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DVD-Besprechung - Lost - Staffel 4
Story:
Nachdem Desmond (Henry Ian Cusick) die finale Warnung Charlies (Dominic Monaghan) vor dessen Tod überbringt, machen sich Zweifel unter den Überlebenden breit. Daraufhin teilt sich die Gruppe. Der Teil der Überlebenden, der auf Rettung hofft, bleibt unter Jacks (Matthew Fox) Führung zurück, während Locke (Terry O'Quinn) die Gruppe anführt, die den Frachterleuten skeptisch gegenübersteht. Dieser Gruppe schließen sich u. a. Sawyer (Josh Holloway), Hurley (Jorge Garcia), Claire (Emilie de Ravin) und Ben (Michael Emerson) an. In derselben Nacht muss der Hubschrauber des Frachters auf der Insel notlanden. An Bord befinden sich vier Passagiere: Frank Lapidus, der Pilot, der ursprünglich auch Flug 815 fliegen sollte, der Geisterjäger Miles (Ken Leung), sowie die Anthropologin Charlotte (Rebecca Mader) und der Physiker Daniel (Jeremy Davies). Charlotte gerät dabei in die Hände von Lockes Truppe, die sich vorübergehend in der ehemaligen Stadt der Anderen einquartiert. Schnell stellt sich heraus, dass die Rettung der Überlebenden nicht das primäre Ziel des Frachters ist. Sie sind auf der Suche nach Ben Linus.
Meinung zum Film:
Wie zahlreiche andere US-TV-Serien auch, war „Lost“ 2007 vom großen Streik der Drehbuchautoren betroffen. Von den geplanten 17 Folgen der vierten Staffel konnten gerade 14 beendet werden, bevor die Schreiberlinge die Stifte niederlegen mussten und die Computer ausschalteten. Wie stark sich dies auf die Staffel auswirkte, kann man als Zuschauer nur schwer beurteilen. Tatsache ist, dass gerade die letzten Folgen ein unglaubliches Tempo an den Tag legen und gewisse Handlungsstränge „Lost“-unüblich relativ schnell abgehandelt wurden. Dies könnte eine Auswirkung des Streiks sein, da die Macher wussten, dass sie am Ende der Staffel einen gewissen Punkt erreicht haben mussten, sonst würde das ganze Handlungskonzept nicht wie gewollt funktionieren. „Lost“ ist aber trotzdem auch im vierten Jahr für Überraschungen und Wendungen gut, auch wenn die Serie langsam an einem Punkt angelangt ist, der es nicht einfach macht, allen Handlungssträngen, Verweisen und Zeitsprüngen zu folgen.
Eine große Neuerung sind die sogenannten „Flash Forward“ (Vorblenden) welche die „Flash Back“ (Rückblenden) ablösen. Damit ist gemeint, dass die Handlung in jeder Folge in die Zukunft springt und sich der sogenannten „Oceanic Six“ annimmt, also der Gruppe von Losties, welche die Insel verlassen konnte. Als großes Hauptthema der vierten Staffel wird erzählt, wie sich die Überlebenden in zwei Gruppen spalten: Ein Teil der Leute schließt sich John Locke an, der auf der Insel bleiben, während der Rest hinter Jack steht, der die Chance packt und möglichst bald von der Insel weg will. Der Zuschauer weiß bis Mitte der Staffel, welche sechs Überlebenden es schaffen und ist natürlich gespannt, was aus den Anderen wird - und weshalb es nur gerade einer Handvoll Leuten gelungen ist, die Insel zu verlassen. Doch „Lost“ wäre nicht „Lost“, wenn damit schon alles gesagt wäre. Im Gegenteil, es tun sich Konstellationen und Verknüpfungen auf, die nicht vorhersehbar waren, die aber immer wieder erstaunliche Querverbindungen zu den ersten drei Staffeln knüpfen. Auch wenn der Zuschauer ab und zu das Gefühl hat, die Autoren wüssten wirklich nicht so recht, was hinter dem Geheimnis der Insel steckt, so beweist diese Staffel, besonders im letzten Drittel, dass dem wahrlich nicht so ist.
