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DVD-Besprechung - Direct Contact
Story:
Mike Riggins (Dolph Lundgren) sitzt wegen eines verpatzten Waffenschmuggels im Ostblock seit einem Jahr in Haft. Die Bedingungen sind miserabel und da kommt ein Angebot der amerikanischen Botschaft sehr recht. Freilassung und Geld für einen kleinen Auftrag. Er soll die angebliche Geisel Ana Gale (Gina May) aus den Händen des skrupellosen Vlado (Vladimir Vladimirov) befreien. Zu dumm, dass Ana gar keine Geisel ist und der Auftrag zu ihrer „Befreiung“ gar nicht von der amerikanischen Botschaft kam. Eine Schar von Häscher macht sich an ihre Verfolgung.
Meinung zum Film:
Nachdem Dolph Lundgren („Universal Soldier“) in jüngster Vergangenheit durch grottenschlechte Rollen unangenehm aufgefallen ist, hat er sich in „Direct Contact“ ausnahmsweise mal einen soliden Part gesichert. Er übernimmt die Rolle eines abgehalfterten Special-Forces-Mann, der aus einer Notlage heraus einen scheinbar einfachen Befreiungsjob annimmt. Es ist kein großes Kino geworden, aber für Action wird reichlich gesorgt. Freunde des gepflegten Blutvergießens bekommen einen ordentlichen Bodycount geboten, denn es gibt reichlich Ballereien mit harten Schusseffekten. Der Ort des Geschehens ist der Ostblock, irgendwo am Schwarzen Meer. Seit dem Balkankrieg ist ja immerhin bekannt, dass es dort eigenbrödlerische Kommandanten gibt, die sich fast mit einer Privatarmee umgeben.
Basierend auf diesem Vorurteil versucht dann der kampferprobte Recke die Amerikanerin Ana Gale aus den Händen des Kriegsverbrechers Vlado zu befreien. Die pikante Note am Rande ist dann aber die Tatsache, dass die junge Frau sich freiwillig im Lager von Vlados Freund General Drago befindet. Gegen ihren Willen holt Mike Riggins sie aus dem Lager und sieht sich selbst von seinem Auftraggeber verraten. Das Drehbuch ist hier etwas verwirrend, da der Zuschauer nach rund 45 Minuten überhaupt nicht erkennen kann, warum die beiden von wem verfolgt werden. Insbesondere die Schlüsselrolle von Ana wird stark umnebelt, was allerdings nicht so wild ist, denn die gute Actioninszenierung holt die Schwächen der Geschichte locker wieder ein. Das Publikum bekommt einige ausrangierte Kriegsfahrzeuge zu sehen, die sich krachend von ihrer Funktion verabschieden. Es sieht etwas altbacken aus, aber es passt auch zu der teilweise antiquierten Kulisse einer osteuropäischen Stadt, in welche die Moderne noch nicht gänzlich eingezogen ist.
Ganz im Sinne des Actiongedankens hat Regisseur und Drehbuchautor Danny Lerner („Rin Tin Tin“) dann auch mal hemmungslos übertrieben, wenn er einen Spähpanzer zur Verfolgung eines Motorrades über einen Marktplatz schickt. Dass Lerner nicht gerade zimperlich in Sachen Unterhaltung ist, kann man daran erkennen, dass er z.B. „War Inc.“ oder auch den noch kommenden „Rambo V“ mit produziert hat. Lundgren selbst ist fraglos gealtert und in „Direct Contact“ wurde dann sein Körpereinsatz auf ein erträgliches Maß reduziert. Dafür wurden andere Actionelemente wie Feuergefechte und Verfolgungen in den Mittelpunkt gestellt. So macht es wieder Laune, sich den blonden Hünen anzusehen. Freunde der härteren Gangart sollten sich mit dem angucken beeilen, denn es wird evtl. nicht lange dauern, bis ein Sittenwächter die eine oder andere Szene des Films beanstanden wird.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild sieht sehr realistisch aus und wirkt sehr ausgewogen. Ein Bildrauschen ist kaum zu erkennen. Der Ton ist an den richtigen Stellen ordentlich krachend und passt gut zu dem Bild.
Trailer und Bildergalerie sind die einzigen Extras.
Fazit:
Mit „Direct Contact“ hat Dolph Lundgren anscheinend seine Nische im Actionfach gefunden. Kompromisslose harte Unterhaltung erwartet das Publikum und der positive Gesamteindruck wird durch die gute technische Umsetzung noch bekräftigt.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,78:1
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86:37 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Deutsch Dolby Surround | Englisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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Direct Contact
Direct Contact
Lundgrens kleine, aber feine Auferstehung
Autor der Besprechung:
Jörg Hesse
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA/Deutschland, 2009 Regie: Danny Lerner Drehbuch: Danny Lerner, Les Weldon Darsteller: Dolph Lundgren, Gina May, Michael Pare, Bashar Rahal, Vladimir Vladimirov
Label :
Kinowelt Home Entertainment
Verkaufsstart : Noch kein Termin bekannt
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