Story:
Django (Craig Hill) und seine Schwester Mercedes wollen sich mitten im US-Bürgerkrieg zur Ruhe setzen und ein Stück Land kaufen. Dummerweise möchte Django mit Südstaatendollars bezahlen, die der momentane Landbesitzer aufgrund der drohenden Kapitulation der Südstaatler und deren einhergehenden Verwertlosung dieser Währung aber nicht annehmen mag. Django verspricht, mit "echten" Dollars wiederzukommen. Zwischenzeitlich wird Mercedes vergewaltigt und ermordet, also muss Django gleich 2 Jobs - Rache und Geldumtausch - gleichzeitig erledigen.
Meinung zum Film:
Western mit dem Namen "Django" im deutschen Verleihtitel gibt es fast mehr als James Bond-Filme insgesamt. Inspiriert durch den großen Erfolg des einzig echten Django, dargestellt von Franco Nero unter der Regie von Sergio Corbucci, erfanden die deutschen Kinoverleiher im Nachgang zu jenem Kassenerfolg hanebüchene Titel für darauffolgende Italowestern, die im Original rein gar nichts mit einem "Django" zu tun hatten. Bestenfalls wurde die Hauptperson in der Synchronisation umgetauft, schlimmstenfalls wurden in der deutschen Fassung kurzerhand z.B. Pferde "Django" genannt ("2 Trottel gegen Django") oder in Spanien spielende Dramen zu Django-Western umsynchronisiert ("Mit Django kam der Tod"). Der jetzt vorliegende Film ist einer der harmlosen Vertreter der Etikettenschwindelei, denn der Name der titelgebenden Hauptfigur ist doch belanglos, solange der Film selbst zumindest einigermaßen hält, was der Titel verspricht.
Die Handlung dieses Filmes wird geradlinig erzählt und der Hauptdarsteller Craig Hill, der äußerlich eine Mischung aus Terence Hill und dem US-Comedy-Chaos-Cop "Sledge Hammer" ist, versucht, dem Geschehen durch seine Coolness Spannung und Attraktion zu verleihen, was ihm auch gelingt. Der eingängige Soundtrack, der deutlich an Ennio Morricones Arbeiten für andere Vertreter seines Filmgenres seiner Zeit angelehnt ist, tut sein Übriges, um ein angenehmes Italo-Western-Feeling aufkommen zu lassen. Bei aller Lobhudelei muss aber auch gesagt werden, dass die Handlung selbst nicht allzu viel hergibt, dazu kommt sie viel zu vorhersehbar daher. Die Geschichte eines Einzelgängers, der seine Schwester rächt, nebenbei seine sonstigen Aufgaben erfüllt und zu allem Überfluss noch ein politisches Attentat verhindert, ist darüber hinaus viel zu unglaubwürdig und selbst für Italowestern-Verhältnisse etwas weit hergeholt.
Insgesamt kann der Film im Großen und Ganzen aber überzeugen - die Darsteller sind gut, der Soundtrack ist eingängig und das Gezeigte bietet die für den Italo-Western typische Härte, so dass "Django, ich will ihn tot" insgesamt als etwas über dem Durchschnitt liegender Spaghetti-Western durchgeht.
DVD Aufarbeitung:
Am Bild gibt es überhaupt nichts zu meckern - Bildfehler sind zwar zu entdecken, aber die Qualität bleibt durchgängig auf einem guten Niveau, bedenkt man, dass der Film über 30 Jahre auf dem Buckel hat und für solch einen Nischenfilm keine aufwendige Aufarbeitung erwartet werden kann. Der Ton kommt in deutsch und auf italienisch jeweils in Dolby Digital 2.0 daher und ist tadellos. Koch-Media hat sich die Mühe gemacht und präsentiert eine erstmals ungeschnittene Fassung dieses Films. Konsequenz daraus ist, dass einige Szenen im Originalton mit deutschen Untertiteln präsentiert werden.
An Extras gibt es nur einen Kinotrailer sowie eine Bildergalerie. Die Special Features sind also etwas mager, andererseits erwartet man bei einem Film diesen Alters, zumal er auch kein Blockbuster gewesen ist, nichts großartiges.
Fazit:
Ein Italo-Western, dessen Inhalt qualitativ etwas über dem Durchschnitt liegt, und keinesfalls eine "Gurke" ist, dafür ist er zu gut. Die DVD-Qualität ist, unter Brücksichtung des Alters des Films, ebenfalls sehr gut. Für Western-Fans eine Kaufempfehlung.
Daten zur DVD:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,85:1
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84:28 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch: Dolby Digital 2.0
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Italienisch: Dolby Digital 2.0
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Untertitel:
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Deutsch
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Bonusmaterial:
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- Original Kinotrailer
- Fotogalerie
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Django - ich will ihn tot
Lo Voglio Morto
Kein echter Django - dennoch gut!
Autor der Besprechung: Andreas Schultz
Filmdaten: Produktionsland,-jahr: Italien / Spanien, 1969
Regie: Paolo Bianchini
Drehbuch: Carlos Sarabia
Darsteller: Craig Hill, Lea Massari, José Manuel Martín, Andrea Bosic
Vertrieb : Koch Media Entertainment DVD-Verleihstart : 28.04.2004
DVD-Verkaufsstart : 28.04.2004
Vertrieb : Koch Media Entertainment DVD-Verleihstart : 28.04.2004
DVD-Verkaufsstart : 28.04.2004 |