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The DescendantsLucky TroubleDas Todesspiel

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DVD-Besprechung - Eastern Double Feature Vol. 2

Story:
Diamant des Todes
Der junge Joji (Hiroyuki Sanada) erfährt am Sterbebett seines Vaters, dass dieser ihn einst gekidnappt hat und in Japan noch ein Zwillingsbruder sowie eine Schwester leben. Joji bricht nach Japan auf und wird auch zunächst von seinem Onkel wohlwollend aufgenommen. Sein Zwillingsbruder ist allerdings unter mysteriösen Umständen verschwunden und seine Schwester Chihiro (Etsuko Shihomi) ist blind. Bereits nach kurzer Zeit wird Joji selbst zur Zielscheibe und alle Menschen in seiner Umgebung jagen einem wertvollen, verschollenen Diamanten aus dem Besitz seiner Familie hinterher.

Terrorfahrt ins Ungewisse
Eine Kommandoeinheit einer terroristischen Vereinigung kapert den japanischen Supertanker "Arabian Light". Ihr Ziel ist eine weltweite, gerechte Verteilung von natürlichen Ressourcen und Wohlstand. Der Tanker wird vermint und soll nach Ablauf eines Ultimatums gesprengt werden, falls die Japaner nicht ihre eigenen Rohölreserven vernichten. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt.

Meinung zum Film:
Mit der "Eastern Double Feature"-Reihe setzt "MIG" seine "Eastern Classics"- Veröffentlichungen unter neuem Namen und im Rahmen des Sublabels "Mr. Banker Films" fort. Volume 1 umfasste mit "Der Herausforderer" und "Der Gelbe Gorilla mit dem Superschlag" klassische Eastern der 70er-Jahre. Volume 2 hingegen besteht aus den beiden völlig unterschiedlichen japanischen Vertretern "Diamant des Todes" und "Terrorfahrt ins Ungewisse". Volume 3 wird eine verbesserte Neuauflage von "Red Force 5" sowie den von MIG bisher lediglich im Rahmen der Verleihfassung der "Eastern Classics Vol. 8" veröffentlichten "Lethal Lady" von Corey Yuen enthalten. Volume 4 wird John Woos Frühwerk "Last Hurrah for Chivalry" als deutsche Erstveröffentlichung beinhalten und außerdem noch den bereits von "Eyecatcher" erhältlichen Titel "Das Schwert". Beide Neuankündigungen sind für den 26. Juni 2009 angekündigt. Die vorliegende Veröffentlichung beinhaltet jeweils die um Handlungssequenzen erleichterten deutschen Kinofassungen. Während für "Diamant des Todes" die geschnittenen Sequenzen im Bonusmaterial mitgeliefert werden, allerdings unverständlicherweise nicht in den Film integriert wurden, muß für "Terrorfahrt ins Ungewisse" auf fast zehn Minuten Handlung verzichtet werden. Die Veröffentlichung beinhaltet ein Wendecover.

"Diamant des Todes" (83:02) entstand im Jahr 1981 unter der Regie von Norifumi Suzuki ("Sex and Fury"), der sich in den 70ern vor allem mit exploitativen Sukebanfilmen, Stichwort "pinky violence", einen Namen machte. In der Hauptrolle agiert Hiroyuki Sanada ("Ninja Wars"), der vor allem in den 80er-Jahren in Japan zu einem Actionstar avancierte. Vor nicht allzu langer Zeit gelang ihm aber auch der Sprung nach Hollywood und er wirkte in Blockbustern wie "Last Samurai" oder "Rush Hour 3" mit. Der vorliegende Film ist allerdings kein großes Kino, sondern ein ziemlich trashig anmutender, etwas holprig inszenierter Martial Arts-Genrebeitrag mit einigen Comedyeinlagen. Bis zum ersten Kampf vergehen allerdings satte 27 Minuten, während derer sich der Zuschauer mit einer recht simplen, aber schwerfällig erzählten Story herumschlagen muss, die doch letztendlich wiedermal nur auf das Motiv Rache hinausläuft. Als Sidekick ist auch noch der japanische Actionstar Sonny Chiba ("Der Wildeste von allen") mit an Bord, der hier leider nur einmal ins Kampfgeschehen eingreifen darf und ansonsten in Personalunion als Rauschgiftfahnder und Zauberkünstler Mr. Magic agiert. Für Trashfreunde dürfte "Diamant des Todes" eine ziemlich amüsante Angelegenheit darstellen. So wirken Charaktere wie der schwarze Gigant "Spartakus", dargestellt durch den Wrestler "Abdullah the Butcher", comichaft überzeichnet, es gibt abenteuerlich schlechte Seiltricks, bei denen sogar die Drähte zu sehen sind, eine Verfolgungsjagd reiht sich an die andere und es gibt diverse, leider viel zu kurze Kampfeinlagen mit recht ungewöhnlichen Gegnerkonstellationen.

