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DVD-Besprechung - Alphabet Killer
Story:
Die Suche nach dem Täter, der ein kleines Mädchen erst vergewaltigt und dann ermordet hat, will nicht so recht voran kommen. Detective Megan Paige (Eliza Dushku) beginnt unter dem Druck der erfolglosen Suche immer mehr einzubrechen und muss von der Fahndung abgezogen werden. 2 Jahre später wird erneut ein junges Mädchen aufgefunden. Das Verbrechen scheint in direkter Verbindung mit der damaligen Tat zu stehen. Für Megan steht fest, dass es sich bei dem Täter um einen Serienmörder handelt, den es gilt, schnell hinter Gittern zu bringen, bevor er weitere Taten begehen kann.
Meinung zum Film:
„Alphabet Killer“-Regisseur Rob Schmidt und Hauptdarstellerin Eliza Dushku haben bereits bei „Wrong Turn“ dafür gesorgt, dass Horrorfreunden spannende Unterhaltung geboten wurde. Ihre vorliegende zweite Zusammenarbeit basiert vage auf den drei Alphabet-, bzw. Doppelinitialen-Morden, die sich von 1971 bis 1973 in Rochester, im Bundesstaat New York in den USA ereigneten, aber niemals aufgeklärt werden konnten. In den Film übernommen wurde davon allerdings im Grunde nur die Tatsache, dass die jeweiligen Anfangsbuchstaben bei den Namen der Opfer gleich waren und die Städte, in denen ihre Leichen gefunden wurden ebenfalls mit dem gleichen Buchstaben begannen. Die Namen der Opfer und der Städte wurden für den Film geändert und auch die gesamten Ermittlungen und die dabei erhaltenen Erkenntnisse haben nichts mehr mit den tatsächlichen Geschehnissen gemein.
Der Einstieg in den Film gestaltet sich sehr interessant. Die Kinderleiche wird gefunden und Paige arbeitet wie eine Besessene an der Lösung des Falls. Doch umso länger sie in der Sache ermittelt, umso mehr belastet es sie, dass keine neuen Erkenntnisse getroffen werden können. Zudem ist sie die einzige die der Meinung ist, dass es sich bei dem Täter um einen Serienkiller handelt, der es gezielt auf eine Gleichheit der Anfangsbuchstaben bei Name, Nachname und Ort anlegte, während ihre Kollegen dabei eher von einem Zufall ausgehen. Als die Belastung für Megan zu groß wird und sie versucht, sich das Leben zu nehmen, wird sie nach einer Therapie zu Schreibtischarbeiten ins Revier versetzt. Als dann jedoch nach 2 Jahren eine weitere Kinderleiche auftaucht, die in das Anfangsbuchstaben-Schema passt, darf sie wieder an den Ermittlungen teilnehmen. Getrieben wird sie dabei immer mehr von Visionen, in denen die Ermordeten sie um ihre Hilfe bitten. Die Erscheinung der Kindergeister ist äußerst unheimlich gelungen und vor allem sie sorgen dafür, dass der Filme eine sehr unheimlich, morbide Atmosphäre erhält. Doch richtig spannend gerät er dadurch leider trotzdem nicht.
Vor allem in der Geschichte gibt es zu viele Ungereimtheiten und Unzulänglichkeiten, die einiges an dem prinzipiell viel versprechenden Grundkonstrukt wieder kaputt machen. Sei es die Tatsache, dass Megan trotz ihres Zusammenbruchs wieder aktiv an der Fahndung teilhaben kann, dass später ein vermeintlicher Täter gefunden wird, der allerdings dadurch enttarnt wurde, dass er damit gedroht hat, eine junge Erwachsene zu ermorden oder etwa der Priester, der nicht von sich aus der Polizei den Tipp geben konnte, dass die Opfer allesamt seine Kirchen besuchten. Es gibt einfach viel zu viele kleine Bausteine, die dafür sorgen, dass der Film inhaltlich immer wieder für Unverständnis sorgt. Selbst die Auflösung, die von der Idee her klasse ist, ist in der Umsetzung eher durchwachsen. Vielleicht wäre Rob Schmidt gut beraten gewesen, sich mehr auf die psychischen Probleme seiner Heldin, insbesondere der geisterhaften Erscheinungen zu kümmern und stattdessen auf die eher unpassenden Einlagen wie den Konflikt zweier Reviere und das Auftauchen des vermeintlichen Täters verzichten sollen. Langweilig ist „Alphabet Killer“ sicherlich nicht, aber mehr als ein durchschnittliches Mystery-Drama ist am Ende auch nicht dabei raus gekommen. Potential für mehr ist aber eindeutig vorhanden.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild macht einen guten Eindruck. Der Einsatz von Farbfiltern drückt zwar teilweise die Farben und lässt sie glanzlos erscheinen, was aber der Stimmung durchaus zu Gute kommt. Lediglich teilweise erkennbare Grobkörnigkeit stellt ein kleineres, aber nicht weiter nennenswertes Manko dar. Der deutsche Ton in dts ist sehr gut zu verstehen und nutzt vor allem über den Soundtrack auch immer wieder die Surroundkanäle.
Freunde von Erlebnisberichten bekommen bei den Extras gleich zwei Audiokommentare geboten. Einer wird gesprochen von Regisseur Rob Schmidt und Produzent Isen Robbins, beim anderen gibt sich Autor, Produzent und Darsteller Tom Malloy die Ehre. Allerdings sind gute Englischkenntnisse für diese erforderlich, da es keine Untertitel zum Film gibt. Des Weiteren findet sich beim Bonusmaterial noch eine alternative, bzw. erweiterte Szene zur Besichtigung des Fundorts der ersten Mädchenleiche durch Megan, sowie ein mit 6 Minuten recht knappes Making Of zum Film, das aber ohnehin nur ein musikalisch unterlegter "Behind the Scenes"-Beitrag ist. Abschließend gibt es auch noch den Trailer zum Film.
Fazit:
„Alphabet Killer“ besitzt einen interessanten Grundplot und eine nette Idee für die Auflösung, doch um dieses Gerüst herum hat es Rob Schmidt nicht geschafft, eine durchweg fesselnde Geschichte aufzuziehen. Es ist zwar genügend Handlung vorhanden, um keine Langeweile aufkommen zu lassen, richtig spannend wird es aber eher selten, dafür häufen sich dann aber einige inhaltliche Probleme an.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,85:1
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94:05 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Deutsch DTS 5.1 | Englisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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- Audiokommentar mit Regisseur Rob Schmidt und Produzent Isen Robbins
- Audiokommentar mit Autor, Produzent und Darsteller Tom Malloy
- Erweiterte Szene "Das erste Opfer"
- Making Of
- Trailer
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Alphabet Killer
The Alphabet Killer
Ein bisschen Drama, ein bisschen Thriller, ein bisschen Mystery und ganz viele Stolperfallen im Plot
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2008 Regie: Rob Schmidt Drehbuch: Tom Malloy Darsteller: Eliza Dushku, Cary Elwes, Timothy Hutton, Tom Malloy, Michael Ironside, Bill Moseley, Carl Lumbly, Brian Scannell, Melissa Leo, Tom Noonan
Label :
Sunfilm Entertainment
Verkaufsstart : 08.05.2009
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