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DVD-Besprechung - Jenseits von Eden - Die komplette Serie
Story:
Connecticut 1865: Cyrus Trask (Warren Oates) führt seine Farm mit harter Hand. Seine beiden Söhne Adam (Timothy Bottoms) und Charles (Bruce Boxleitner) sind erbitterte Rivalen um die Gunst des Vaters. Eines Tages tritt die junge Cathy (Jane Seymour) in ihr Leben, eine wunderschöne Frau, die ein teuflisches Geheimnis umgibt. Mit ihrer Anmut verschafft sie sich die Hörigkeit von Männern, die sie dann ohne Skrupel ausnutzt.
Meinung zum Film:
Im 1. Buch Mose 4,16 heißt es: "Dann musste Kain aus der Nähe des HERRN weggehen. Er wohnte östlich von Eden im Land Nod." Diese Stelle war titelgebend für John Steinbecks großes Familienepos "Jenseits von Eden" ("East of Eden"), einen seiner erfolgreichsten Romane. Ursprünglich 1952 beim New Yorker Verlag Viking Press veröffentlicht (auf Deutsch bei dtv erschienen), wurde die Saga bereits 1955 in einem großen Hollywood-Spielfilm mit James Dean in der Hauptrolle verfilmt. Allerdings musste dabei an der Handlung gespart werden und man verfilmte nur den dritten und vierten Teil der Romanvorlage. Erst mit der hier vorliegenden TV-Miniserie gleichen Namens aus dem Jahr 1981 wagte man sich an das Unterfangen, das komplette Buch zu verfilmen.
"Jenseits von Eden" ist ein groß angelegtes Epos über die Geschichte zweier Familien, das von 1865 bis zum Ende des Ersten Weltkriegs spielt. Das eingangs erwähnte Bibelzitat lässt schon erahnen, dass hier wohl rivalisierende Brüder in bester "Kain & Abel"-Manier einen entscheidenden Faktor der Handlung ausmachen - und so ist es dann auch: Cyrus Trask (Warren Oates, "1941") herrscht auf seiner Farm mit eiserner Hand. Seine beiden Söhne Adam (Timothy Bottoms, "The Girl Next Door") und Charles (Bruce Boxleitner, "Babylon 5") haben keine allzu angenehme Kindheit und rivalisieren um die Gunst des alten Herrn, der Adam den Vorzug gibt. Es kommt sogar so weit, dass Charles Adam einmal brutal zusammenschlägt und fast umbringt. Kurz darauf geht Adam zum Militär - auch, um seinem Bruder zu entfliehen. Es gibt allerlei Nebenplots, bis nach mehreren Jahren eines Tages schließlich Cathy Ames (Jane Seymour, "Leben und sterben lassen") auftaucht. Die ist nicht nur wunderschön, sondern weiß auch mit ihren Reizen umzugehen. Gnadenlos lässt sie die Männer nach ihrer Pfeife tanzen und treibt mit ihnen ihr intrigantes Spiel.
Jane Seymour, hier in einer ihrer ersten bedeutenden Rollen nach "Leben und sterben lassen" zu sehen, leistet in "Jenseits von Eden" nicht nur eine unglaublich hervorragende Arbeit, sondern bringt auch eine der eindrucksvollsten Leistungen ihrer Karriere, die zurecht mit dem Golden Globe ausgezeichnet wurde. Wer Seymour nur als zurückhaltende "Solitaire" oder gutherzige "Dr. Quinn" kennt, wird fast schon schockiert sein, wie glaubhaft sie als teuflische Intrigantin mit ruchlosen Absichten ist. Doch auch die anderen Darsteller brauchen sich nicht zu verstecken. Gerade Bruce Boxleitner brilliert als Charles Trask und kommt in der Produktion eigentlich etwas zu kurz weg. Vielleicht hätte man ihn lieber als Adam besetzen sollen, denn Timothy Bottoms, von dem man nach Ende der 80er auch nichts mehr hörte, schwächelt als dieser gelegentlich etwas. Eigentlich passt er nur in die Rolle, solange seine Figur seinem echten Alter entspricht. Spielt er den jüngeren oder älteren Adam, wirkt er leider oft extrem gekünstelt. Doch das ist nur ein kleiner Wermutstropfen an einer genialen Romanverfilmung, die man schon allein aufgrund der spektakulären Leistung von Jane Seymour sehen muss.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild wurde für die DVD-Veröffentlichung digital restauriert und weist erstaunlich wenige analoge Defekte auf. Dropouts und Verschmutzungen tauchen zwar auf, fallen aber nicht zu stark störend ins Gewicht. Die Schärfe ist nicht immer ideal, wobei man hier berücksichtigen muss, dass die komplette Miniserie in einer leicht milchigen, verschwommenen Optik angelegt wurde. Die Farben könnten etwas kräftiger sein, wirken aber insgesamt noch gelungen. Der Ton liegt auf Deutsch und Englisch in Doppelmono vor und bietet klar verständliche Dialoge.
Als Bonusmaterial gibt es ein 15-minütiges aktuelles Interview mit Jane Seymour zu ihrer Rolle, das äußerst interessant und informativ ausgefallen ist. Unter anderem erfährt man einiges über das Casting, die Dreharbeiten etc.
Fazit:
"Jenseits von Eden" ist die dreiteilige Verfilmung des gleichnamigen Romans von John Steinbeck. Das Familienepos kann zwar schon in literarischer Form überzeugen, doch Jane Seymours geniale Leistung als teuflische Intrigantin macht die Miniserie zu einem TV-Meisterwerk, das man gesehen haben sollte. Die DVD zeigt die drei Teile in guter Qualität und hat zwar nur wenig, aber dafür interessantes Bonusmaterial zu bieten.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,33:1
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ca. 366 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 2.0 | Englisch Dolby Digital 2.0 |
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Untertitel:
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Keine |
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Bonusmaterial:
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Interview mit Jane Seymour
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Jenseits von Eden
East of Eden
Gelungene Romanadaption mit einer grandiosen Jane Seymour
Autor der Besprechung:
Jano Rohleder
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 1981 Regie: Harvey Hart Drehbuch: Richard Shapiro Darsteller: Timothy Bottoms, Jane Seymour, Bruce Boxleitner, Soon-Tek Oh, Karen Allen
Label :
Koch Media Entertainment
Verkaufsstart : 29.05.2009
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