Splashpages  Home Movies  Rezensionen  Rezension  Twilight - Bis(s) zum Morgengrauen
Partner von Entertain Web
http://www.splashmovies.de/php/images/spacer.gif
The DescendantsLucky TroubleDas Todesspiel

In der Datenbank befinden sich derzeit 3.899 Rezensionen. Alle Rezensionen anzeigen...

DVD-Besprechung - Twilight - Bis(s) zum Morgengrauen

Story:
Bella Swan (Kristen Stewart) ist gerade frisch in der Kleinstadt Forks angekommen. Auf ihrer neuen Highschool findet sie schnell neue Freunde, ihre große Aufmerksamkeit erregt aber der smarte Edward Cullen (Robert Pattinson). Doch Edward verbirgt schon seit ewigen Zeiten ein großes Geheimnis - er ist ein Vampir. Doch Bella ist dies egal, sie hat sich unsterblich in ihn verliebt und gemeinsam versuchen sie trotz aller Unwägbarkeiten und Gefahren, ihre Liebe nicht zu verheimlichen.

Meinung zum Film:
Es war eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis mit „Twilight – Bis(s) zum Morgengrauen“ der erste Teil der höchst erfolgreichen Vampir-Saga von Stephenie Meyer verfilmt wurde. Vornehmliche weibliche Leserinnen jeden Alters konnten es gar nicht abwarten, bis der nächste Schritt im alles andere als leichten Liebesleben von Bella endlich in Form eines neuen Romans veröffentlicht wurde. Doch eine solch große Fangemeinde ist vor auch eine große Belastung für Drehbuchschreiber und das Casting. Denn die Fans haben bereits feste Bilder ihrer Helden im Kopf und jeder für sich hat ein eigenes Verständnis dafür, welche Szenen es unbedingt in den Film schaffen muss, weil sie eine besondere Magie versprüht und den Charakter der Figuren wie kaum eine andere Szene wiederspiegelt. Die Wahl für die Hauptdarstellerin fiel auf Kristen Stewart, die zuvor in „The Messengers“ schon in einem größeren Film in einer Hauptrolle zu sehen war. Die zweite Hauptrolle wurde mit Robert Pattinson besetzt, der bis dato als größten Auftritt die Nebenrolle des Cedric Diggory in „Harry Potter und der Feuerkessel“ vorzuweisen hatte. Durch die Rolle des Edward wurde er zum großen Shooting Star in der Gunst vieler Teenager Mädchen, doch es gab nicht wenige, die ihn nicht gerade als Idealbesetzung für die Rolle des gutmütigen Vampirs sahen. Vor allem die fehlende, für die Rolle zwingend erforderliche Ausstrahlung, wurde ihm von vielen als fehlend zu Lasten gelegt.

Beim Make Up wurden Entscheidungen getroffen, die für viele alles andere als gut waren. Wenn Dr. Carlisle Cullen, der Vater von Edward, zum ersten Mal zu sehen ist, wird manch einem ungläubig die Kinnladen herunter klappen. Während die Vampirclique an sich schon durch ihre viel zu bleichen Gesichter in der Schule auffällt, sieht Carlise in seinem weißen Arztkittel schon fast wie der Bruder von Lieutenant Commander Data aus „Star Trek: The Next Generation“ aus. Wo man eigentlich meinen würde, dass die Vampire sich unauffällig unter ihren Mitbürgern bewegen, läuft er wie ein längst verstorbener, mit blutleerem Körper durch die Klinik, scheint dabei aber keinerlei Aufmerksamkeit zu erregen. Und genauso leer wie die Adern bei Carlisle erscheinen, so frostig und unterkühlt stellt sich auch die Beziehung zwischen Bella und Edward größtenteils dar. Die große Zuneigung zwischen den beiden ist nur spärlich zu erkennen. Ihr gegenseitiges Verlangen, das in den Büchern einer der zentralen Punkte ist, kommt nur sehr spärlich herüber. Ihr Verhalten zueinander ist oftmals mehr wie unter guten, sich respektierenden Freunden, denn wie bei leidenschaftlich Verliebten. Ein Grund hierfür wird sicherlich auch die kühle Atmosphäre sein, die durch die blau gefilterten Aufnahmen entstehen. Aber dies alleine kann nicht der Grund für die fehlenden Emotionen sein. Hier scheint Regisseurin Catherine Hardwicke („Thirteen“) eine ganz andere Auffassung von der fragilen, heißblütigen Liebe zwischen Bella und Edward gehabt zu haben, als viele der Millionen Leser des Buches.

