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DVD-Besprechung - Kurzer Prozess - Righteous Kill
Story:
Die Detectives Tom Cowan (Robert De Niro) und David Fisk (Al Pacino) vom New York Police Department sind schon seit unzähligen Jahren Partner auf der Jagd nach Verbrechern. Schon längst desillusioniert vom Funktionieren des Rechtsstaates, nehmen sie auch schon mal selbst das Gesetzt in die Hand und fingieren Beweise. Als jedoch ein Serienkiller in der Stadt sein Unwesen treibt, der aller Voraussicht im Lager der Polizei zu finden ist, gehen die Meinungen der beiden Cops auseinander. Während Cowan der Meinung ist, dass man dem Täter lieber einen Orden als Handschellen verpassen sollten, kann Fisk die radikale Meinung seines Partners nicht unbedingt teilen.
Meinung zum Film:
Mit „Kurzer Prozess“ treten mit Robert de Niro und Al Pacino zwei der größten Hollywoodschauspieler unserer Zeit zum ersten Mal über die gesamte Lauflänge eines Films gemeinsam vor die Kamera. In „Der Pate 2“ waren sie zwar schon beide einmal in einem Film zu sehen, ohne aber gemeinsame Szenen zu haben. In „Heat“, in dem sie Gegenspieler waren, gab es nur wenige gemeinsame Momente. Regisseur Jon Avnet („Fried Green Tomatoes“) hatte nun erstmals die Gelegenheit, die beiden Darsteller den gesamte Film über vor der Kamera zu haben. Mit ihren Rollen als Detectives betraten beide dabei ein gewohntes Terrain, fehlte also nur noch die passende Story, um den Schauspielern den passenden Raum für das Ausüben ihres Berufes zu geben. Verantwortlich für das Skript ist Russell Gewirtz („Inside Man“), der sich bei seinem Plot für einen Serienkiller aus dem Polizistenmilieu entschied.
Doch bevor der Banditenkiller richtig in Erscheinung tritt, gibt es erst einmal ein wenig mehr über die beiden Cops zu sehen. Cowan wird als rauer Cop mit eindeutigem Hang zur Selbstjustiz gezeigt, während Fisk sich längst in seiner Desillusion über den Rechtsapparat ergeben hat. Die erste polizeiliche Arbeit besteht in den Ermittlungen gegen einen Clubbesitzer, gespielt von Rapper 50 Cent („Get rich or die tryin’“), der mehr als nur im Verdacht steht, Drogen zu verkaufen. Parallel dazu werden immer wieder Aufnahmen gezeigt, in denen Cowan ein Geständnis hinsichtlich seiner Vorgehensweise gegenüber Kriminellen ablegt und später zudem im Grunde gesteht, dass er hinter den jüngsten Serienmorden steckt. Aus diesem Umstand heraus ergibt sich dann auch die große Frage des Films, ob Cowan tatsächlich hinter den Morden steckt und wenn ja, was er mit seiner Aussage bezweckt. Und wie nicht anders zu erwarten, gibt es im Finale dann auch einen mehr oder weniger überraschenden Plottwist, der dann unter anderem auch diese Frage beantwortet.
Der Weg bis zu diesem Finale ist dann teils aber sehr steinig und teils auch sehr trocken. Es ist unschwer zu erkennen, dass sich De Niro und Pacino nicht sonderlich anstrengen mussten, um den Anforderungen an ihre Rollen gerecht zu werden. Ihre Charaktere wirken relativ eindimensional und ohne die nötige Tiefe. Das wäre sicherlich egal gewesen, wenn dies dem Spannungsaufbau geschuldet wäre, aber auch hier können maximal durchschnittliche Werte erzielt werden. Zu behäbig schlendert der Plot vor sich her, zu unglaubhaft und konstruiert kommen vereinzelte Elemente herüber, wie zum Beispiel die Beziehung von Cowan zu einer Tatortermittlerin (Carla Gugino / „Watchmen“) und wie diese sich im Verlauf weiter entwickelt. Unterm Schlussstrich steht somit eine A+-Besetzung, die immer wieder gegen den B-Plot ankämpfen muss. Sehenswert ist der Film aber allemal, alleine schon wegen der Tatsache, dass de Niro und Pacino endlich die gesamte Spielzeit über vor der Kamera als Partner agieren.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild macht einen guten Eindruck. Die Farben wirken zwar ein wenig gesetzt, was aber der Stimmung des Films zu gute kommt. Der deutsche Ton in Dolby Digital 5.1 ist sehr gut zu verstehen, große Soundeffekte dürfen allerdings nicht erwartet werden.
Bei den Extras gibt es zunächst einen Audiokommentar mit Regisseur Jon Avnet, der einige Hintergrundinfos zum Dreh bereit hält. Der erste Film-Beitrag der Extras beschäftigt sich in einem rund Viertelstündigem Blick hinter die Kulissen in erster Linie mit den Nebendarstellern, die ihre Eindrücke vom Dreh zum Besten geben. Es folgt ein rund 18-minütiger Beitrag über den Druck, der auf Polizisten liegt und wie Gewalt sich immer mehr in ihr Leben einschleicht. Als kleine Happen gibt es abschließend noch einen knappen Blick auf die Filmpremiere, TV-Spots, den Trailer und eine Fotogalerie.
Fazit:
„Kurzer Prozss – Righteous Kill“ ist ein Thriller mit Top-Besetzung, der allerdings immer wieder Qualitätseinbußen durch das B-Movie-Skript hinnehmen muss. Filmfreunde können dies jedoch verzeihen, da alleine die Besetzung von Al Pacino und Robert De Niro in den Hauptrollen grund genug ist, um mit der Zunge zu schnalzen. Schade, dass das Drehbuch da nicht mithalten kann.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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2,35:1
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96:40 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Englisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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- Audiokommentar von Jon Avnet
- The Investigation: Ein kurzer Blick in das Innere von "Kurzer Prozess"
- The thin blue line: Die dunklere Seite der Polizei
- Die "Righteous Kill"-Premiere in New York
- Trailer
- TV-Spots
- Fotogalerie
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Kurzer Prozess - Righteous Kill
Righteous Kill
Es ist ein Vergnügen, Al Pacino und Robert De Niro zuzuschauen, leider hält das Drehbuch da nicht ganz mit
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2008 Regie: Jon Avnet Drehbuch: Russell Gewirtz Darsteller: Al Pacino, Robert De Niro, 50 Cent, Donnie Wahlberg, John Leguizamo, Carla Gugino, Brian Dennehy
Label :
Kinowelt Home Entertainment
Verkaufsstart : 03.07.2009
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