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DVD-Besprechung - Blackout
Story:
Drei sich vollkommen unbekannte Menschen werden in einem steckenden Fahrstuhl festgehalten. Jeder für sich hatte dringende Aufgaben zu erledigen und einer von ihnen verbirgt zudem ein düsteres Geheimnis. Und umso länger die Drei im Fahrstuhl gefangen sind, umso mehr offenbart sich die dunkle Seite bei einem von ihnen.
Meinung zum Film:
Fahrstühle sind eine sehr gute Erfindung, vor allem wenn das gewünschte Stockwerk in luftiger Höhe liegt. Doch die Angst vieler Menschen, in dem beengten Raum eingeschlossen zu sein, weil ein technischer Defekt die Kabine am weiter fahren hindert, schmälert bei manch einem die Freude über die Fahrt darin. Und genau diese Situation beschwört Regisseur Rigoberto Castañeda („KM 31“) in seinem Film herauf. Allerdings sollten die Angaben auf dem Cover nicht unbedingt als Gradmesser für die zu erwartende Spannung genommen werden. Denn der dort vermittelte Eindruck, dass der Film von Anfang bis Ende ein „...schrecklich guter Thriller...“ ist, wird über rund 2/3 des Films kaum bis gar nicht bestätigt. Bis die Spannung erst einmal ihren Lauf nimmt, wird erst einmal in aller Ruhe auf die drei Charaktere eingegangen. Und der Hinweis, dass einer von ihnen ein Mörder, bzw. eine Mörderin ist, kann ebenfalls nur dem Cover entnommen werden. Im Film selbst kommt dieser Umstand im Grunde erst mit dem Finale zum Tragen.
Eine der drei Protagonisten im Film ist die Claudia (Amber Tamblyn / „Ring“), die seit dem Tod ihrer Eltern bei ihrer Großmutter lebt und alles in ihrem Leben ihrem Studium unterordnet. Tommy (Armie Hammer / „Flicka“) ist ein Aussteiger, der mit seiner neuen Freundin in eine unangenehme Situation geraten ist. Der Dritte im Bunde ist der Arzt Karl (Aidan Gillen / „Queer as Folk“), der über den Selbstmord seiner Frau bis heute nicht hinweg gekommen ist. Über Rückblenden wird nach und nach gezeigt, wie die drei Personen ihre Zeit vor dem unfreiwilligen Daueraufenthalt in der Fahrtstuhlkabine verbracht haben. Spannung kommt dabei nur selten auf, es entsteht beim Zuschauer vielmehr eine Neugierde darüber, was jeder von ihnen vor hatte in der Zeit, wo man nun gemeinsam fest steckt. Denn jeder von ihnen hat einen dringenden Grund, möglichst schnell befreit zu werden. Und genau das Herausfinden dieser Beweggründe stellt den Kern des Filmes dar.
So vergeht dann rund eine Stunde, bevor die Spannungsschraube endlich angezogen wird. Einer unten den Dreien beginnt nach und nach die Nerven zu verlieren und gerät immer mehr zum Psychopathen, der seine Mitgefangenen zu malträtieren beginnt. Die Dramatik nimmt ab diesem Punkt stetig zu und gipfelt in einem packenden Finale. Den Nervenkitzel, den Rigoberto Castañeda mit „KM 31“ aufbauen konnte, erreicht aber auch hier zu keiner Sekunde. Dafür ist vor allem der Beginn viel zu langatmig und spannungsfrei. Der Aufbau der klaustrophobischen Stimmung hat über weite Strecken kaum eine Chance, da die ständigen, längeren Rückblenden für den Zuschauer immer wieder eine Flucht in die Freiheit bedeuten, was der bedrückenden Atmosphäre deutlich schadet. Der Film ist sicherlich sehenswert, aber ganz sicher kein Beitrag, der bleibenden Eindruck hinterlässt.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild macht einen guten Eindruck. Zu Beginn wirken die Farben zwar ein wenig blass, was sich aber schnell legt. Die Schärfe ist gut und der Kontrast passend abgestimmt, so dass auch in den dunklen Szenen im Fahrstuhl immer genug zu sehen ist. Der deutsche Ton in dts ist durchweg gut zu verstehen und wenn es die Szene hergibt, kommen auch die Effektlautsprecher angemessen zum Einsatz.
Als Extras gibt es Interviews mit dem Regisseur und den drei Hauptdarstellern, in denen sie ein wenig über sich selbst und die Arbeit am Set erzählen. Als Abrundung liegt noch der englische Trailer vor.
Fazit:
„Blackout“ verpasst es in der ersten Stunde den Spannungsbogen vorbereitend zu spannen und verliert sich dabei zu sehr in der Charakterschilderung, die teilweise ein wenig zäh geraten sind. Erst zum Finale hin nimmt die Spannung langsam zu, was zu der Erkenntnis führt, ein unterhaltsames Thriller-Drama gesehen zu haben, das aber kaum Wiedersehenswert besitzt.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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2,35:1
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81:37 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Deutsch DTS 5.1 | Englisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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- Interviews mit Regisseur Rigoberto Castañeda, Darstellerin Amber Tamblyn und den Darstellern Aidan Gillen und Armie Hammer
- Englischer Trailer
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Blackout
Blackout
Durch Rückblenden wird der Aufbau einer klaustrophobischen Spannung verhindert
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2007 Regie: Rigoberto Castañeda Drehbuch: Ed Dougherty Darsteller: Amber Tamblyn, Aidan Gillen, Armie Hammer, Katie Stuart, Eloisa Bennetts, Peggy Batchelor, Jane Partridge, Emma Prescott, Mabel Rivera
Label :
Koch Media Entertainment
Verkaufsstart : 24.04.2009
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