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DVD-Besprechung - Last of the Living

Story:
Die Welt ist aus den Fugen geraten und Zombies streifen durch die Städte Neuseelands. Die drei grundverschiedenen Ash (Ashleigh Southam), Johnny (Robert Faith) und Morgan (Morgan Williams) haben bislang überlebt und leben in den Tag hinein. Sie wechseln hin und wieder ihre Wohnung, denn freie Immobilien gibt es ja mittlerweile im Übermaß. Eines Tages treffen sie auf die junge Wissenschaftlerin Stef (Emily Paddon-Brown). Diese will eine bestimmtes Blutergebnis nach Steward-Island bringen, da dort andere Wissenschaftler an einem Gegenmittel arbeiten. Spontan beschließt das Trio, Stef zu helfen.

Meinung zum Film:
„Last Of The Living“ wird als Horrorkomödie deklariert und kann als eine solche leider nicht überzeugen. Ein bis zwei Szenen sind sicherlich witzig, doch der Rest des Humors ist eher banal und kann keinen Lacher beim Publikum erzeugen. Was bleibt, ist eine typische Survival-Geschichte mit Zombies. Die Dramaturgie hält sich nicht lange mit irgendwelchem Vorgeplänkel auf und in wenigen Minuten bekommt der Zuschauer zu Beginn in schnellen Zusammenschnitten gezeigt, was bislang geschah. Tote stehen wieder auf und fressen die Lebenden und nur die Zerstörung des Kopfes kann so einen Zombie endgültig das Aus verschaffen. Mit anderen Worten: Nichts Neues. Regisseur und Drehbuchautor Logan McMillan hat in seinem Debüt zu sehr auf den Humor gesetzt und die Story munter aus diversen bekannten Szenarien gemixt.

Es scheint ein wenig so, als wollte er „Shaun Of The Dead“ nacheifern, doch diesen Film erreicht er nicht, zumal auch keiner seiner Schauspieler auch nur annähernd das Niveau erreicht. McMillans Mimen bekommen vielleicht Rollen beim Provinztheater und können froh sein, dass die deutsche Synchronisation so schmeichelnd und positiv ausgefallen ist. Es sind keine großen filmischen Fehler, die „Last Of the Living“ den Weg zum Ruhm verstellen, es ist vielmehr das oft gesehene Einerlei. Da helfen auch die diversen Splatterszenen nicht. Diese hingegen sind ordentlich und werden nicht exzessiv eingesetzt. Da hat McMillan in seinem Erstling nicht übertrieben, was bei solchen Herzensprojekten gerne mal passiert.

Vielleicht ist es der neuseeländische Humor, der hier nicht ziehen will, doch Kultregisseur Peter Jackson hat bereits das Gegenteil bewiesen. Mit „Bad Taste“ zeigte er seinerzeit, was möglich ist und wie abgefahren eine Horrorkomödie aussehen kann. Dagegen wirkt „Last Of The Living“ wie ein bemühter Amateur. Zwei Dinge wirken aber auch positiv, denn z.B. der Soundtrack ist fetzig und unterstützt actionreichere Szenen passend. Zum anderen sind mal keine Scharfschützen mit von der Partie und die Protagonisten erledigen die bissigen Zeitgenossen noch mit guter alter Handarbeit mittels Baseballschläger. Letztlich muss jeder für sich feststellen, ob die gewählte Humorvariante unterhaltsam ist. Grenzwertig ist sie auf jeden Fall.

Digitale Aufarbeitung:
Das Bild ist nicht besonders gut geworden. Die Farben sind blass und die Optik wird zeitweise sogar unscharf. Weiterhin ist ein deutliches Bildrauschen erkennbar. Der Ton ist unspektakulär bis auf den bereits erwähnten Score.

Bei den Extras gibt es dann zunächst das ursprünglich geplante Ende zu sehen. Dieses ist ein Hammer und hätte im Film verbleiben sollen. Hinzu kommen noch zwei geschnittene Szenen und diverse Interviews mit eher werbendem Charakter, aber auch mit Hintergrundinfos. Die Extras wurden mit deutschen Untertiteln versehen.

Fazit:
„Last Of The Living“ bietet leidlichen Humor für eine Horrorkomödie und kann im weiteren Verlauf der Produktion kaum punkten. Das Bild ist kein Hit, dafür gibt es ordentliche Extras, bei denen das alternative Ende eine richtig positive Überraschung ist.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 18
1,85:1
1,85:1
89:30 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Englisch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Untertitel:
Deutsch
Bonusmaterial:
  • Alternatives Ende
  • Deleted Scenes
  • Interviews
Last of the Living - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Last Of The Living
Last Of The Living

Bild unseres Mitarbeiters Jörg Hesse
Horrorkomödie ohne richtige Lacher


Autor der Besprechung:
Jörg Hesse

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Neuseeland, 2008
Regie:
Logan McMillan
Drehbuch:
Logan McMillan
Darsteller:
Morgan Williams, Robert Faith, Mark Hadlow, Emily Paddon-Brown Ashleigh Southam

Label Deutschland :
pandastorm pictures
Verkaufsstart Deutschland :
18.06.2009