Inhaltlich geht es in „Twilight“ in erster Linie um die junge Liebe zwischen Edward und Bella. Einmal davon abgesehen, dass der Funke zwischen den beiden nicht so richtig überspringen möchte, nehmen die immer weiter wachsende Liebe und die dadurch entstehenden Probleme den größten Teil der Geschichte ein. Zwischendurch gibt es immer wieder kürzere Einstellungen, in denen Bellas Vater, der Sheriff von Folks, einem Serienkiller hinterher jagt, der in Wirklichkeit eine Sippe bösartiger Vampire ist. Denn während die Vampire um Edward sich lediglich von Tierblut ernähren, gibt es eine Reihe abtrünniger, die es sich nicht nehmen lassen, sich weiterhin von Menschenblut zu ernähren. Und natürlich kommt es am Ende auch zum Showdown zwischen Tier- und Menschenbluttrinkern, wobei man sich dann wie im Musical „West Side Story“ gegenüber steht und man als Zuschauer förmlich darauf wartet, dass gleich gesungen und getanzt wird. Für große Spannung reichen die recht knappen Momente auch nicht aus, weswegen „Twilight – Bis(s) zum Morgengrauen“ ein waschechter Liebesfilm mit träumerischer Mysterystimmung ist, der vor allem beim jüngeren Publikum klar zu punkten verstehen wird. Denn Vampire hin oder her, die Leiden und Ängste von Bella, als sie auf einmal in einer neuen Welt zurecht kommen muss, die so anders ist als alles was sie bisher kannte, wird so manchem Teenager nur allzu bekannt vorkommen.

Digitale Aufarbeitung:
Das Bild macht einen guten Eindruck, ist aber deutlich gekennzeichnet vom sehr häufigen Einsatz eines Blaufilters, der das ganze Geschehen in eine sehr kühle Atmosphäre eintaucht. Die Konturen sind gut gezeichnet, allerdings sind die Detailzeichnung eher im unteren Durchschnitt anzusiedeln. Kontrast und Helligkeit sind gut abgestimmt und bieten auch in den dunkleren und verfremdeten Momenten stets den Durchblick. Der deutsche Ton in dts und Dolby Digital 5.1 ist sehr gut verständlich abgemischt und erhält vor allem durch den Soundtrack immer wieder räumliche Untermalung.

Die 2-Disc-Edition hat reichlich Extras für Twilight-Fans zu bieten. Den Anfang macht ein Audiokommentar mit Regisseurin Catherine Hardwicke und den beiden Hauptdarstellern Robert Pattinson und Kristen Stewart. Zusätzlich gibt es auf der ersten Disk noch einige Teaser und Trailer zum Film. Der Rest des Bonusmaterials ist auf der 2. Disk untergebracht. Das Herzstück hierbei ist ein rund 55-minütiges Making of, das sehr ausführlich und unterhaltsam den Weg vom Buch zum fertigen Film nachzeichnet. Weiter geht es mit einigen erweiterten und entfernten Szenen, inkl. einer Einführung von der Regisseurin, gefolgt von einem Bericht von der Comic Con, bei dem sich die Schauspieler, die Romanautorin in die Regisseurin den kreischenden Fans stellten. Es folgen noch zwei Beiträge, in denen gezeigt wird, wie Robert Pattinson und Kristen Stewart mit ihren Rollen umgingen und wie andere ihre Arbeit empfanden, ein Bericht über die Musik inkl. Musikclips, eine Montage aus Vampirküssen im Film und zum Abschluss noch ein ausführliches Gespräch mit der Romanautorin Stephenie Meyer.

Fazit:
„Twilight – Bis(s) zum Morgengrauen“ ist vor allem für jugendliche Zuschauer eine äußerst unterhaltsame, sehr spezielle "Coming of Age"-Geschichte, die sich der mystisch-romantischen Seite von Vampiren bedient. Die Romanze zwischen Bella und Edward kommt in den Bildern zwar nur bedingt in Gange, dem Zielpublikum wird dies aber wahrscheinlich nur am Rande stören. Das sehr ausführliche Bonusmaterial der DVD wird Fans des Films sicherlich begeistern.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 12
2,35:1
2,35:1
116:49 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Deutsch
DTS 5.1
DTS 5.1
Englisch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Untertitel:
Deutsch, Deutsch für Hörgeschädigte
Bonusmaterial:
  • Audiokommentar mit Regisseurin Catherine Hardwicke und den beiden Hauptdarstellern Robert Pattinson und Kristen Stewart
  • Teaser / Trailer
  • Making of: Das Abenteuer beginnt - Die Reise vom Buch zum Film
  • Erweiterte Szenen
  • Entfernte Szenen
  • Das Phänomen Comic Con
  • Zu Edward werden
  • Zu Bella werden
  • Musik
  • Catherine Hardwickes Montag: Vampire's Kiss
  • Eine Unterhaltung mit Stephenie Meyer
Twilight - Bis(s) zum Morgengrauen - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Twilight - Bis(s) zum Morgengrauen
Twilight

Bild unseres Mitarbeiters Michael Tomiak
Eine romantische Vampir-Liebesgeschichte, bei der die Emotionen ein wenig im Verborgenen bleiben


Autor der Besprechung:
Michael Tomiak

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2008
Regie:
Catherine Hardwicke
Drehbuch:
Melissa Rosenberg (basierend auf dem Roman von Stephenie Meyer)
Darsteller:
Kristen Stewart, Robert Pattinson, Billy Burke, Peter Facinelli, Cam Gigandet, Ashley Greene, Taylor Lautner, Nikki Reed, Jackson Rathbone, Kellan Lutz, Anna Kendrick, Michael Welch, Elizabeth Reaser,

Label Deutschland :
Concorde Film
Verkaufsstart Deutschland :
10.06.2009