Wer ob der ständig wachsenden Anzahl an Fragen und der wenigen Antworten nicht den gesamten Durchblick verliert und sich auf das Verwirrspiel einlässt, dem wird eine nach wie vor äußerst spannende Serie geboten, die den Vergleich zu FOXs Dauerbrenner „24“ nicht scheuen muss – auch wenn die Actionserie mit Kiefer Sutherland in eine vollkommen andere Richtung Spannung aufbaut. „Lost“ beweist weiterhin eindrücklich, dass Fernsehunterhaltung aus mehr als nur Reality- und Popstar-Shows besteht, sondern die Zuschauer durch gut gemachte und spannend inszenierte Serien vor dem Fernseher bannen kann.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild der DVD weiß zu überzeugen. Die Farben sind sehr kräftig und wirken natürlich, was bei der Kulisse von Vorteil ist. Die Schärfe ist ebenfalls sehr gut und der Kontrast zeigt auch keine Schwächen. Die Nachtszenen verfügen über einen guten Schwarzwert, der dort die Details stehen lässt, wo sie auch nötig sind. Der Ton sorgt ebenfalls für ein gutes und überzeugendes Inselfeeling im Heimkino und in den Actionszenen gibt sich der Bass – ja die ganze Anlage – keine Blöße. Alles in allem eine technisch hervorragende Staffel.
Während bei vielen Serien inzwischen bei den Extras gespart wird oder sich der Trend zur Blu-ray als Bonusmaterial-Silberling entwickelt, denkt Disney hier auch an die Fans, die „nur“ einen DVD-Player ihr eigen nennen. Für diese gibt es weiterhin „Lost“ pur! Von den sechs DVDs sind zwei voll mit Extras. Dazu zählen Setberichte, ein Extra zum Soundtrack, Pannen vom Dreh, zusätzliche Szenen – für Losties das beste Extra! - und als Leckerbissen sämtliche „Flash Forward“ im Gesamtpaket – zum immer wieder schauen. Hier kann sich der Fan wahrlich nicht beschweren. Das einzige Manko an diesem Set ist, dass im Moment kein VÖ-Termin für die fünfte Staffel bekannt ist – die in den nächsten Tagen in den Staaten ihren Abschluss findet.
Fazit:
Eigentlich gibt es nicht mehr viel zu sagen: Die vierte Staffel bietet "Lost" wie es sein muss und wie es Fans haben möchte!
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,78:1
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14 Folgen à ca 45 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Englisch Dolby Digital 5.1 | Französisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch, Englisch, Englisch für Hörgeschädigte, Französisch |
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Bonusmaterial:
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- Die Episode "Der Anfang vom Ende" mit Kommentare der Schauspieler Evangeline Lilly und Jorge Garcia
- Alles über LOST in 8:15 Minten
- Die Episode "Die Rückkehrer Teil 2" mit Audiokommentar
- Am Set von LOST
- Die Insel: LOST auf Hawaii
- Das Recht Waffen zu tragen
- Soundtrack zum Überleben: Kompositionen für Charaktere, Konflikte und Geheimnisse
- Pannen vom LOST Dreh
- Zusätzliche Szenen
- Der Lauf Der Zukunft: Die definitiven Vorblenden
- Der Schwur Der Oceanic Sechs: Ein Netz aus Lügen
- Die Frachter-Crew
- Dreharbeiten auf offener See
- LOST: Fehlende Teile - Mobisodes
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Lost - Staffel 4
Lost - Season 4
"Vertraue niemandem" ist die große Devise dieser Staffel
Autor der Besprechung:
Gastautor
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2008 Regie: Tucker Gates, J.J. Abrams, Jack Bender u.a. Drehbuch: Damon Lindelof, Jeffrey Lieber, J.J. Abrams u.a. Darsteller: Jorge Garcia, Naveen Andrews, Matthew Fox, Emilie de Ravin, Terry O'Quinn, Kim Yun, Yunjin Kim, Daniel Dae Kim, Dominic Monaghan, Harold Perrineau, Michael Emerson, Henry Ian Cusick, Evangeline Lilly, Josh Holloway
Label :
Buena Vista Home Entertainment
Verkaufsstart : 09.04.2009
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