Es ist soweit: Die 61. Internationalen Filmfestspiele Berlin stehen an
Der rote Teppich ist schon ausgerollt, nur die Scheinwerfer werden noch angeschraubt, die Lederschuhe geschniegelt, die Kleider entfusselt. Morgen eröffnet mit „True Grit“ von Ethan und Joel Coen ein absoluter Hochkaräter das größte Publikumsfestival der Welt. Der Film läuft außer Konkurrenz im Wettbewerb, der prestigeträchtigsten Sektion, in der sich insgesamt 16 Filme und den Goldenen Bären balgen.
Das Festival zeigt in den zehn Tagen vom 10. bis 20. Februar 385 Filme aus 58 Ländern. Die Hauptstadt ist im Rausch des Lichtspiels. Im Fokus stehen auch immer wieder Bezüge zum gesellschaftlich-politischen Zeitgeschehen, wie man auch beim diesjährigen Skandal um Jafar Panahi sehen kann. Der iranische Regisseur und Oppositionelle muss seinen Platz in der Wettbewerbsjury in Abwesenheit wahrnehmen. Im Dezember ist Panahi wegen seiner Arbeit zu Gefängnisstrafe und Berufsverbot verurteilt worden.
Das Splashmovies-Special stellt in einem Querschnitt durch die verschiedenen Sparten eines der wichtigsten Ereignisse des Filmjahres vor. In den nächsten Tagen wird die Anzahl der Rezensionen stetig größer, ein wiederholter Besuch lohnt sich.
Neben dem alljährlichen Glanz und Glamour zeichnet sich die Berlinale sowohl durch Blockbuster aus als auch anspruchsvolle Arthouse-Filme und sperrige Avantgarde, die nicht selten kontrovers diskutiert werden. Jede Sparte wartet mit unkonventionellen Werken auf, welche zum Teil nie wieder in deutschen Kinos zu sehen sind. Vorhang auf zu den 61. Internationalen Filmfestspielen von Berlin.