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Kino-Besprechung - Public Enemy No. 1 - Mordinstinkt
Story:
Jacques Mesrine (Vincent Cassel) dient als Soldat im Algerienkrieg und wird dort ans Töten und die Grausamkeit gewöhnt. Als er zurückkehrt, besorgen seine Eltern ihm einen Job, doch er lässt sich von seinem Kumpel Paul (Gilles Lellouche) bei dem Gangsterboss Guido (Gérard Depardieu) vorstellen. Fortan begehen die beiden in dessen Auftrag Raubüberfälle. Während dieser Zeit freundet Jacques sich auch mit der Prostituierten Sarah (Florence Thomassin) an. Als es zum Streit mit deren Zuhälter kommt, hilft Guido ihm, den Mann umzubringen. Während Jacques mit Paul in Spanien Urlaub macht, lernt er Sofia (Elena Anaya) kennen und verliebt sich in sie. Die beiden heiraten und gründen eine Familie. Ihr zuliebe versucht er ein ehrliches Leben zu führen. Doch wirtschaftliche Not und seine Freundschaft zu Paul und Guido bringen ihn davon ab. Immer brutaler werden Jacques‘ Verbrechen, auch ein Gefängnisaufenthalt ändert das nicht. Als seine Verbrechen immer weitere Kreise ziehen, muss Jacques sich schließlich nach Kanada absetzen.
Meinung zum Film:
„Public Enemy No. 1 – Mordinstinkt“ beschreibt das Leben des Ausbrecherkönigs Jacques Mesrine bis zu seiner Zeit in Kanada. Der zweite Teil „Public Enemy No. 1 – Todestrieb“ folgt im Mai. Grundlage dieses Zweiteilers von Jean-Francois Richet („Das Ende – Assault on Precinct 13“) ist die Autobiographie von Jacques Mesrine, die dieser kurz vor seinem Tod schrieb. Durch seine erfolgreichen Gefängnisausbrüche war er trotz seiner Gewaltverbrechen zeitweise fast ein Medienstar, bis ihn das Publikum dann plötzlich wieder fallen ließ. Auf den Fahndungslisten der französischen und kanadischen Polizei stand er über Jahre hinweg ganz oben, was ihm den Titel „Staatsfeind Nr. 1“ einbrachte.
Jacques Mesrine wird von Vincent Cassel („Der Pakt der Wölfe“) gespielt, der hier vor allem durch seine Wandlungsfähigkeit beeindruckt. Zum einen muss er Mesrines Entwicklung über rund 20 Jahre darstellen und zum anderen in sehr viele Verkleidungen schlüpfen, da Mesrine als ein Meister der Verwandlung galt. Weniger überzeugend ist er allerdings, wenn es um Mesrines Motivation für seine Aktionen geht, aber hier macht es ihm der episodenhafte Charakter des Films auch nicht leicht. Wenn man Mesrines Geschichte nicht kennt, fragt man sich immer wieder, welche Bedeutung ein neu eingeführter Nebencharakter wohl haben wird. So ist es bei den Nebenrollen dann nur Gérard Depardieu („36 – Tödliche Rivalen“), der als Mesrines zeitweiliger Boss und väterlicher Freund Guido besonders in Erinnerung bleibt.
Technisch ist der Film sehr gut gemacht. Die Actionszenen sind gekonnt und von manchmal beträchtlicher Härte. Auch das historische Ambiente mitsamt der zeitlichen Entwicklung wurde sehr überzeugend und detailgetreu umgesetzt. Und der Filmschnitt von Hervé Schneid („Die fabelhafte Welt der Amelie“) ist sehr gut, insbesondere in der wirklich innovativen Eröffnungssequenz. Was leider fehlt ist die Möglichkeit, sich emotional auf den Film einzulassen. Die einzelnen Episoden, die sich teilweise abrupt abwechseln, vermögen es nicht wirklich, Mesrines eigentliche Motivation zu vermitteln. Die Szenen aus dem Algerienkrieg und von Mesrines Entlassung geben zwar einen Anhaltspunkt, aber mehr auch nicht.
Fazit:
„Public Enemy No. 1 – Mordinstinkt“ überzeugt in seinen drastischen Actionsequenzen und mit den historischen Details. Durch das Episodenhafte des Filmes fällt es jedoch schwer, mit den Charakteren mitzufiebern, so dass zum Ende hin die Länge unangenehm spürbar wird.
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Public Enemy No. 1 - Mordinstinkt
L'instinct de mort
Das Leben des Gewaltverbrechers und Ausbrecherkönigs Jacques Mesrine – Teil 1
Autor der Besprechung:
Martin Asbach
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Frankreich, 2008 Regie: Jean-Francois Richet Drehbuch: Abdel Raouf Dafri Darsteller: Vincent Cassel, Cécile de France, Gérard Depardieu, Roy Dupuis, Gilles Lellouche, Elena Anaya, Michel Duchaussoy, Myriam Boyer, Florence Thomassin
Verleiher:
Senator
Kinostart : 23.04.2009
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