"Terrorfahrt ins Ungewisse" (86:12) ist hingegen leider ein sterbenslangweiliger Rohrkrepierer, bei dem man über jede gekürzte Minute dankbar sein sollte. Der Film entpuppt sich schnell als maritimer Katastrophenfilm, der allerdings immerhin amüsanterweise heutzutage wieder eine gewisse Aktualität aufweist. Denn im Verlauf des Films wird ein japanischer Supertanker von Piraten mit größtenteils afrikanischem Hintergrund gekapert. Diese entpuppen sich dann allerdings als eindimensionale Terroristen, die für eine bessere Welt kämpfen, allerdings längst nicht alle Idealisten darstellen und auch gerne über Leichen gehen. Aufgrund der angedrohten Sprengung des Tankers droht Japan eine Katastrophe die hier dermaßen aufgebauscht wird, dass dagegen sogar die Atombomben auf Hiroshima & Nagasaki einen Witz darstellen sollen. Diese lächerlich überzogenen Katastrophenszenarien machen den Film aber auch nicht gerade spannender und effekttechnisch gibts hier lediglich die von Toho bekannten, pyrotechnischen Spielereien auf Modellbauebene.

Digitale Aufarbeitung:
Die Vorlagen der beiden Filme entstammen den digital restaurierten, japanischen DVDs von Toho. Dementsprechend verfügen beide Titel über eine gute Bildschärfe, einen ausgewogenen Kontrast und natürliche Farben. Verschmutzungen und Bildfehler sind ebenfalls nicht auszumachen. Beide Titel weisen allerdings ein stärkeres Bildrauschen auf. Die deutschen Tonspuren der beiden Filme bieten zwar keine besonderen Effekte, verfügen dafür aber über eine gute Verständlichkeit. Die Synchronisationen sind älteren Datums und durchaus professionell. 

Zu "Terrorfahrt ins Ungewisse" gibt es im Bonusbereich lediglich den Originaltrailer. Hingegen gibt es zu "Diamant des Todes" immerhin den Originaltrailer, den Originalteaser, eine Bildergalerie sowie sechs Deleted Scenes (9:36) mit asynchroner englischer Tonspur und festen japanischen Untertiteln.

Fazit:
"Diamant des Todes" ist ein relativ unterhaltsamer Eastern der etwas trashigen Art, mit ein paar bekannten Gesichtern, hätte aber durchaus etwas mehr Kampfsequenzen vertragen. "Terrorfahrt ins Ungewisse" ist hingegen ein ziemlich langweiliger Katastrophenfilm ohne echte Höhepunkte, der zudem innerhalb der Eastern-Reihen völlig deplaziert wirkt. Technisch bietet diese Veröffentlichung gute Qualität zum kleinen Preis, es gibt aber keine Originaltonspuren und einer der beiden Filme ist zudem geschnitten.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 16

169:14 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 1.0
Dolby Digital 1.0
Untertitel:
Keine Untertitel vorhanden.
Bonusmaterial:
  • Bildergalerie zu "Diamant des Todes"
  • Originaltrailer zu "Diamant des Todes" und "Terrorfahrt ins Ungewisse"
  • Originalteaser zu "Diamant des Todes"
  • Deleted Scenes zu "Diamant des Todes"
Eastern Double Feature Vol. 2 - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Diamantenauge / Höllenfahrt ins Ungewisse
Hoero! Tekken / Tôkyô-wan enjô

Bild unseres Mitarbeiters Lennart Reimherr
Japanischer Doppelpack mit einem trashig-unterhaltsamen Eastern und einem eher langweiligen, maritimen Katastrophenfilm


Autor der Besprechung:
Lennart Reimherr

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Japan, 1981 / 1975
Regie:
Norifumi Suzuki, Katsumune Ishida
Drehbuch:
Shinsuke Inoue, Masakazu Shimura, Norifumi Suzuki, Toshio Masuda, Yasuko Ono, Mitsuji Tanaka
Darsteller:
Hiroyuki Sanada, Sonny Chiba, Etsuko Shihomi, Tetsuro Tamba, Hiroshi Fujioka, Jo Shishido

Label Deutschland :
Mr. Banker Films
Verkaufsstart Deutschland :
03.04.2009