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DVD-Besprechung - Run for Blood

Story:
Grover City ist keine amerikanische Stadt wie viele andere. Grover City birgt ein Geheimnis, das auch nur wenige Leute kennen. Grover City ist ein großes Militärexperiment und einige Menschen, die dort leben, sind alles andere als Zivilisten. Es sind getarnte Mitglieder des US-Militärs und seit Jahren begleiten sie ein gefährliches Experiment. Doch etwas geht schief und die Toten der Stadt erheben sich, um die Lebenden zu jagen und zu fressen. Eine Gruppe von Schülern versucht zu überleben, doch dies scheint unmöglich zu sein.

Meinung zum Film:
„Run For Blood“ ist ein Low-Budget-Zombie-Film, der als Trilogie konzipiert wurde. Der nun vorliegende erste Teil ist kein in sich geschlossener Film wie seinerzeit z.B. „Krieg der Sterne“, sondern die Handlung bricht nach 70 Minuten ab und der Zuschauer darf auf die Fortsetzung warten. Dies ist ein bisschen unbefriedigend, zumal der Film nicht unbedingt neue Einfälle auf dem Gebiet des Zombie-Films mit sich bringt. Stattdessen wurde fleißig, aber recht solide von anderen Streifen abgekupfert und dem Publikum bietet sich ein munterer Mix aus bekannten Werken wie „Night Of The Living Dead“, „Land Of The Dead“ oder auch „28 Days Later“. Ein kleiner Tipp am Rande für die Puristen unter den Horrorfreunden: bevor sich jemand über bestimmte Verhaltensmuster der Untoten wundert, sollte der Film bis zum Ende gesehen werden, denn es gibt tatsächlich eine Begründung für so manches Verhalten.

Nach den Angaben der Filmschaffenden wurde das Bild absichtlich in einer schlechten Qualität gehalten. Als Stilmittel. Es beschleicht einen aber der Eindruck, als wäre hier geflunkert worden und das Basisfilmmaterial war einfach nur schlecht. Wie dem auch sei, der Star des Films sind eher die harten Effekte, die wirklich gut gelungen sind. Es geht variantenreich zur Sache und es gibt quer Beet Splattereinlagen von durchgebrochenen Körpern, fiesen Beißereien und vielfältigen Spielarten der Zombiebeseitigung. Es ist aber keine stumpfe Aufreihung von Brutalitäten und die Geschichte wird kontinuierlich weiter gesponnen. Vieles ist hier zwar Standard und ist auch vorhersehbar, aber die Zeit geht flott und unterhaltsam herum. Nun, es gibt da sicherlich auch ein paar logische Fehler wie z.B. die leere Stadtautobahn in der Rush-Hour. Die Spannung erhöht sich zwar, aber zu glauben, dass dort einfach gar keine Autos zumindest verlassen herum stehen, funktioniert nicht.

Die Story beginnt wie so viele andere auch und die Toten beginnen eine unheilvolle Eigendynamik zu entwickeln. Zunächst wird die Ursache für das Grauen außen vor gelassen und zum Zwecke des Spannungsaufbaus werden erstmal einige Einzelpersonen effektvoll verhackstückt. Es erfolgt die übliche Steigerung bis hin zu der Situation, in der nur noch wenige Überlebende einer schieren Übermacht an Untoten gegenüber stehen. Die Situation scheint hoffnungslos und genau da endet der erste Teil der Trilogie. Seitens der handelnden Charaktere, sollte der geneigte Zuschauer sich nicht zu sehr auf eine Bezugsperson festlegen, denn da gibt es herbe Verluste. Am Ende stehen zwei die zunächst nicht so auffallen, als wären sie diejenigen die es zumindest auch in Teil 2 schaffen. Dieser befindet sich in Produktion und soll 2010 erscheinen.

Digitale Aufarbeitung:
Das Bild ist wie oben bereits angedeutet alles andere als ein Hingucker. Scheinbar ließ das Filmmaterial kein besseres Ergebnis zu, was aber niemanden daran hindern, sollte sich den Film anzusehen. Es wirkt sehr unsauber und zeitweise auch unscharf.

Das Making Of mit einer Laufzeit von knapp 26 Minuten beginnt den Reigen der Extras. Es bietet einige Infos zum Film und die üblichen kleinen Nettigkeiten, die über eine Produktion geäußert werden. In den geschnittenen Szenen wird ca. 2,5 Minuten lang gezeigt, was nicht in den Hauptfilm übernommen wurde. Es folgen zwei Musikvideos und ein Kurzfilm von knapp fünf Minuten. Den Abschluss der Extras bildet der Originaltrailer. Leider wurde keines der Extras mit deutschen Untertiteln versehen.

Fazit:
„Run For Blood“ kann sich der Horrorfan gut ansehen und sich unterhalten fühlen. Allerdings darf sich niemand davor scheuen, die Fortsetzung des Plots erst im nächsten Jahr sehen zu können, da dieser erst noch produziert wird. Die Effekte sind deftig und auf einem ordentlichen Niveau. Das Bild ist nicht sonderlich gut und den ausreichenden Extras fehlt die Lokalisierung.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 18
2,35:1
2,35:1
72:05 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Englisch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Untertitel:
Keine
Bonusmaterial:
  • Making Of
  • Audiokommentar mit Regisseur Steven C. Miller und Produzent Mark Thalman
  • Deleted Scenes
  • Musikvideos
  • Kurzfilm
  • Trailer
Run for Blood - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Run For Blood
Automaton Transfusion

Bild unseres Mitarbeiters Jörg Hesse
Guter Low-Budget-Zombie-Mix


Autor der Besprechung:
Jörg Hesse

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2006
Regie:
Steven C. Miller
Drehbuch:
Steven C. Miller
Darsteller:
Garret Jones, Juliet Reeves, William Howard Bowman, Rowan Boussaid, Ashley Elizabeth Pierce

Label Deutschland :
Sunfilm Entertainment
Verkaufsstart Deutschland :
08.05.2009