Splashpages  Home Movies  Specials  Edgar Wallace  Edgar Wallace Edition 8 - DVD 2: Das Gesicht im Dunkeln
Partner von Entertain Web
http://www.splashmovies.de/php/images/spacer.gif
Inspector Barnaby - Volume 14Kesslers Knigge - Die komplette SerieRoller Girl

In der Datenbank befinden sich derzeit 85 Specials. Alle Specials anzeigen...

Edgar Wallace Edition 8 - DVD 2: Das Gesicht im Dunkeln

Story:
Helen Alexander (Margaret Lee), die Tochter eines reichen Industriellen ist offensichtlich bei einem Unfall ums Leben gekommen. Inspektor Steevens (Günther Stoll) verdächtigt ihren Mann John (Klaus Kinski) an dem Ableben zumindest mitverantwortlich zu sein. Grund hierfür ist seine ausweichende Art bei der Befragung, als auch die Tatsache, dass er kurz zuvor als ihr Alleinerbe eingesetzt wurde. John seinerseits hat jedoch einen ganz anderen Verdacht – seiner Meinung nach ist seine Frau gar nicht gestorben. Um dieses zu beweisen, stellt er selbst Nachforschungen an und kommt dabei einer unglaublichen Wahrheit auf die Spur.

Meinung zum Film:
„Das Gesicht im Dunkeln“ war der erste Schritt weg vom klassischen Wallace-Film. Die Tatsache, dass man weniger auf eine Romanvorlage des britischen Autors baute, sondern auf eine Story, die unter anderem dem Geist des italienischen Horror- und Zombie-Meisters Lucio Fulci entsprang, war dabei sicherlich das kleinste Übel, da die lose Anbindung an das literarische Werk des britischen Autors traditionell nicht immer besonders eng gesehen wurde. Das viel größere Problem war vielmehr die Atmosphäre des Filmes, die weitaus mehr an italienische Thriller erinnerte als an britische Krimis. In Italien lief der Film als eigenständige Produktion, in der von Edgar Wallace nie die Rede ist. Die wenigen Momente von Inspektor Steevens wirken ohnehin extrem überflüssig und könnten auch problemlos rausfallen, ohne dass man diese auch nur eine Sekunde vermissen würde. Im Finale ist der Yard-Ermittler nicht einmal zu sehen.

An gute alte Zeiten dürfte am ehesten noch Klaus Kinski erinnern, der im Film zum ersten Mal die Hauptrolle in einer Wallace-Produktion spielt. Während er in seinen anderen Auftritten stets zur ersten Garde der Nebencharaktere zählte, durfte er nun als zentrale Person im Film agieren. Negativ fällt allerdings auf, dass anstelle seiner eigenen, unverkennlichen Stimme die deutsche Paradestimme von Louis de Funes, Gerd Martienzen, zum Einsatz kommt, was zumindest gewöhnungsbedürftig ist! Wesentlich negativer fallen aber vor allem die billigen Tricks auf. Gleich zu Beginn, wenn ein Sportwagen von einem Zug überrollt wird, kommt das Gefühl auf, dass jeder Besitzer einer H0-Modelleisenbahn diesen Effekt hätte besser inszenieren können. Und was soll man sagen, wahrscheinlich ist dieses Gefühl sogar berechtigt.

Auch die Sex- und Nackedei-Szenen im Film wirken nicht sonderlich ansprechend, wodurch dem Werk ein billiger Charakter durchweg anhaften bleibt. Dabei ist die Geschichte prinzipiell gar nicht mal schlecht und könnte mit einer passenden Umsetzung sicherlich auch für spannende Unterhaltung sorgen. In der vorliegenden Version schafft er dies allerdings nicht. Ob dies allein durch die in der deutschen Version fehlenden 9 Minuten zu erklären ist, ist schwer zu sagen. Aber vielleicht wird in diesen fehlenden Momenten die Funktion einiger Charaktere näher erklärt, oder die ein oder andere Handlung näher beleuchtet. Die vorliegende Fassung erscheint an einigen Punkten auf jeden Fall extrem holprig und das Gefühl macht sich breit, entscheidende Handlungsstränge verpasst zu haben. Mit Edgar Wallace hat das ganze aber auf jeden Fall herzlich wenig zu tun und man hat sich und dem Publikum mit diesem Beitrag der Reihe sicherlich keinen großen Gefallen getan.

DVD Aufarbeitung:
Bei dieser deutsch-italienischen Koproduktion gibt es eine italienische Fassung, die länger ist als die deutsche Kinofassung. Es war aus rechtlichen Gründen nicht möglich, die italienische Fassung zu verwenden.

Das Bild ist weitestegehend bis auf einen Punkt gut gelungen. Was nicht ganz überzeugen kann, ist das Rauschen, das recht deutlich zu erkennen ist. Zwischenzeitlich gibt es auch immer mal wieder Szenen zu sehen, die wesentlich unschärfer und dunkler ausfallen Ansonsten gibt es jedoch wieder das gewohnt gute Bild. Der deutsche Ton ist ebenfalls ohne Fehl und Tadel, sieht man mal von einer leichten Spitzenverzerrung ab.

Bonusmaterial gibt es keins.

Fazit:
“Das Gesicht im Dunkeln” kann vom Grundplot gesehen einigermaßen überzeugen, wird jedoch durch eine teils recht holprige Erzählweise und einigen offenen Fragen zum inhaltichen B-Movie degradiert. Mit Edgar Wallace hat der Film ohnehin nur sehr wenig zu tun und das Yard wurde in wenigen Szenen nur als unnötiger Zusatz eingefügt. Das vorübergehende Ende der Wallace-Reihe war gekommen.

Daten zur DVD:

FSK-Freigabe:
Bildformat:
Laufzeit:
FSK 12
1,85:1
1,85:1
78:27 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch:
Dolby Digital 2.0 / Mono
Dolby Digital 2.0
Untertitel:
Deutsch für Hörgeschädigte
Bonusmaterial:
  • -

Edgar Wallace Edition
Das Gesicht im Dunkeln
A doppia faccia

Michael Tomiak
Das düstere Gesicht mit reichlich Denk- und Grübelfalten
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak

Filmdaten:

Produktionsland,-jahr:
Deutschland/Italien, 1969
Regie:
Riccardo Freda
Drehbuch:
Paul Hengge, Riccardo Freda nach einer Idee von Romano Migliomrni, Gianbattista Mussetto und Lucio Fulci (frei nach dem Roman "The Face in the Night" von Edgar Wallace)
Darsteller:
Klaus Kinski, Margaret Lee, Christiane Krüger, Günther Stoll, Sidney Chaplin, Anabella Incontrera, Barbara Nelli, Gastone Pescucci

Vertrieb “Deutschland“ :
Universum Film
DVD-Verleihstart “Deutschland“ :
07.03.2005
DVD-Verkaufsstart :
07.03.2005

Vertrieb “Schweiz“ :
Impuls Home Entertainment
DVD-Verleihstart “Schweiz“ :
07.03.2005
DVD-Verkaufsstart “Schweiz“ :
07.03.2005


Special vom: 04.04.2005
Autor dieses Specials: Michael Tomiak
Weitere Seiten innerhalb dieses Specials können über das seitliche Menü links oben aufgerufen werden.
Zurück zur Hauptseite des Specials