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DVD-Besprechung - Mary Poppins - Jubiläumsedition
Story:
Jane (Karen Dotrice) und Michael Banks (Matthew Garber) werden viel von ihren Eltern alleine gelassen und haben so manche Probleme mit ihren Kinderschwestern, denen sie immer wieder davon laufen. Ihr Vater (David Tomlinson) ist ein erfolgreicher Banker und möchte am Liebsten die Uhr nach seinen Kindern stellen können und ihre Mutter (Glynis Johns) hängt der Frauenbewegung an, die sich für die Gleichstellung der Frauen engagiert. Diesem Zustand muss Abhilfe verschafft werden und dafür ist Mary Poppins (Julie Andrews) genau die Richtige. Die überaus liebreizende Frau kommt immer dann zu Kindern, wenn diese eine Veränderung in ihrem Leben brauchen. Ihr zur Seite steht der Straßenkünstler Bert (Dick Van Dyke), der so manche verrückte Idee hat. Und zusammen mischen sie die Familie Banks gehörig auf…
Meinung zum Film:
Sind es denn wirklich schon 45 Jahre? Mary Poppins scheint kein bißchen gealtert zu sein. Und das ist sicherlich kein Wunder, denn viele der Tricks, die damals eingesetzt wurden, um diesen fantastischen Film zu drehen, werden auch heute noch eingesetzt. Sei es das Schauspielern vor Greenscreens (damals waren sie allerdings schwarz), Animatronics, Matte-Paintings oder die Mischung von Animation und Realfilm, all dies ist damals von Walt Disney perfektioniert worden. Und wenn man von Walt Disney spricht, dann ist wirklich er es gewesen, der diesen Film überhaupt erst möglich gemacht hatte. Denn er hatte Jahrzehnte um die Rechte gebuhlt, er hatte jedes Detail des Films überwacht und war die treibende Kraft hinter all dieser Perfektion, die so manchen Special Effects-Menschen heute noch staunen lässt. Doch auch wenn die Special Effects bahnbrechend waren und man noch heute vor ein paar Szenen staunend steht und sich fragt, wie zum Teufel die das gemacht haben, ist es erstaunlich, dass die Geschichte und deren Botschaft letztendlich alles Staunen vertreibt.
Die Botschaft ist sogar sehr, sehr einfach und doch wird sie von vielen Eltern auch heute noch immer nicht richtig wahr genommen. Denn sie beinhaltet nur Eines: Das Leben nicht zu schwer zu nehmen und sich um die Familie und um ein wenige Freizeit zu bemühen. Und es ist diese Botschaft, die diesen Film immer noch so faszinierend und vor allem so zeitlos macht. Denn wenn man genauer hinsieht, ist diese Geschichte inzwischen gar 75 Jahre alt, denn sie erschien bereits 1934 in London als Roman. Die australische Schriftstellerin P.L. Travers hatte ihn geschrieben und sich rund 20 Jahre gegen jegliche Offerte zur Verfilmung gewehrt. Schlussendlich muss es dann wohl der Charme von Walt Disney persönlich gewesen sein, der die Entscheidung zur Verfilmung gebracht hatte, auch wenn Travers dem Vernehmen nach nicht immer ganz glücklich mit den Entscheidungen war, die bei der Verfilmung getroffen wurden.
Wenn man einmal zurück denkt und daran denkt, dass Mary Poppins einst die erste Filmrolle von Julie Andrews („Victor/Victoria“) war, so ist es aus heutiger Sicht umso erstaunlicher, welche Glanz gerade sie in diesem Film verbreitet hat. Sicher hatte sie zuvor am Broadway in der Rolle der Eliza Doolittle aus „My Fair Lady“ brilliert (die Hauptrolle in der Verfilmung bekam dann aber Audrey Hepburn), aber Bühne und Film sind doch zwei verschiedene Paar Schuhe. Und ebenso unvergessen dürfte wohl Dick Van Dyke („Diagnose: Mord“) sein, der eine unglaubliche komödiantische Leistung abgeliefert hat. Überhaupt merkt man noch heute dem gesamten Cast den Spaß an, den man bei den Dreharbeiten hatte. Sie alle haben einen der wichtigen Klassiker aus dem Hause Disney gestaltet.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild enttäuscht ein wenig. Auch wenn die Farben noch immer leuchtend wirken, so hat man schon Restaurationen von alten Filmen gesehen, die einen wirklich beeindrucken konnten. Ob man sich das für das 50. Jubiläum aufhebt? Trotz allem ist das Bild nicht schlecht für einen so alten Film, aber man erwartet vielleicht einfach heutzutage noch ein Stück mehr an Qualität. Der Ton kann auch nicht voll überzeugen. Zwar liegt er in Englisch, Deutsch und Niederländisch in Dolby Digital 5.1 vor, aber man bekommt nur selten mal etwas auf die hinteren und seitlichen Lautsprecher gespielt. Dabei hätte man doch hier so viel machen können.
