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Story:
Erst wird ein Mann mit einem Messer in der Brust in einem Londoner Hotel gefunden, dann eine Tänzerin der Las-Vegas-Girls, die wenig später im Londoner Odeon-Theater auftreten sollte, vergiftet. Für Inspektor Perkins (Horst Tappert) von Scotland Yard und Sergeant Jim Peppers (Stefan Behrens) führt die Spur bei den Morden zu dem Billard-Club „Das Glasauge“. Während die Ermittlungen zu keinem rechten Ergebnis führen wollen, kommt es zu weiteren Vorkommnissen.
Meinung zum Film:
Nach dem völlig misslungenen, an den Kassen allerdings noch einigermaßen erfolgreichen „Gorilla von Soho“, konnte man wieder auf ein Drehbuch des Krimi-Experten Ladislas Fodor zurückgreifen, der zuvor mit dem „Unheimlichen“ in seinen Bann ziehen konnte. Allerdings wurde sein Drehbuch mit dem Titel „Die grausame Puppe“ von Paul Hengge umgeschrieben und erhielt den Namen „Der Mann mit dem Glasauge“. Eine direkte Vorlage bei den Wallace-Romanen gab es für die Geschichte nicht, was in diesem Falle aber nicht ganz so dramatisch ausfiel wie bei anderen Versuchen zuvor. Allerdings ist die Geschichte ziemlich dünn und bereits ausgelutschte Themen wurden wieder einmal an die Oberfläche gezerrt und das Gefühl, mal wieder nur einen x-ten Aufguss einer alten Story zu erleben, macht sich breit.
Dabei hätte Wallace-Veterane Alfred Vohrer für seinen letzten Titel der Reihe einen besseren inhaltlichen Abschluss verdient. Doch immerhin kann der Film in einigen Momenten für ein wenig des alten Flairs sorgen, lässt es allerdings oftmals an Londoner Atmosphäre missen. Die Mörderpuppe hat durchaus die Ausstrahlung eines düsteren Wesens, wie man sie sich bei einem Wallace-Krimi wünscht. Es ist aber schade, dass man sie nicht direkt in den Mittelpunkt stellte und um sie herum eine Mörder-Mystery aufbaute, sondern lieber auf den nicht unbedingt für die spannende Dramatik sorgenden „Mann mit dem Glasauge“ das Hauptaugenmerk setzte. Vielleicht wäre man besser geraten gewesen, an der Vorlage Ladislas Fodors keine großen Änderungen mehr vornehmen zu lassen.
Darstellerisch liefert Horst Tappert als Yards-Inspektor eine gewohnte Derrick-Leistung ab, die bei den Wallace-Beamten allerdings nicht immer unbedingt passend wirkt und weit hinter der Ausstrahlung Joachim Fuchsbergers zurückbleibt, sich aber dennoch über Harald Leipnitz einordnen kann. Mit Fritz Wepper ist dann auch sein späterer Derrick-Assistent im Film zu sehen und auch Iris Berben gibt in einer kleinen Rolle ihr Wallace-Gastspiel ab. Positiv anzumerken ist der letzte Auftritt von Rudolf Schündler, der nach langer Abstinenz noch einmal eine letzte Rolle übernahm und für große Momente sorgt. Ganz anders ist Stefan Behrens, der, nachdem Uwe Friedrichsen verhindert war, Sergeant Jim Peppers mimte und dabei zu einer derben Geduldsprobe für den Zuschauer wurde. Als dummer Beatles-Verschnitt bietet er nicht einen Dialog oder auch nur eine Aktion, die nicht zum Haare raufen wäre. Mit seiner Leistung hätte er glänzend in „Der Gorilla von Soho“ gepasst, sorgt hier aber mit dafür, dass der Film nicht komplett rund wirken will.
DVD Aufarbeitung:
An der guten Bildqualität gibt es rein gar nichts zu rütteln. Vor allem die kräftige Farbgebung weiß eindrucksvoll zu überzeugen. Aber auch ansonsten finden sich keinerlei Probleme. Der deutsche Ton ist ebenfalls ohne jeden Makel, selbst die Verzerrungen in den Spitzen finden sich nicht wieder.
Bonusmaterial ist keines vorhanden.
Fazit:
“Der Mann mit dem Glasauge” bietet unterhaltsame rund 90 Minuten, ohne dabei jedoch herausragende Momente zu bieten. Er ist ein durchschnittlicher Krimi, den man nicht unbedingt gesehen haben muss, den man sich aber durchaus ansehen kann.
Daten zur DVD:
FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,66:1
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83:52 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch: Dolby Digital 2.0
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Englisch: Dolby Digital 2.0
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Untertitel:
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Deutsch für Hörgeschädigte, Englisch
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Bonusmaterial:
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Der Mann mit dem Glasauge
Der Mann mit dem Glasauge
Lieber eine Puppe als ein Glasauge...
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr: Deutschland, 1968
Regie: Alfred Vohrer
Drehbuch: Paul Hengge (nach dem Drehbuch "Die grausame Puppe" von Ladislas Fodor, frei nach Edgar Wallace)
Darsteller: Horst Tappert, Karin Hübner, Hubert von Meyerinck, Stefan Behrens, Friedel Schuster, Fritz Wepper, Ilse Pagé, Harry Wüstenhagen, Jan Hendriks, Artur Binder, Christiane Krüger, Iris Berben
Vertrieb : Universum Film
DVD-Verleihstart : 07.03.2005
DVD-Verkaufsstart : 07.03.2005
Vertrieb : Impuls Home Entertainment
DVD-Verleihstart : 07.03.2005
DVD-Verkaufsstart : 07.03.2005
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