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DVD-Besprechung - Gnaw
Story:
Eine Gruppe junger Leute möchte einen schönen Wochenendtrip machen. Ein nettes Landhaus soll es sein und durch seine Abgeschiedenheit für Erholung sorgen. Das Angebot umfasst auch die Verpflegung und eine nette ältere Dame (Carrie Cohen) versorgt die Truppe mit leckerem Essen. Doch wenn die Kurzurlauber wüssten, woraus die Leckereien hergestellt wurden, dann würde ihnen schnell der Appetit vergehen. Ihre Gastgeber sind nämlich Kannibalen und ihre Gäste stehen auf der Speisekarte.
Meinung zum Film:
„Gnaw“ hat ein kleines grundsätzliches Problem, denn ein Backwoodhorror passt vielleicht in die USA, Kanada oder auch Australien, aber im guten alten England wirkt es ein wenig deplatziert. Von diesem Flecken der Erde erwartet der Filmfreund eher eine nervenaufreibende Spukgeschichte oder knallharte Zombie-Action, zumindest seit „28 Days Later“. Nun, dies soll aber kein vorrangiges Killkriterium sein, doch es spukt immer wieder im Hinterkopf herum. Typisch britisch hingegen ist der getarnte, aber vorhandene rabenschwarze Humor, der den Engländern anhängig ist. Dieser zeigt sich vor allem in den Szenen, in denen den jungen Leuten Speisen vorgesetzt werden, von denen der Zuschauer weiß, woraus sie zubereitet wurden. Wenn dann noch z.B. ein Ring in der Speise auftaucht, dann wird es so richtig makaber. Auch der Filmtitel selbst zeugt von einer gewissen Lustigkeit, denn „gnaw“ bedeutet knabbern.
Inhaltlich schwimmt „Gnaw“ auf der immer noch andauernden Hinterwäldler-Überlebensfilm-Welle mit, ohne sich besonders abzuheben. Die Ausgangslage ist klassisch, indem eine Gruppe junger Leute ein nettes Wochenende auf dem Lande verbringen will und dann Zug um Zug verhackstückt wird. Immerhin sind zu den Mahlzeiten dann alle am Tisch, auch wenn sich die eine oder der andere in Teilen in den Pasteten oder anderen Fleischgerichten befinden. Horrorfans werden sicherlich ein bisschen Spaß an den Schlitzereien haben, doch so richtig will der Funke nicht überspringen. Der Film ist nun nicht schlecht, aber er wirkt halt überwiegend bekannt. Sein Pluspunkt ist seine oben bereits angeführte makabre Tendenz.
Die Schauspieler haben allesamt kaum Spielfilmerfahrung, was bei diesem Filmgenre aber nicht so sehr auffällt. Sie haben schließlich ein wenig Staffage zu spielen, um dann mehr oder weniger spektakulär aus dem Leben zu scheiden. Charakterliche Tiefe ist da nicht zu erwarten und auch nicht angemessen. Bei einer Laufzeit von unter 80 Minuten inkl. Abspann wird dann doch mehr Wert auf den Hinterwlädlergrusel gelegt und die Art und Weise, in welcher Zubereitungsart die Leute dann auf den Tisch kommen. Richtige Erschrecker gibt es nicht, sondern mehr den Nervenkitzel durch bedrohliche Situationen, in denen man langsam sieht, was auf den jeweiligen Akteur zu kommt. Die Effekte sind in Ordnung.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild ist eher schwach. Vorwiegend wirkt es blass und nimmt den Farben ihre Kraft. Zudem gibt es immer wieder deutliche Unschärfen und der Kontrast ist phasenweise sehr schwach auf der Brust. Der Ton wirkt stellenweise dumpf, was im Kontrast zu den meisten Dialogen steht die überwiegend klar sind. Räumlicher klang ist kaum wahrnehmbar.
Als Extras gibt es ein Making Of von rund 10 Minuten, den Originaltrailer und einen Audiokommentar von Regisseur Gregory Mandry. Lediglich der Trailer hat deutsche Untertitel.
Fazit:
„Gnaw“ hat seinen schwarzen Humor, aber das war es dann auch schon. Der Rest hebt sich nicht von dem Einerlei eines Massenproduktes ab, welches schnell produziert wurde. Die Umsetzung von Bild und Ton ist nicht sonderlich geglückt.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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2,35:1
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77:01 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Englisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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- Making Of
- Audiokommentar
- Originaltrailer
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Gnaw
Gnaw
Horrormassenware ohne Bedeutung für das Genre
Autor der Besprechung:
Jörg Hesse
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
GB, 2009 Regie: Gregory Mandry Drehbuch: Michael Bell, Max Waller, Rob Weston Darsteller: Hiram Bleetman, Carrie Cohen, Nigel Croft-Adams, Sara Dylan, Gary Faulkner
Label :
I-On New Media
Verkaufsstart : 29.05.2009
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