Die Specials sind zahlreich. Auf der Disk mit dem Hauptfilm findet sich bereits einiges: Bei „Disneys Liederauswahl“ kann man die Songs des Films direkt anspringen und die Liedtexte im Film einblenden lassen. Der Audiokommentar besteht aus Beiträgen von Julie Andrews, Karen Dotrice, Richard Sherman, Robert Sherman und Dick Van Dyke. Und man kann sich während des Films lustige Infos zu Mary Poppins einblenden lassen. Die können durch die Art der Überlagerung über dem kompletten Bild allerdings sehr schnell nerven. Disk 2 wartet unter anderem mit einem Kurzfilm auf, in dem Julie Andrews ihre Rolle noch einmal aufnehmen darf. In dem rund zehnminütigen Film wird die Geschichte rund um einen König erzählt, der den Fakten hinterher rennt und Andrews springt mit zwei Kindern mal wieder in ein Gemälde. Daneben gibt es mehrere Filme über die Entstehung des Broadway-Musicals. Dazu gibt es noch Specials, wie das 50-minütige Making Of, zum Film selbst. Und man darf sich auch noch einmal an der Musik erfreuen in einem Special, bei dem Julie Andrews, Dick Van Dyke und Richard Sherman zusammen sitzen und noch einmal die Entstehung der Songs durchgehen. Und man kann sich einen nicht im Film erschienen Song anhören. Ärgerlich: Beim Test passierte nichts beim Einlegen der DVD in den Computer. Die angekündigte MP3-Datei konnte nicht geladen werden.
Fazit:
Wer „Mary Poppins“ noch nicht sein Eigen nennt, der kann hier zugreifen. Die Special Collection von 2005 bekommt man für ein paar Euro weniger, sie enthält allerdings die Special Features über das Musical nicht. Hier muss jeder für sich entscheiden, welche Edition er bevorzugt.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,66:1
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133:46 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Englisch Dolby Digital 5.1 | Niederländisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch, Englisch, Englisch für Hörgeschädigte, Niederländisch, Türkisch |
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Bonusmaterial:
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Disk 1:
- Musik & Mehr: Disneys Liederauswahl
- Backstage Disney: Audiokommentar
- Backstage Disney: Lustige Infos zu Mary Poppins
Disk 2:
- Disney am Broadway
- Mary Poppins: Vom Papier auf die Bühne
- Schritt und Tritt: Ein Musicalstück von Mary Poppins am Broadway
- Die Design-Gallerie von Bob Crowley
- Download von „Step In Time“ als MP3
- Backstage Disney
- Supercalifragilisticexpialigetisch: Das Making Of von Mary Poppins
- Die Magie des Films
- Die Gala zur Weltpremiere
- Dick Van Dyke Make-Up Test
- Werbematerialien
- Original Kino Teaser Trailer
- Original Kino Trailer
- Ein Grußwort zur Premiere von Julie Andrews
- Original TV-Spot #1
- Original TV-Spot #2
- 1966 Trailer zur Wiederveröffentlichung
- 1973 Trailer zur Wiederveröffentlichung #1
- 1973 Trailer zur Wiederveröffentlichung #2
- Die Mary Poppins Kunst-Gallerie
- Die optische Entwicklung
- Die Entwicklung der Geschichte
- Peter Ellenshaws Zeichnungen
- Die Aufnahmen
- Kostüme und Make-Up
- Hinter den Kulissen
- Photos der Schauspiieler
- Walt & Freunde
- Die Premiere
- Werbematerialien
- Erinnerungsstücke
- Musik & Mehr
- Ein magisches Musical Wiedersehen mit Julie Andrews, Dick Van Dyke und Richard Sherman
- Eine musikalische Reise mit Richard Sherman
- Zusätzliches Lied: Chimpanzoo
- Kurzfilm: „The Cat That Looked At A King“ aus „Mary Poppins Opens The Door“ von P.L. Travers
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Mary Poppins
Mary Poppins
Superkalifragilistisch
Autor der Besprechung:
Bernd Glasstetter
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 1964 Regie: Robert Stevenson Drehbuch: Don DaGradi, Bill Walsh Darsteller: Julie Andrews, Glynis Johns, Karen Dotrice, Matthew Garber, Reginald Owen, Dick Van Dyke, Arthur Treacher, David Tomlinson, Hermione Baddeley, Elsa Lanchester
Label :
Disney DVD
Verkaufsstart : 18.06.2009
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