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Story:
Im Londoner Hyde Park wird die Leiche einer ermordeten Internatsschülerin gefunden. Kommissar Barth (Joachim Fuchsberger) hat als einzigen Hinweis auf den Täter eine grüne Stecknadel, die am Tatort neben der Leiche gefunden wird. Bei routinemäßigen Befragungen gerät der Italienischlehrer Henry Rossini (Fabio Testi) in Verdacht, da er sich immer wieder in Widersprüche verstrickt. Um zu beweisen, dass er selbst nichts mit der Tat zu tun hat, macht sich der Pädagoge selbst auf die Suche nach dem Täter.
Meinung zum Film:
Nachdem „Die Tote aus der Themse“ wieder recht erfolgreich lief, folgte mit „Das Geheimnis der grünen Stecknadel“ recht bald der nächste Vertreter der Reihe in die Kinos. Mit dem Film kam dann das auch beim anschließend folgenden, letzten Titel der Wallace-Produktionen auftretende, zwiespältige Gefühl beim Publikum auf. Die Einen halten den Film für einen spannendes und sehr gut in Szene gesetztes Highlight, das man auf gar keinen Fall verpassen sollte, während die Anderen ihn für ein albernes und billiges Machwerk grundlegend ablehnen. Die Einen, das sind die Freunde der italienischen Thriller des Giallo-Genres, die einen nach klassischen Mustern gefertigten, spannungsgeladenen Beitrag zu sehen bekamen. Die Anderen, das sind die Anhänger der klassischen Wallace-Reihe, die mit der gänzlich anders ausgelegten Richtung überhaupt nichts anfangen konnten und sich betrogen fühlten.
Regie bei dem Film führte Massimo Dallamano, der als Kameramann an zwei Teilen der legendären Dollar-Trilogie von Sergio Leone beteiligt war und mit „Der Tod trägt schwarzes Leder“ eines der großen Giallo-Highlights selbst erschuf. Hinter der Kamera bei den grünen Stecknadeln war niemand geringerer als Joe D’Amato tätig, der als Regisseur von Filmen wie „Man Eater - Der Menschenfresser" oder „Black Emanuelle“ selbst zu den bekannteren Namen des italienischen Kinos gehört. In Italien wurde im Film keinerlei Bezug zu Edgar-Wallace aufgeführt und auch wenn es Aufnahmen in London gab, wird der Film doch eindeutig durch seine Szenen in Rom geprägt und trägt auch durchweg die Stimmung und den Flair Italiens.
Als außergewöhnlich gut und prägend kann der sehr stimmungsvolle Soundtrack von Altmeister Ennio Morricone bezeichnet werden. Morricone schuf mit seinen Songs zu der Dollar-Trilogie und „Spiel mir das Lied vom Tod“ Melodien, die jedem bekannt sein dürften, auch wenn er die dazu gehörenden Filme noch nie in seinem Leben gesehen hat. Nicht ganz so prägend ist sicherlich die Musik zu „Das Geheimnis der grünen Stecknadeln“, doch reicht es allemal aus, um für zusätzliche Stimmung im Film zu sorgen und die Spannung noch zu steigern. Darstellerisch wirkt Joachim Fuchsberger zwar ein klein wenig fehlplatziert im vorherrschenden Ambiente, kann aber dennoch eine gute Leistung abgeben. Das gleiche Problem wie Herr Fuchsberger hat auch Karin Baal. Sie schafft es aber auch einigermaßen, dagegen anzuspielen. Am bemerkenswertesten ist die Leistung von Fabio Testi als Lehrer, der dem Film eindeutig seinen Stempel aufdrückt. Hätte die Rialto nicht zwanghaft versucht, den Film als Edgar-Wallace-Werk zu verkaufen, hätte man sich einigen Unmut der Fans ersparen können.
DVD Aufarbeitung:
Bei dieser deutsch-italienischen Koproduktion gibt es eine italienische Fassung, die länger ist als die deutsche Kinofassung. Es war aus rechtlichen Gründen nicht möglich, die italienische Fassung zu verwenden.
Das Bild macht einen ordentlichen Eindruck, kann aber nicht bei den vorhergehenden Titeln mithalten. Vor allem die deutliche Grobkörnigkeit, teilweise leichte Kontrastschwankungen und die etwas blass erscheinenden Farben können nicht ganz überzeugen. Der deutsche Ton ist ordentlich geworden, hat aber wieder deutlichere Verzerrungen in den Spitzen.
Bonusmaterial ist keines vorhanden
Fazit:
Ob man “Das Geheimnis der grünen Stecknadel” gut oder schlecht findet, hängt eindeutig davon ab, was man von ihm erwartet. Sieht man ihn als den beworbenen Wallace-Streifen, geht er gnadenlos unter und versagt auf der ganzen Linie. Sieht man ihn jedoch als das was er ist – ein Giallo – ist er ein kleines Highlight, das man sich auf gar keinen Fall entgehen lassen darf!
Daten zur DVD:
FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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2,35:1
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91:59 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch: Dolby Digital 2.0
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Untertitel:
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Deutsch für Hörgeschädigte
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Bonusmaterial:
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Das Geheimnis der grünen Stecknadeln
Cosa avete fatto a Solange?
Ein meisterhafter Giallo, aber ein übler Wallace-Film
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr: Deutschland/Italien, 1971
Regie: Massimo Dallamano
Drehbuch: Peter M. Thouet, Bruno di Geronimo, Massimo Dallamano (frei nach Edgar Wallace)
Darsteller: Joachim Fuchsberger, Karin Baal, Fabio Testi, Günther Stoll, Christine Galbo, Claudia Butenuth, Rainer Penkert, Camille Keaton
Vertrieb : Universum Film
DVD-Verleihstart : 07.03.2005
DVD-Verkaufsstart : 07.03.2005
Vertrieb : Impuls Home Entertainment
DVD-Verleihstart : 07.03.2005
DVD-Verkaufsstart : 07.03.2005
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