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DVD-Besprechung - Forbidden Kingdom
Story:
Jason (Michael Angarano) ist 17 und ein totaler Kung-Fu-Fan. Allerdings bezieht sich seine
Begeisterung nur auf Kung-Fu-Filme. Als er im Laden eines alten
Chinesen einen Kampfstab sieht, den er auch noch aus Filmen kennt,
findet er sich kurz darauf in einem mystischen China vergangener
Jahrhunderte wieder. Doch damit nicht genug: er hat auch den Auftrag,
den Kampfstab seinem rechtmäßigen Besitzer - dem Affenkönig Son Goku -
zurückzubringen - doch der wird als Jadestatue im verbotenen Königreich
festgehalten.
Meinung zum Film:
Jackie Chan ("Rush Hour") und Jet Li ("Romeo
must die") sind zwei
gefeierte Actionstars, die auch außerhalb Asiens große Erfolge
erzielten. In "Forbidden Kingdom" stehen die Beiden erstmalig gemeinsam
vor der Kamera. Regisseur Rob Minkoff ("Der König der Löwen") inszenierte diesen
Film und holte sich für die unvermeidlichen Actionszenen noch den
Choreographen Yuen Wo Ping ("Tiger & Dragon") mit an
Bord. Doch dann, mit diesen an sich guten Voraussetzungen, kommt doch nur ein
höchst mittelmäßiger Film heraus. Im Drehbuch zu "Forbidden Kingdom" hat Autor John Fusco ("Spirit - der wilde
Mustang") gleich mehrere Elemente chinesischer Sagen und Mythen
einfließen lassen. Der Affenkönig Son Goku ist hier wahrscheinlich eher
aus den "Dragon Ball"-Mangas bekannt. Die acht Unsterblichen sind
zentrale Figuren in der taoistischen Lehre und die "Dämonin mit den
weißen Haaren" stammt aus einem Martial-Arts Roman von 1954. Alles in
allem, so waren sich Chan, Li und Minkoff einig, ist der Film eine
Möglichkeit, chinesische Kultur dem Westen etwas näher zu bringen.
Insgesamt hebt sich die Geschichte aber kaum von der anderer mystischer
Eastern ab. Einen recht hohen Wiedererkennungswert hat aber das Thema
von dem planlosen, aber willigen Amerikaner, der innerhalb von ein paar
Tagen von einem weisen Alten das Kämpfen lernt und damit am Ende das
Mädchen bekommt. Nach "Karate Kid" und "Sidekicks" ist der erneute
Versuch in "Forbidden Kingdom" aber auch nicht origineller. Nur stellt sich
die Frage, warum im alten China plötzlich alle englisch sprechen. Mit "House of flying Daggers", "Tiger & Dragon" oder "Hero" ist der
Eastern wieder populär und auch teilweise auf ein ästhetisch neues
Niveau gehoben worden. "Forbidden Kingdom" kann da leider nicht
wirklich anknüpfen. Zwar gibt es auch hier wieder ausgezeichnet
choreographierte Kampfszenen, die mit Chan und Li wirklich gut besetzt
sind, aber auch nichts, was man nicht schon gesehen hätte. Die
Handlung, die die einzelnen Kämpfe verbindet ist dünn, vorhersehbar und
klischeehaft und Jackie Chan scheint den Slapstick auch einfach nicht
lassen zu können. Gegen Ende entwickelt sich dann auch noch alles in
Richtung eines Kostümfilms, womit dann das durchgehende Moment des
Films seine Inkohärenz ist.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild macht einen sehr guten Eindruck und versteht es neben seinen kräftigen Farben, vor allem durch einen hohen Schärfe- und Detailgrad zu überzeugen. Der Kontrast wirkt bei Innenaufnahmen zwar stellenweise ein wenig zu tief, was allerdings nur bedingt stört und den sehr guten Gesamteindruck nur minimal belastet. Der deutsche Ton in dts und Dolby Digital 5.1 ist sehr gut verständlich und nutzt in den Actionsequenzen auch eindrucksvoll die Effektlautsprecher, wodurch der Zuschauer mitten ins Geschehen gezogen wird.
Auf der Film-Disc findet sich neben dem Trailer zum Film noch ein Audiokommentar mit Regisseur Rob Minkoff und Drehbuchautor John Fusco, der einiges über die Hintergründe zur Entstehung preis gibt. Weitere Extras befinden sich auf einer separaten Bonus-DVD. Diese beinhalten einen Beitrag über die Martial-Arts-Künstler vor und hinter der Kamera, sowie einen über die weiblichen Charaktere im Film. Das Augenmerk wird des Weiteren auf die landschaftlichen Aspekte Chinas gelenkt und auch auf die Hangdian Filmstudios, in denen ein Teil des Films entstanden ist. Zuletzt wird auch nicht vergessen, teilweise auf die geschichtlichen Hintergründe, die in das Drehbuch eingeflossen sind, näher einzugehen. Abschließend folgen noch Erklärungen, wie aus Storyboard-Zeichnungen, 3D-Vorschauen (Previz) entstanden sind, es gibt einige Patzer vom Dreh zu sehen und zum Abschluss noch nicht verwendete Szenen, die wahlweise mit einem Kommentar des Regisseurs gesehen werden können. Insgesamt eine sehr umfangreiche Fülle an Extras, die Freunde des Films erfreuen dürfte. (MT)
Fazit:
Für Fans des modernen, anspruchslosen Kung-Fu-Gekloppes bietet
"Forbidden Kingdom" gute 100 Minuten Unterhaltung. Allerdings hätte man
von einem Chan-Li-Double-Feature deutlich mehr erwarten können. Wer
sich den Film im englischen Original anschaut, sei gewarnt, dass vor allem Jackie Chan extrem akzentbehaftet spricht.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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2,35:1
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100:10 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Deutsch DTS 5.1 | Englisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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- Audiokommentar mit Regisseur Rob Minkoff und Drehbuchautor John Fusco
- Das Kung-Fu-Dream-Team
- Gefährliche Schönheiten
- China entdecken
- Dreharbeiten in Chinawood
- Der Affenkönig und die Acht Unsterblichen
- Storyboard und Previz
- Die besten Patzer
- Deleted Scenes (wahlweise mit Kommentar von Regisseur Rob Minkoff)
- TV-Spots
- Trailer
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Forbidden Kingdom
The Forbidden Kingdom
Jet Li und Jackie Chan prügeln erstmalig gemeinsam
Autor der Besprechung:
Falk Ebert
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA / China, 2008 Regie: Rob Minkoff Drehbuch: John Fusco Darsteller: Jackie Chan, Jet Li, Michael Angarano, Liu Yifei, Collin Chou, Morgan Benoit, Jack Posobiec, Bingbing Li
Label :
Koch Media Entertainment
Verkaufsstart : 11.09.2009
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