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Kino-Besprechung - Che - Revolucion

Story:
Der Film folgt Ernesto "Che" Guevaras (Benicio Del Toro) Leben vom ersten Treffen mit Fidel Castro bis zum Sieg der kubanischen Revolution über den Diktator Batista. 1955 stellt Raul Castro (Rodrigo Santoro) Che bei einem Treffen im mexikanischen Exil seinem älteren Bruder Fidel (Demián Bichir) vor. Ein Jahr später begleitet er Fidel und seine 82 Mann starke Truppe als Arzt bei dem Versuch, auf Kuba zu landen. Trotz großer Probleme mit seinem Asthma nimmt er an allen gefährlichen Aktionen Teil und gewinnt die Anerkennung seiner Umgebung. Als sich ein weiterer Arzt der Truppe anschließt, übergibt Che ihm seine Tasche und wird von nun an selbst zum Soldaten. Aufgrund seiner Erfolge ernennt Fidel ihn zu einem seiner Kommandanten. Während Ches Einheit sich zunächst um die Ausbildung neuer Rekruten kümmert, leitet er später persönlich den Angriff auf die Stadt Santa Clara, deren Fall den Weg in die Hauptstadt Havanna freimachen würde.

Meinung zum Film:
"Che – Revolucion" ist der erste Teil von Steven Soderberghs ("Traffic – Macht des Kartells") zweiteiliger Biografie des Revolutionärs Ernesto "Che" Guevara. Der zweite Teil "Che – Guerilla" kommt im Juli in die Kinos. Das Drehbuch von Peter Buchman ("Jurassic Park III") basiert dabei auf Guevaras autobiografischem Werk "Kubanisches Tagebuch". Insgesamt zogen sich die Recherchen für diesen Film über sieben Jahre hin und es wurden unter anderem die einzigen drei überlebenden Begleiter von Ches bolivischer Kampagne konsultiert. Aber auch Vertreter aller anderen Interessengruppen wurden ausführlich interviewt. Insgesamt konzentriert sich der Film aber doch sehr eindeutig auf Ches Blickwinkel.

Hauptdarsteller Benicio Del Toro ("Traffic – Macht des Kartells") ist auch einer der Produzenten des Films und war von Anfang an bei der Entwicklung des Projekts beteiligt. So ist denn auch kein Wunder, dass sich der Film vor allem um ihn dreht und von ihm bestimmt wird. Das ist positiv insofern, als das Del Toro in dieser Rolle wirklich aufgeht und Ches Charakter und Charisma sehr gut rüberbringt. Diese starke Fokussierung auf den Hauptcharakter führt aber andererseits auch dazu, dass die vielen Nebencharaktere, vor allem die kubanischen Kampfgefährten, etwas untergehen und mit der Zeit schwierig voneinander zu unterscheiden sind. Demián Bichir ("Perdita Durango") als Fidel Castro kann noch am ehesten seine Eigenständigkeit wahren. Wohl auch allerdings, weil er die für die Zuschauer bekannteste Persönlichkeit der Gruppe darstellt. Vielleicht wäre weniger hier mehr gewesen und es hätten einige Nebenhandlungen gestrichen werden sollen.

Wie bei allen seinen Filmen seit "Traffic – Die Macht des Kartells" hat Regisseur Steven Soderbergh hier auch selbst die Kamera geführt (unter dem Pseudonym Peter Andrews). Als vorteilhaft erwies sich, dass er hierfür den Prototypen einer neuen digitalen Kinokamera, der RED, benutzen konnte. Dadurch wurde dieser Film optisch ein echter Genuss. Interessant ist es auch zu sehen, wie sich die Ausstattung der Revolutionäre im Laufe der Kampagne ändert und immer professioneller wird. Hiermit wird sehr subtil ihr fortschreitender Erfolg signalisiert. Dabei kontrastieren die satten Farben der Haupthandlung auf sehr beeindruckende Weise mit der in Schwarzweiß gehaltenen Rahmenhandlung, die Che im Jahre 1964 bei einem Interview mit der US-Journalistin Lisa Howard, gespielt von Julia Ormond ("Fräulein Smillas Gespür für Schnee"), und einem Besuch der Vereinten Nationen in New York zeigt.

Fazit:
"Che – Revolucion" erweist sich als ziemlich verklärende Biografie des Revolutionärs Che Guevara. Während der Film optisch durchaus überzeugen kann, spürt man doch seine Länge. Zudem wird es im Verlauf des Films immer schwerer, die Übersicht über die vielen kubanischen Charaktere zu behalten, da er sich fast nur auf die Hauptfigur konzentriert.

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Che - Revolucion
Che - Part One

Bild unseres Mitarbeiters Martin Asbach
Verklärende Biografie des berühmten Revolutionärs


Autor der Besprechung:
Martin Asbach

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2008
Regie:
Steven Soderbergh
Drehbuch:
Peter Buchman
Darsteller:
Benicio Del Toro, Rodrigo Santoro, Demián Bichir, Catalina Sandino Moreno, Yul Vázquez, Jorge Perugorría

Verleiher:
Central Film
Kinostart Deutschland :
11.06.2009