auf, um seine neu gewonnene Liebe zu befreien.

Meinung zum Film:
„Beer For My Horses“ ist eine Mischung aus Komödie, Krimi und Roadmovie und könnte vor allem Filmfreunden gefallen, welchen die Serie „Ein Duke kommt selten allein“ gefallen hat. Die Typen, die in diesem Film auftauchen, haben eine ganz besondere Sicht der Dinge und für den Mitteleuropäer erscheint manches Verhalten recht merkwürdig. Die Leute aus kleinen Städten in Oklahoma werden als überwiegend schlicht und ein wenig tumb definiert. Dies ist nicht neu und passt ideal zu der etwas hemdsärmeligen Geschichte um einen Deputy, der versucht, auf eigene Faust seine Liebste aus den Fängen eines mexikanischen Gangsterbosses zu befreien. Dass er sich dabei selbst strafbar macht, weil der den inhaftierten Bruder des Bösewichts als Tauschmittel mitnimmt, interessiert ihn nur wenig.

Dass dieser Film entstehen konnte, liegt an dem amerikanischen Countrystar Toby Keith, der wohl mal unbedingt einen Film drehen wollte. Somit ist es nicht verwunderlich, dass er am Drehbuch mitschrieb, den Film mitproduzierte und sich selbst mit der Hauptrolle des Deputy Sheriff Rack beauftragte. Als Rack lebt Keith wohl einen Charakter aus, vor dem er wohl den Hut zieht. Doch der Zuschauer sieht einen eher beziehungsunfähigen Typen, der immer zu spät erkennt, welche Menschen gut für ihn sind und einen Mann, den man getrost als Macho bezeichnen kann. Eine Sache ist ebenfalls erkennbar, denn wenn auch eine passable deutsche Synchronisation vorhanden ist, Toby Keith ist kein Schauspieler. Für die Countrybühne und seine Songs mögen seine darstellerischen Möglichkeiten taugen, nicht aber für Filme.

Der Titel des Films ist von seinem Countryhit „Beer For My Horses“ ausgeborgt. Der angebotene Humor ist sehr bodenständig und robust. In den ersten dreißig Minuten ist eigentlich überhaupt nichts Lustiges vorhanden, worüber das Publikum ernsthaft lachen könnte, danach bessert es sich ein wenig, zumindest für Zuschauer, denen ein schwacher Jokus zur Erheiterung reicht oder die über Fips Asmussen lachen können. Wer sich hierzulande in der Countryszene nicht auskennt, dem wird das Antlitz des Stars Toby Keith natürlich nichts sagen, aber selbst seine Fans in den USA haben dem Film nicht zu einem vernünftigen Einspielergebnis verholfen. Der Film ist ein Flop und es lohnt sich nicht ihn anzusehen.

Digitale Aufarbeitung:
Die Farben des Bildes sind realistisch, wirken aber stellenweise ein bisschen blass, als hätte sich ein leichter Schleier darüber gelegt. Es fällt ein leichtes Rauschen auf, welches aber nicht weiter stört. Der Kontrast hätte eine Spur besser ausfallen können und so verlaufen sich ein paar dunklere Aufnahmen ineinander. Der Ton ist akzeptabel, aber ohne echte akustische Highlights.

Die Extras eröffnen mit dem Originaltrailer und einer Bildergalerie. Dann folgen der Soundtrack zum Film mit zwölf Songs und sechs untertitelte Minuten mit Infos zu den Dreharbeiten. Die nächsten zehn Minuten handeln von den verschiedenen Figuren im Film und die Darsteller geben in der Form von Interviews Kommentare ab. Danach gibt es noch ein paar Patzer vom Dreh ein Promotionvideo des Hauptdarstellers, sowie ein Musikvideo.

Fazit:
„Beer For My Horses“ gehört zu der Kategorie derer Filme, welche die Welt nicht braucht. Mäßig bis flach witzig reicht nicht aus, um sein Publikum über gut 90 Minuten unterhalten zu wollen. Und ein schauspielernder Countrysänger, den hier kaum einer kennt, dem ist der filmische Erfolg nicht beschieden. Bild und Ton sind in Ordnung, aber nicht das Maß der Dinge. Die Extras sind üppig.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 16
1,78:1
1,78:1
85:58 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Deutsch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Englisch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Englisch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Untertitel:
Deutsch
Bonusmaterial:
  • Making Of
  • CMT on Set
  • Bildergalerie
  • Die guten und die schlechten Leuten von Mangum
  • Soundtrack
  • Musikvideo
  • Bloopers
  • Toby Keith Promovideo
Beer for my Horses - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Beer For My Horses
Beer For My Horses

Bild unseres Mitarbeiters Jörg Hesse
Country-Star erleidet Schiffbruch


Autor der Besprechung:
Jörg Hesse

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2008
Regie:
Michael Salomon
Drehbuch:
Toby Keith, Rodney Carrington
Darsteller:
Toby Keith, Rodney Carrington, Claire Forlani, Greg Serano, Tom Skerrit

Label Deutschland :
MiG Film
Verkaufsstart Deutschland :
09.04.2009