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Story:
Myrna Fergusson (Lyvia Bauer) wird in einem schäbigen Londoner Hotel ermordet aufgefunden. Als Scotland Yard in Form von Inspektor Craig (Hansjörg Felmy) am Tatort eintritt, ist die Leiche jedoch spurlos verschwunden. Kurze Zeit später trifft die Schwester Danny Fergusson (Uschi Glas) in London ein und bekommt von David Armstrong (Vadim Glowna) den Hinweis, dass Myrna noch lebt. Allerdings wird Armstrong kurze Zeit später ebenfalls ermordet und Inspektor Craig macht sich Sorgen um das Leben der jungen Danny.
Meinung zum Film:
Über 2 Jahre war es her, seit der letzte Film der Wallace-Reihe in den deutsche Kinos startete. Durch den finanziellen Misserfolg von „Das Gesicht im Dunkeln“ wurden sämtliche Planungen an weiteren Filmen beendet. Erst das gute Ergebnis der Wiederaufführungen alter Farb-Wallace-Filme und vor allem der recht erfolgreich laufende Bryan-Edgar-Wallace-Film „Das Geheimnis der schwarzen Handschuhe“, der zwar eine doppelte Mogelpackung war, aber dennoch ein sehr gut inszeniertes Spannungswerk Dario Argentos darstellte, ermutigte Constantin die Rialto, wieder einen neuen Edgar-Wallace-Film in die Lichtspielhäuser bringen zu lassen.
Produktionsleiter Horst Wendlandt nahm sich der Sache dann auch gleich an und schrieb gemeinsam mit Regisseur Harald Philipp das Drehbuch zum Film, das ohne Bezug zu einem Wallace-Roman entstand. Während die Geschichte insgesamt recht interessant ausgefallen ist, fehlem ihr jedoch zwei entscheidende Faktoren, an denen der Film letzten Endes gewaltig krankt – Tempo und Spannung! Die Handlung plätschert über weite Teile langsam vor sich hin und nennenswerte Höhepunkte gibt es keine. Selbst das Finale mit der Verhaftung des Haupttäters fällt vollkommen unspektakulär aus und könnte aus einer beliebigen TV-Episode von „Der Alte“ stammen. Vollkommen unverständlich, warum gerade hier geschlampt wurde, da man doch schon oft genug bewiesen hat, dass man es eigentlich besser kann. Hinzu kommen noch einige Albernheiten, die man sich auch diesmal besser hätte sparen sollen.
Aber der Film hat auch einiges Positives zu bieten. Vor allem die alte Atmosphäre konnte teilweise wieder eingefangen werden, was sicherlich das zweitgrößte Plus des Filmes darstellt. An erster Stelle der prägenden Punkte muss aber ohne jeden Zweifel die Rückkehr des Sir John gestellt werden. Siegfried Schürenberg kann in seinem nun endgültig letzten Auftritt in der Wallace-Reihe noch einmal alle Register ziehen und mit seiner unterhaltsamen Art, die selbst die abstrusesten Momente noch mit Glanz erfüllt, ohne Abstriche überzeugen. Hansjörg Felmy, Uschi Glas, Werner Peters und vor allem Vadim Glowna sorgen für weitere ansprechende Leistungen, die bei der „Toten aus der Themse“ dafür sorgen, dass noch einmal ein klein wenig der alten Klasse aufblitzt. Auch wenn noch zwei weitere offizielle Titel der Reihe in den Lichtspielhäusern liefen, stellt dieser Film den eigentlichen Schlusspunkt der Reihe dar.
DVD Aufarbeitung:
Der Film wurde vom Original-Negativ abgetastet, da in diesem Fall hierdurch die bestmögliche Bildqualität und der bestmögliche Bildausschnitt gewährleistet werden konnten. In Abweichung von bisherigen Angaben ist das Format des Negativs 1,66:1, das der Titelsequenz 1,37:1.
Das Bild ist wieder sehr gut umgesetzt worden. Erneut begeistert es durch seine kräftigen Farben, allerdings gibt es auch hier wieder eine leichte Grobkörnigkeit festzustellen. Der deutsche Ton ist hingegen ohne Probleme, auch die Verzerrungen in den Spitzen halten sich in Grenzen.
Als Bonusmaterial gibt es ein sehr interessantes Interview, das „Blechtrommel“-Regisseurs Volker Schlöndorff mit Horst Wendlandt, dem großen Macher hinter den Wallace-Filmen, führte und zu keiner seiner 15 Minuten auch nur den Hauch von Langeweile aufkommen lässt. Es folgt der letzte Teil der Anekdoten-Berichte von Eva Ebner, sowie die Trailer zu den Filmen aus der Box und den Bildergalerien zu den Titeln.
Fazit:
“Die Tote aus der Themse” ist der eigentliche Abschluss der klassischen Wallace-Reihe. Absolut sehenswert ist das einmalige Comeback von Siegfried Schürenberg und auch die Story hat ihren Reiz. Allerdings krankt der Film an seinem fehlenden Tempo und seiner spannungsarmen Inszenierung.
Daten zur DVD:
FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,66:1
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85:14 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch: Dolby Digital 2.0
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Englisch: Dolby Digital 2.0
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Untertitel:
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Deutsch für Hörgeschädigte, Englisch
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Bonusmaterial:
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- Original-Kinotrailer zu den 5 Filmen aus der 8. Editions-Box
- Interview mit Volker Schlöndorff und Horst Wendlandt
- Interview mit Eva Ebner
- Fotogalerie zu den 5 Titeln aus der 8. Wallace-Box
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Die Tote aus der Themse
Die Tote aus der Themse
Tot sind auch die Spannung und das Tempo im Film
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr: Deutschland, 1971
Regie: Harald Philipp
Drehbuch: Horst Wendlandt, Harald Philipp (frei nach Edgar Wallace)
Darsteller: Uschi Glas, Hansjörg Felmy, Werner Peters, Harry Riebauer, Ivan Desny, Vadim Glowna, Siegfried Schürenberg, Günther Stoll, Petra Schürmann, Friedrich Schoenfelder, Ingrid Steeger
Vertrieb : Universum Film
DVD-Verleihstart : 07.03.2005
DVD-Verkaufsstart : 07.03.2005
Vertrieb : Impuls Home Entertainment
DVD-Verleihstart : 07.03.2005
DVD-Verkaufsstart : 07.03.2005
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