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The DescendantsLucky TroubleDas Todesspiel

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DVD-Besprechung - SAW V

Story:
Nachdem „Jigsaw“ John Kramer (Tobin Bell) nun schon seit längerem tot ist, lebt sein Erbe in Form von seinen perversen Mörderspielen weiter. Detective Mark Hoffman (Costas Mandylor) blüht in der Rolle des neuen Rächers förmlich auf, doch während er eine neue Gruppe vor tödliche Rätsel stellt, kommt ihm Agent Peter Strahm (Scott Patterson) immer weiter auf die Schliche. Dieser besucht noch einmal die alten Tatorte und kommt dabei zu erstaunlichen Erkenntnissen.

Meinung zum Film:
Nachdem Darren Lynn Bousman bei den letzten drei SAW-Filmen Regie führte, gab er das Staffelholz nun an den SAW-Bühnenbildner David Hackl weiter, der mit dem fünften Teil der SAW-Reihe sein Regiedebüt hinlegte. Anfängliche Sorgen bei den Anhängern von Jigsaw und seinen perversen Fallen, dass der Neuling sich mit dieser Aufgabe eine blutige Nase holen könnte waren unbegründet. Routiniert, als wäre er schon in den vorherigen Teilen mit der Drehleitung beauftragt gewesen, verbreitet er von der ersten Szene weg das bei den Fans so geliebte SAW-Gefühl. Wie schon in den vorhergehenden Filmen knüpft er nahtlos an das Ende des vierten Teils an und steckt Agent Strahm in eine der tödlichen Jigsaw-Fallen, nachdem zuvor ein frisches Opfer mit einer Guillotine-Falle konfrontiert wurde. Was sich daraus entwickelt, mag zu Beginn stellenweise noch ein wenig verwirrend erscheinen, klärt sich im weiteren Verlauf aber durchaus sinnvoll auf.

Der Weg, den „SAW V“ beschreitet, ist ein wenig anders als im vorhergehenden vierten Film. War es im letzten Teil vor allem die Härte der Fallen, die in den Mittelpunkt gerückt wurden, ist es nun eher die Geschichte, die zum zentralen Dreh- und Angelpunkt wird. Selbst die unrated, rund 6 Minuten längere Fassung kommt in Sachen Härtegrad nicht an das vorhergehende Kapitel der Serie heran. Durch Rückblenden in bisherige SAW-Filme wird ein teils ganz neues Licht auf einzelnen Geschehnisse geworfen, das zudem auch einige offene Fragen beantwortet. Kritiker sagen, dass hier nur nachträglich inhaltliche Schwächen der ersten vier Filme nachgebessert wurden, während Jigsawe-Liebhaber den durchgehenden Charakter der einzelnen SAW-Beiträge lieben. Klar ist jedoch, dass der fünfte SAW-Film vor allem dann seine ganze Stärke aufbauen kann, wenn die vorhergehenden Filme nicht nur gesehen wurden, sondern zudem auch noch zumindest grob im Gedächtnis sind. Es ist zwar auch ohne dieses Wissen problemlos möglich, der Handlung zu folgen, aber deutlich mehr Spaß macht es, wenn die zahlreichen Anspielungen und Rückblendungen chronologisch richtig eingeordnet werden können. Wer die bisherigen Filme noch nicht gesehen hat ist auf jeden Fall gut beraten, erst einmal die vorhergehenden Filme zu sehen.

Natürlich gibt es auch diesmal wieder einige gemeine Fallen geboten. Doch fällt die Gewalt dabei nicht mehr ganz so ausufernd aus wie noch beim letzten Mal. Es wird größtenteils auch wieder deutlich mehr Wert auf die Möglichkeit der Opfer gelegt, sich aus der prekären Situation zu befreien, was dann aber leider zu der ein oder anderen nicht ganz nachvollziehbaren Situation führt. Auch die finale Erkenntnis der letzten Überlebenden ist ein klein wenig zu kitschig inszeniert, um wirklich überzeugen zu können. Doch diesen kleineren Makel nehmen Fans der Serie gerne in Kauf, da „SAW V“ ansonsten beste Jigsaw-Unterhaltung bietet, die zudem auch einiges Neues zu bieten hat. Im Gegensatz zu anderen Horrorserien wie „Freitag, der 13.“ gibt es hier eine Weiterentwicklung einzelner Handlungsstränge und neue Blickwinkel auf bisherige Ereignisse. Das erneut sehr offene Ende macht den Story-Einstieg für den sechsten SAW-Film wieder sehr leicht. Regie dabei wird der bisherige SAW-Cutter Kevin Greutert führen. Es bleibt abzuwarten, ob er den Arbeitswechsel ähnlich gut hinbekommt wie David Hackl. Freunde der Filmreihe dürfen sich aber sicherlich Hoffnung darauf machen, wieder neue Einblicke in die Jigsaw-Welt zu erhalten.

Digitale Aufarbeitung:
Das recht stark mit Farbfiltern behandelte Bild macht generell einen guten Eindruck, lediglich in vereinzelten Szenen wirken die Konturen ein wenig weich gezeichnet. Beim Ton wurde ganz Arbeit geleistet. Der Dolby-Digital-Sound sorgt für eine gute Unterstützung des düsteren Szenarios und lässt bei Bedarf gezielt die (Tief-)Töne erklingen.

Als Extras gibt es kurze Statemens zahlreicher beteiligter Künstler, die alle ein wenig über ihre Eindrücke der SAW-Filme berichten. Es folgt ein knapp 7-minütiger, unkommentierter Blick hinter die Kulissen, der allerdings nicht mehr als einen groben Eindruck von den Dreharbeiten vermittelt. Abschließend gibt es noch den Trailer zum Film. Die unrated-Version des Films enthält anstelle der Interviews und des Behind-the-Scenes-Feature ausführliche Beschreibungen der Fallen. Wer mehr über die Entstehung des Films erfahren möchte, sollte besser zur "Limited Collector's Edition" greifen.

Fazit:
„SAW V“ ist ein guter Vertreter der Filmreihe rund um den mittlerweile verstorbenen Puzzle-Mörder „Jigsaw“. Er geht weg von der übertriebenen Gewaltdarstellung seines Vorgängers und kümmert sich dafür mehr um einen interessanten Plot. Wegen neuer Erkenntnisse zu den bisherigen Teilen werden sich vor allem SAW-Freunde bestens unterhalten fühlen. Wer von SAW bislang nichts gesehen haben sollte, ist gut damit beraten, sich erst einmal die anderen Filme anzusehen.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 18
1,78:1
1,78:1
85:03 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Deutsch
DTS 5.1
DTS 5.1
Deutsch
Dolby Surround
Dolby Surround
Englisch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Untertitel:
Deutsch
Bonusmaterial:
  • Interviews
  • Behind the Scenes
  • Trailer
SAW V - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
SAW V
SAW V

Bild unseres Mitarbeiters Michael Tomiak
Jigsaw ist tot, hoch lebe Jigsaw!


Autor der Besprechung:
Michael Tomiak

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA / Kanada, 2008
Regie:
David Hackl
Drehbuch:
Patrick Melton, Marcus Dunstan
Darsteller:
Tobin Bell, Costas Mandylor, Scott Patterson, Betsy Russell, Julie Benz, Meagan Good, Mark Rolston, Carlo Rota, Greg Bryk, Laura Gordon, Joris Jarsky

Label Deutschland :
Kinowelt Home Entertainment
Verkaufsstart Deutschland :
05.06.2009