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DVD-Besprechung - Dying Breed (SE)

Story:
Nina (Mirrah Foulkes) möchte die Forschungsarbeit ihrer verstorbenen Schwester fortsetzen und die Existenz des tasmanischen Tigers nachweisen. Sie bittet ihren Freund Matt (Leigh Whannell) die Expedition zu organisieren und zusammen mit dessen Kumpel Jack (Nathan Phillips) und dessen Freundin Rebecca (Melanie Vallejo) geht es auf die Insel Tasmaniens. Doch in den fern abgelegenen Wäldern gibt es nicht nur Tiere zu entdecken, es gibt dort auch eine ganz besondere Spezies von Mensch. Eine, die Menschenfleisch sehr schmackhaft findet.

Meinung zum Film:
„Dying Breed“ ist ein solider Vertreter des Hinterwäldlerhorrorfilms und überzeugt durch seine Realitätsnähe. Der Zuschauer nimmt dem Drehbuch seine Geschichte ab, was zu der erschreckenden Ahnung führt, dass solche Geschehnisse tatsächlich vorkommen könnten. Der Ausgangspunkt ist die australische Legende von dem irischen Häftling Alexander Pearce, der 1822 aus dem Gefängnis entkommen konnte und fortan als Kannibale in den tasmanischen Wäldern hauste. Mit einem Rückblick auf seine Flucht beginnt der Film und es wird eine weitere inhaltliche Brücke zur Gegenwart aufgebaut, indem dem Publikum ein tasmanischer Tiger präsentiert wird. Nach genau diesem vermutlich ausgestorbenen Tier sucht Nina, deren Schwester acht Jahre zuvor ertrunken aufgefunden wurde. Diese versuchte ebenfalls den Nachweis seiner Existenz zu erbringen und kam unter ungeklärten Umständen ums Leben.

Dem Zuschauer schwant nichts Gutes, denn in Flashbacks wird ihm gezeigt, was in Wahrheit mit der Schwester geschah und der lineare Verlauf der Story liefert dann einige Erklärungen ab. Es ist sicherlich nichts Neues in diesem Horrorfilm und doch hebt er sich von einigen anderen der selben Machart ab. Die Gewaltakte sind realistisch gehalten und gipfeln nicht in irgendwelchen Superlativen der Tötungsarten. Auch die einsetzende Erkenntnis, was da geschieht und warum ist durchweg logisch. Der Aufbau der Spannung geschieht klassisch und es dauert fast die Hälfte des Films, bis richtige Action einsetzt. Vorher werden die Charaktere klar abgesteckt und jeder bekommt einen Part zugewiesen. Wer ein wenig genreerfahren ist, der kann sogar die Reihenfolge des Ablebens der Figuren vorhersagen. Die Art und Weise jedoch nicht.

Die Sets sind einfalls- und abwechslungsreich gestaltet und bieten mehr als nur das hinterwäldlerische Einerlei. Dieses wird zwar auch bedient, doch wer ein wenig der Natur zuspricht, der wird einige wirklich tolle Landschaftsaufnahmen aus Tasmanien mitnehmen. Die südlich von Australien gelegene Insel wird von der Kamera fast schon werbend eingefangen. Qualitativ kann diese Produktion als hochwertig bezeichnet werden, auch wenn die Innovation fehlt. Wer jetzt nicht noch einmal „Wrong Turn 2“ in den Player legen möchte, der kann hier getrost zu „Dying Breed“ greifen. Die schauspielerischen Leistungen sind in Ordnung und auch die deutsche Synchronisation spielt passend mit. Die Spezialeffekte sind zwar kurz aber knackig, wodurch die Freigabe ab 18 Jahren gerechtfertigt ist. Es gibt auch nicht zu viele blutige Einheiten, wodurch das Hauptaugenmerk bei der Hatz durch Tasmanien bleibt.

Digitale Aufarbeitung:
Die Optik ist sehr gut gelungen und es präsentiert sich dem Zuschauer ein sauberes Bild ohne Kritikpunkte. Die Farben sind realitätsnah und ausgewogen. Das Bild wirkt zudem sehr detailreich und der Kontrast ist gut. Im Surroundbereich wird ebenfalls einiges geboten und das von Beginn an.

„Dying Breed“ kommt mit zwei DVDs. Auf der ersten befindet sich der Hauptfilm mit der Möglichkeit eines Audiokommentars von Regisseur Jody Dwyer und den Drehbuchautoren Michael Boughen und Rod Morris. Die zweite DVD beinhaltet die übrigen Extras, die allerdings für eine zweite Disc etwas dünn wirken. Zunächst ist da das informative Making Of mit einer Laufzeit von rund 25 Minuten. Danach können noch knapp 20 Minuten an Interviews abgerufen werden, die eine Mischiung aus Informationen und Werbung beinhalten. Dann gibt es noch eine geschnittene Szene sowie den Originaltrailer.

Fazit:
„Dying Breed“ ist ein ordentlicher Survival-Film, der vielleicht nicht viel Neues bietet aber sehr solide inszeniert wurde. Er ist eher realitätsnah als voyeuristisch brutal. Bild und Ton sind sehr gut gelungen und runden den guten Gesamteindruck ab.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 18
1,78:1
1,78:1
88:08 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Englisch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Untertitel:
Deutsch, Niederländisch
Bonusmaterial:
  • Audiokommentar
  • Making Of
  • Interviews
  • Deleted Scene
  • Originaltrailer
Dying Breed (SE) - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Dying Breed
Dying Breed

Bild unseres Mitarbeiters Jörg Hesse
In Tasmanien ist der Teufel los


Autor der Besprechung:
Jörg Hesse

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Australien, 2008
Regie:
Jody Dwyer
Drehbuch:
Michael Boughen, Rod Morris
Darsteller:
Nathan Phillips, Leigh Whannell, Bille Brown, Mirrah Foulkes, Melanie Vallejo

Label Deutschland :
Splendid Entertainment
Verkaufsstart Deutschland :
24.04.2009