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Kino-Besprechung - Drag Me to Hell

Story:

Christine Brown (Alison Lohman) arbeitet in der Kreditabteilung einer Bank. Um ihrem Chef ihre Entschlossenheit zu zeigen und damit ihre Chancen auf eine Beförderung zu verbessern, verweigert sie der alten Mrs. Ganush (Lorna Raver) einen Zahlungsaufschub, obwohl sie dadurch ihr Haus verliert. Die alte Frau belegt Christine daraufhin mit einem Fluch, der sie nach drei Tagen in die Hölle ziehen wird. Während Christine diesen Fluch zunächst noch ignoriert, merkt sie bald, dass immer seltsamere Sachen um sie herum passieren. Da ihr Verlobter ihr trotz seiner Zuneigung nicht wirklich glauben kann, wendet sie sich an den Spiritisten Rham Jas (Dileep Rao). Doch es zeigt sich, dass sie diesen Fluch nur bekämpfen kann, wenn sie selbst erschreckende Maßnahmen ergreift. Wie weit wird Christine gehen?



Meinung zum Film:

"Drag Me to Hell" ist der neuste Film von Kultregisseur Sam Raimi ("Spiderman"), der zusammen mit seinem Bruder Ivan Raimi ("Armee der Finsternis") auch das Drehbuch schrieb. Das Drehbuch hatte schon seit über zehn Jahren in der Schublade gelegen, musste aber aufgrund von Raimis Einbindung in die Spider-Man-Filme zurückgestellt werden. Jetzt konnte er sich endlich diesem Projekt widmen, mit dem er zu seinen Wurzeln zurückkehrt, dem Horrorgenre. Wie schon in früheren Filmen mischt er dabei den Horror mit humorvollen Szenen, die die Spannung auflockern, bevor der nächste Schockmoment kommt.

Alison Lohman ("Beowulf") ist eine wunderbare Verkörperung der Christine Brown. Jeder Schritt ihrer Wandlung von unsicher über ungläubig bis hin zu entschlossen ist sehr gut nachvollziehbar. Da sie in fast jeder Szene des Films anwesend ist, dominiert sie ihn auch, aber auch der Rest des Casts ist durchaus überzeugend. Hier sei insbesondere Justin Long ("Stirb langsam 4.0") genannt, der Christines Verlobten spielt. Wie so oft bei Filmen von Sam Raimi versammelt der Filmemacher hier wieder seine Freunde und Familie vor und hinter der Kamera. Neben der Zusammenarbeit mit seinem älteren Bruder Ivan Raimi gibt es Kurzauftritte seiner drei Kinder und seines jüngeren Bruders Ted Raimi ("Xena"). Auch der Regisseur Scott Spiegel ("From Dusk till Dawn 2"), den er schon seit Kindertagen kennt, hat ein Cameo.

 Wie bei den meisten Horrorfilmen steht und fällt die Wirkung mit der Güte der Tricktechnik. Hier erweist es sich als große Stärke, dass "Drag Me to Hell" nicht nur auf Computereffekte setzt, sondern sich auch traditioneller Methoden bedient, etwa beim Make-up oder dem Einsatz von Modellen. Das lässt den Film insgesamt sehr natürlich wirken. Ein Auto zum Beispiel, das für eine wichtige Kampfszene im Film gebraucht wird, wurde quasi als "Riesenpuzzle" entwickelt. Viele Teilstücke der Karosserie ließen sich einzeln entfernen. Dadurch konnten für fast jede Einstellung dieser Sequenz Großaufnahmen aus einem jeweils anderen Blickwinkel gefilmt werden, die der ganzen Szene eine unvergleichliche Dynamik verleihen.



Fazit:

"Drag Me to Hell" ist ein klassischer Horrorfilm, der heftige Schockelemente gelungen mit Humor vermischt. Er setzt dabei aber auf überraschend wenige blutige Szenen. Sam Raimi kehrt mit diesem Film zu den Wurzeln seines Schaffens zurück.



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Drag Me to Hell
Drag Me to Hell

Bild unseres Mitarbeiters Martin Asbach
Der Weg in die Hölle ist kurz


Autor der Besprechung:
Martin Asbach

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2009
Regie:
Sam Raimi
Drehbuch:
Sam Raimi, Ivan Raimi
Darsteller:
Alison Lohman, Justin Long, Lorna Raver, Dileep Rao, David Paymer, Adriana Barraza

Verleiher:
Universal Pictures Germany
Kinostart Deutschland :
11.06.2009
Kinostart Schweiz :
11.06.2009