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DVD-Besprechung - The Sarah Silverman Program - Staffel 1

Story:
Sarah Silverman (Sarah Silverman) ist eine alleinstehende Frau in ihren 30ern, die sich ihre Wohnung durch ihre Schwester Laura (Laura Silverman) finanzieren lässt. Laura hat eine Beziehung mit Officer Jay McPherson (Jay Johnston), den Sarah allerdings nur Konkurrenten um die Gunst ihrer Schwester ansieht. Ihre besten Freunde sind ihre schwulen Nachbarn Brian (Brian Posehn) und Steve (Steve Agee).

Meinung zum Film:
„The Sarah Silverman Program – Season 1“ ist eine auf dem „Comedy Kanal“ ausgestrahlte Personality-Comedy-Show. Alles dreht sich darin um die quirlige, freche mit einem losen Mundwerk versehene Sarah Silverman („Rent“), die aber trotz ihrer verschrobenen Art immer noch höchst sympathisch herüber kommt. Jeden der Folge beschließt damit, dass sie am Ende des Tages ihrem kleinen Hund ihre höchst persönliche Version des gerade erlebten erzählt. Gesungen wird regelmäßig in den einzelnen Folgen. Die Texte passen dabei zum losen, recht frivolen Mundwerk Sarah Silvermans. Leider hat Paramount keine separate Untertitelspur für die Songs spendiert. So müssen der englischen Sprache nicht mächtige Zuschauer bei den Songs immer wieder zum Einschalten der generellen Untertitel zur Fernbedienung greifen um diese einzuschalten, oder aber diese die gesamte Episode über im Bild behalten. Außer natürlich, man verzichtet ganz auf den Inhalt der Texte, was aber schade wäre, da diese teilweise sehr witzig geraten sind.

In der ersten Folge der Show bekämpft Sarah ihren Frust über den neuen Freund ihrer Schwester mit Hustensaft. Dieser hat aber die Nebenwirkung, dass alles wie im Drogenrausch aussieht. Autofahren sollte man so natürlich nicht, was Sarah aber keinesfalls davon abhält. Weiter geht es in der nächsten Episode mit der humanitäre Seite von Miss Silverman. Nachdem sie sich anhören muss, wie generös Brian und Steve sind, lässt sie sofort einen ehemaligen Schulkameraden bei sich einziehen, der mittellos auf der Straße lebt. Da sie ihm aber nur sehr wenig Freiraum lässt und zudem auch noch alte Wunden aufreißt, endet das ganze im gewohnten Silverman-Chaos. Noch größer wird ihre Dreistigkeit als sie sich nach einem AIDS-Test für Menschen einsetzt, die wie sie HIV-Positiv sind. Allerdings weiß Sarah noch gar nicht, ob sie überhaupt positiv ist. Sie gehört zwar zur Risikogruppe, das Testergebnis liegt allerdings erst am Abend vor. Doch Warten war halt noch nie Sarahs Stärke.

Als nächstes wird Sarah Mutter, aber auch nur weil sie einem Mädchen dabei helfen möchte, einen Schönheitswettbewerb zu gewinnen, bei dem sie selbst in ihrer Kindheit nur Zweite werden konnte. Doch die Kleine hat es faustdick hinter den Ohren und versteht es bestens, Sarah verbalen Konter zu geben. Eine kleine Sexualkrise bekommt Sarah danach, als sie ihre homosexuelle Seite entdeckt und nur noch an eine bestimmte Frau denken kann. Abschließend zeigt sie noch auf, dass es durchaus ein großes Problem sein kann, Batterien für ihre Fernbedienung zu kaufen, vor allem wenn man dabei eine Begegnung mit Gott hat. Der Witz der einzelnen Folgen ist schwankend zwischen höchst unterhaltsam und ziemlich platt und teils auch überhaupt nicht witzig. Sarah Silverman nimmt nie ein Blatt vor den Mund und schert sich einen Dreck um Political Correctness. Wer sich an den teilweisen groben Plattheiten nicht stört, wird mit der quirlig-sympathischen Hauptdarstellerin sicherlich seinen Spaß haben können. Nur vom Niveau sollte man wirklich keine allzu großen Erwartungen haben. Bei Sarah Silverman sind nämlich vor allem platte Albernheiten Programm.

Digitale Aufarbeitung:
Das Bild ist bei ruhigen Aufnahmen ganz ordentlich, wenn auch nicht referenzverdächtig. Bei Bewegungen sind allerdings recht starke Nachzieheffekte zu erkennen, die wahrscheinlich auf das Konvertieren eines NTSC-Masterbandes zurückzuführen sind. Der deutsche Ton in Dolby Digital 2.0 ist durchweg gut verständlich.

Vor der Auswahl der einzelnen Episoden kann man sich bei den ersten fünf Episoden für ein oder teils zwei Audiokommentare entscheiden. Bei den Extras finden sich zunächst 13 Gesangsauftritte von Sarah Silverman, die mit gewohnt gewagten Themen daher kommen. Weiter geht es mit zwei ersten Entwürfen für die Titelsequenz in Form von Animationen und einer nicht gedrehten Verfolgungsjagd. Abschließend gibt es noch die Songs aus den einzelnen Folgen im Karaoke-Modus zum mitsingen.

Fazit:
„The Sarah Silverman Programm – Season 1“ bietet eine Hauptdarstellerin, die in ihrer Sprache kein bisschen auf Political Correctness achtet und genau das sagt, was ihr gerade auf der Zunge liegt. Teilweise schießt sie dabei zwar über das Ziel hinaus und driftet in den albernen Klamauk, teilweise bietet sie aber auch reichlich Grund zum Lachen. Wer mit teils albernen, derben Plattheiten kein Problem hat, sollte ruhig einen Blick riskieren.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 16
1,33:1
1,33:1
6 Episoden a ca. 22 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Englisch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Untertitel:
Deutsch, Englisch, Englisch für Hörgeschädigte
Bonusmaterial:
  • Audiokommentare zu 5 Episoden
  • Musikauftritte
  • 2 Test-Titelsequenzen
  • Nicht verwendete Szene
  • Songs aus dem Film im Karaoke-Modus
The Sarah Silverman Program - Staffel 1 - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
The Sarah Silverman Program - Staffel 1
The Sarah Silverman Program - Season 1

Bild unseres Mitarbeiters Michael Tomiak
Teils platter Klamauk, teils herrlich komisch - aber immer mit einer bezaubernden Sarah


Autor der Besprechung:
Michael Tomiak

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2007
Regie:
Rob Schrab, Steven K. Tsuchida
Drehbuch:
Sarah Silverman, Rob Schrab, Dan Harmon
Darsteller:
Sarah Silverman, Laura Silverman, Brian Posehn, Steve Agee, Jay Johnston

Label Deutschland :
Paramount Home Entertainment
Verkaufsstart Deutschland :
04.06.2009